Berlinale 2014 George Clooney zeigt Krimi über Raubkunst

Kurz nachdem bekannt wurde, dass in München 1400 Kunstwerke sichergestellt wurden, trumpft die Berlinale mit einer passenden Meldung auf: Auf dem Festival wird George Clooneys "Monuments Men" gezeigt - ein Krimi über Kunstjäger, die Werke aus den Händen der Nazis befreien müssen.

Matt Damon und George Clooney in "Monuments Men": Bald in Berlin
20th Century Fox

Matt Damon und George Clooney in "Monuments Men": Bald in Berlin


Hamburg/Berlin - Der Film basiert auf einer wahren Begebenheit: Während des Zweiten Weltkriegs beauftragen die Alliierten eine Gruppe von Experten, die größten Meisterwerke der Kunst aus den Händen der Nationalsozialisten zu retten und an ihre rechtmäßigen Besitzer zurückzugeben. George Clooney setzte den Stoff unter dem Titel "Monuments Men" als Kunstkrimi um.

Wie die Berlinale-Leitung am Freitag mitteilte, wird der Film im offiziellen Programm des Festivals laufen. Berlinale-Direktor Dieter Kosslick erklärte: "Über fünf Millionen Kulturgüter, die die Nazis gestohlen hatten, wurden in den Nachkriegsjahren an die Herkunftsländer zurückgegeben. Der Kunstraub dieser Zeit ist angesichts des jüngsten Fundes in München aktueller denn je."

Der Film, der am 7. Februar in den USA und am 20. Februar in Deutschland startet, ist eine deutsch-amerikanische Co-Produktion und wurde unter anderem im Studio Babelsberg gedreht. Vor der Kamera standen die US-Stars Matt Damon und Bill Murray sowie der Franzose Jean Dujardin ("The Artist") und die Australierin Cate Blanchett.

Am Dienstag hatte die Berlinale-Leitung bereits bekanntgegeben, welcher Film das Festival eröffnen wird: "Grand Budapest Hotel", der neue Film von Wes Anderson, in dem Gastauftritte von Adrien Brody, Willem Dafoe, Jeff Goldblum, Harvey Keitel, Jude Law, Edward Norton, Saoirse Ronan, Jason Schwartzman, Tilda Swinton, Tom Wilkinson und Owen Wilson zu sehen sein werden.

An Stars dürfte es der 64. Berlinale, die vom 6. bis zum 16. Februar 2014 dauern wird, also nicht mangeln.

cbu

Mehr zum Thema


insgesamt 1 Beitrag
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
kumi-ori 08.11.2013
1. optional
Noch immer ist mir nicht bekannt, welche KONKRETEN Hinweise es gibt, dass es sich bei den Münchner Funden um Kunstraub handelt. Auch wenn wir uns mittlerweile daran gewohnt haben, dass jemand, der seine privaten Besitzverhältnisse nicht für die amerikanische Öffentlichkeit ins Internet zu stellen beliebt, ein Verbrecher sein muss ... ... man sollte doch mal irgendwas wie einen Beweis dafür vorlegen, dass dieser Mann ein Verbrechen verübt hat. Die Hollywood-Unterhaltungsfilmbranche feiert natürlich diese Steilvorlage. So etwas wie ein Indianer Jones Revival, und den bösen Nazi hat man gleich in echt. Das hätte bessser nicht laufen können. Und es steht zu befürchten, dass der alte Herr Gurrlit nicht gegen das geballte Charisma eines George Clooney anstinken kann.
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2013
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.