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Renommierter Nachwuchspreis: First Steps Awards für deutsche Auslandsdramen

Szene aus "Los Ángeles": Bester abendfüllender Spielfilm Zur Großansicht
Farbfilm/ Weydemann Bros.

Szene aus "Los Ángeles": Bester abendfüllender Spielfilm

Es ist eine der wichtigsten Auszeichnung für den deutschen Filmnachwuchs. Bei den diesjährigen First Steps Awards setzten sich vor allem Produktionen durch, die außerhalb von Deutschland spielen.

Den jungen deutschen Film zieht es immer mehr ins Ausland. Bei den diesjährigen First Steps Awards dominierten unter den langen Spielfilmen Geschichten aus anderen Ecken der Welt. Den mit 25.000 Euro dotierten Preis für den besten abendfüllenden Spielfilm, der am Montag im Stage Theater am Potsdamer Platz verliehen wurde, erhielt die Produktion "Los Ángeles", ein in einem zapotekischen Dorf im Süden Mexikos spielender Ensemblefilm, den Regisseur Damian John Harper mit mexikanischen Laiendarstellern inszenierte. Der Film kommt Ende November in die Kinos.

Und auch in der Kategorie "No Fear", mit dem die Risikobereitschaft hiesiger Nachwuchsproduzenten geehrt wird, setzte sich ein Film durch, der die Grenzen Deutschlands hinter sich lässt - das mit schmalem Budget gedrehte Sinnsucher-Drama "Backpack" von Thorsten Wenning, das von einem deutschen Lehrer erzählt, der durch die Megacity Jakarta irrt.

Als bester mittellanger Spielfilm wurde Stefan Bohuns bitter-beschwingte Komödie "Musik" ausgezeichnet; als bester Kurzfilm Pascal Flörks "Bär", eine doppelbödige Foto-Erzählung über die deutsche Kriegsgeneration. Der Michael-Ballhaus-Preis für den stärksten Kameraabsolventen ging an Julia Hönemann, die das grausam-poetische Stricherporträt "Porn Punk Poetry" ins Bild gesetzt hat.

Für Aufsehen dürfte noch der als beste Dokumentation ausgezeichnete Film "Die Menschenliebe" von Maximilian Haslberger sorgen, in der von der Sehnsucht und vom bezahlten Sex behinderter Menschen erzählt wird.

Die First Steps Awards wurden zum 15. Mal verliehen. Neben dem beim Filmfestival in Saarbrücken vergebenen Max-Ophüls-Preis sind die die wichtigste Ehrung und Förderung für den hiesigen Filmnachwuchs. Der Preis wurde 1999 als private Initiative von den Produzenten Bernd Eichinger und Nico Hofmann ins Leben gerufen, die Deutsche Filmakademie übernimmt die Ausrichtung. SPIEGEL TV ist Gründungspartner und Mitveranstalter.

cbu

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