Sohn von Gary Oldman Gewalt-Vorwürfe sind "eine Lüge"

Die Vorwürfe drohten ihn um den Oscar zu bringen: Vor Jahren soll Gary Oldman seine damalige Frau misshandelt haben. Den Oscar bekam er trotzdem. Nun stärkt ihm sein Sohn den Rücken.

Oscar-Gewinner Gary Oldman mit den Söhnen Gulliver (l.) und Charlie (r.) sowie seiner Frau Gisele Schmidt
AFP

Oscar-Gewinner Gary Oldman mit den Söhnen Gulliver (l.) und Charlie (r.) sowie seiner Frau Gisele Schmidt


Noch in der Nacht der Oscarverleihung waren Stimmen laut geworden, die der Academy Heuchelei vorwarfen: Mit Gary Oldman (bester Hauptdarsteller in "Die dunkelste Stunde") und Kobe Bryant (bester animierter Kurzfilm "Dear Basketball") waren gleich zwei Männer ausgezeichnet worden, gegen die Vorwürfe von Misshandlung im Raum stehen.

Bryant soll 2003 eine 19-Jährige vergewaltigt haben und einigte sich außergerichtlich. Oldmans Ex-Frau, Donya Fiorentino, wirft ihm vor, sie 2001 vor den gemeinsamen Kindern mit einem Telefonhörer geschlagen zu haben. Er bestreitet das bis heute.

Nach der Oscar-Gala jedoch ging die Schlammschlacht weiter. Fiorentino sprach mit dem Promiportal "TMZ" und erklärte bezüglich der Oscars an Oldman und Bryant: "Ich dachte, wir hätten uns weiterentwickelt. Was ist mit der #MeToo-Bewegung passiert?" Andere Medien veröffentlichten alte Interviews mit Vorwürfen gegen Oldman.

Fiorentino war Oldmans dritte Frau und vier Jahre mit ihm verheiratet. Nach der Scheidung war Oldman das Sorgerecht für die beiden Söhne Gulliver und Charlie zugesprochen worden.

"Ich war dabei"

Nun meldet sich der heute 20-jährige Gulliver zu Wort. Wie mehrere amerikanische Zeitungen berichten, schreibt Gulliver in einem Brief: "Ich weiß, wie es aussehen muss, wenn ich jetzt an die Öffentlichkeit gehe, um die Anschuldigungen zu entkräften. Aber ich war dabei, als es zu dem vermeintlichen Vorfall kam, und deswegen möchte ich absolut klarmachen: Er ist nicht passiert. Jeder, der etwas anderes behauptet, lügt." Gulliver Oldman kam im August 1997 zur Welt, die Vorwürfe beziehen sich auf das Jahr 2001.

Weiter führt der 20-Jährige aus, dass er seit sieben Jahren keinen Kontakt mehr zu seiner Mutter habe, seinem Vater alles verdanke. "Sie war die meiste Zeit ihres Lebens ein trauriger und aufgewühlter Mensch." Ihre Lügen hätten viel Leid über seinen Vater und die ganze Familie gebracht.

brs



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