"Werk ohne Autor" Henckel von Donnersmarck geht für Deutschland ins Oscar-Rennen

Drei Jahrzehnte deutscher Geschichte erzählt am Schicksal eines Künstlers: Der neue Film von Florian Henckel von Donnersmarck ist Deutschlands Einreichung für den Auslands-Oscar 2019.

"Werk ohne Autor"
Buena Vista/ Pergamon/ Wiedemann & Berg/ Filmfest Venedig

"Werk ohne Autor"


"Werk ohne Autor" geht für Deutschland in das Rennen um den Oscar für den besten nicht englischsprachigen Film. Das gab die Auswahlkommission unter der Ägide von German Films, der Auslandsvertretung der deutschen Filmbranche, am Donnerstagvormittag bekannt.

Zur der Begründung sagte die achtköpfige Auswahlkommission: "Werk ohne Autor" erzählt in einem großen epischen Bogen ein bewegendes Künstlerschicksal im Nachkriegsdeutschland, in einer Zeit, als es schwierig war, zu einer eigenen Kunstsprache zu finden."

Der neue Film von Regisseur Florian Henckel von Donnersmarck startet am 3. Oktober in den deutschen Kinos. Seine Weltpremiere feiert das Drama im Wettbewerb der Filmfestspiele in Venedig, die am 29. August begannen.

"Werk ohne Autor" wird angekündigt als eine emotionale Achterbahnfahrt durch drei Jahrzehnte deutscher Geschichte, erzählt über den Werdegang eines jungen Künstlers (Tom Schilling), in dessen Familie sich die Wege von Opfern und Tätern auf tragische Weise kreuzen.

Mit der Auswahl steht allerdings noch nicht fest, ob "Werk ohne Autor" tatsächlich am Oscar-Rennen teilnimmt. Aus den nationalen Einreichungen wählt die Academy die fünf Filme aus, die schließlich nominiert werden. 2018 machte sich Fatih Akin Hoffnungen auf einen Oscar für seinen Film "Aus dem Nichts", der Film schaffte es aber nicht unter die letzten Fünf.

Florian Henckel von Donnersmarck allerdings weiß, wie es sich anfühlt, einen Oscar in den Händen zu halten: 2007 gewann er ihn für seinen Film "Das Leben der Anderen". Die Oscar-Nominierungen werden am 22. Januar 2019 bekannt gegeben, die Verleihung erfolgt am 24. Februar.

Lesen Sie hier das SPIEGEL-Interview mit Florian Henckel von Donnersmarck.

kae

insgesamt 6 Beiträge
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peterkneter 30.08.2018
1. Oscarverlegung früher!
Die Academy hatte unlängst angeküntig, dass sich einiges ändern werde. Darunter auch das Datum. Die Oscars werden 2019 bereits am 9. Februar verliehen.
peterkneter 30.08.2018
2. Oscarverleihung 2019 doch wie im Artikel steht
ich muss mich korrigieren. Die kommende Verleihung findet doch am 24.2. statt. erst zu2020 kommen die Neuerungen. U.A. eine Kategorie für den besten kommerziellen Film...www.oscars.org
Endlager 30.08.2018
3. Deutschland reicht nur pathetische Betroffenheitsfilme ein,
seit Jahrzehnten geht es nur um den 2. WK, Flüchtlinge oder "Rassismus". So wird es wieder keinen Oskar geben.
peterkneter 30.08.2018
4. @Betroffenheitsfilme
Das stimmt tatsächlich. Aber ich denke, gerade weil sie wissen, dass die Amerikaner auf 2.WK-Filme stehen, schicken sie sie immer wieder ein. Damit ist Deutschland ja bisher sehr gut gefahren. Sehr viele Nominierungen und Auszeichnungen bisher für diese Filme (Blechtrommel, Schtonk, Nirgendwo in Afrika, Der Untergang,...) Ich bin gespaannt auf den neuen Donnersmark. Leider hat ihn offensichtlich nicht einmal die Presse gesehen bei den wenigen Infos im Text...
Zita 30.08.2018
5.
Zitat von Endlagerseit Jahrzehnten geht es nur um den 2. WK, Flüchtlinge oder "Rassismus". So wird es wieder keinen Oskar geben.
Wieso Rassismus da in Klammern steht, verstehe ich nicht. Ansonsten ist es, wie schon mein Vorschreiber sagt, genau umgekehrt. Die Academy liebt solche schweren, urdeutschen Themen, entweder zur Nazizeit oder zur DDR, gerade damit steigen die Chancen auf einen Oscar!
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