Hamburg- Amerikanische Filmproduktionsfirmen eifern darum, wer als erstes die Geschichte von WikiLeaks-Gründer Julian Assange verfilmen darf. Die Firmen sehen sich dabei nicht nur mit der Aufgabe konfrontiert, einen passenden Darsteller zu finden. Sie müssen sich vor allem auf die Unvorhersehbarkeit des Plots einstellen, wie das "Wall Street Journal" berichtet.
Die Geschichte des Hackers und der Internetplattform ist noch längst nicht zu Ende erzählt. Unklar ist, ob Assange, der sich zurzeit in der ecuadorianischen Botschaft in London aufhält, an Schweden ausgeliefert wird. Dort werden ihm Sexualdelikte zur Last gelegt. Assange fürchtet aber, letztlich an die USA ausgeliefert und dort wegen brisanter Enthüllungen durch sein Internetportal WikiLeaks verfolgt zu werden.
Fraglich ist ebenfalls, welche weiteren Dokumente WikiLeaks veröffentlichen wird. Erst am Donnerstag hatte die Enthüllungsplattform E-Mails syrischer Politiker und anderer Persönlichkeiten sowie von Ministerien und Unternehmen des Landes publiziert.
Die Produktionsverantwortliche bei der amerikanischen Filmfirma DreamWorks, Holly Bario, sagte: "Es ist schwierig, weil so viel von der Geschichte noch geschrieben werden muss", wie das "Wall Street Journal" weiter berichtet. "Wir warten noch darauf, was mit Julian passieren wird. Wenn man in die Geschichte investiert, dann will man auch ein zufriedenstellendes Ende ", sagte Bario.
Selbst Verlage scheiterteten daran, Manuskripte zu vollenden. Einige Produktionsfirmen seien bereits vorgeprescht, ohne sich überhaupt die Rechte für die Lebensgeschichte von Julian Assange zu sichern.
Laut "Wall Street Journal" ist die Produktionsfirma Universal bereits einen Schritt weiter als DreamWorks. Universal sei bereits dabei, einen Dokumentarfilm über Assange zu beenden. Der Co-Produzent Marc Shmuger sagte, es gehe nicht darum, Nachrichten über Assange nachzuerzählen, sondern zu zeigen, wer diese Menschen überhaupt seien.
Auch andere Firmen planen Filme über den Hacker. Das Berliner Unternehmen Port-au-Prince etwa will einen fiktionalen Film verwirklichen. Bereits Anfang 2011 wurde zudem bekannt, dass die Produktionsfirmen Josephson Entertainment und Michelle Krumm Productions die Filmrechte für die Assange-Biografie "The Most Dangerous Man in the World" des australischen Reporters Andrew Fowler erworben haben.
kha
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