Goldene Himbeere Berry und Bush als schlechteste Schauspieler gekürt

Spott über George W. Bush und Halle Berry: Am Vorabend der Oscar-Verleihung sind sie mit dem Unk-Preis der "Goldenen Himbeere" ausgezeichnet worden. Damit wurden die Oscar-Gewinnerin und der US-Präsident zu den schlechtesten Schauspielern des Jahres ernannt.


Bush in "Fahrenheit 9/11": Himbeere für den Präsidenten
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Bush in "Fahrenheit 9/11": Himbeere für den Präsidenten

Die amerikanische Schauspielerin Halle Berry zeigte einen Tag vor der Oscar-Gala mit einem ungewöhnlichen Auftritt, dass sie viel Sinn für Humor besitzt. Die für den Film-Flop "Catwoman" mit einer "Goldenen Himbeere" dekorierte Oscar-Preisträgerin überraschte in der Nacht zum Sonntag mit einem kurzen Auftritt bei der Vergabe der Spottpreise. Die Veranstalter hatten zunächst nicht mit dem Star-Besuch gerechnet, da die Nominierten ihre "Razzies" traditionell nicht persönlich entgegennehmen. Von ihrer Mutter habe sie gelernt, dass man nur ein guter Gewinner sei, wenn man auch verlieren könne, scherzte Berry.

Neben Berry wurde US-Präsident George W. Bush für seine Präsenz in Michael Moores Dokumentarstreifen "Fahrenheit 9/11" als schlechtester Schauspieler des Jahres 2004 "ausgezeichnet". Der Präsident setzte sich damit gegen die "Konkurrenz" von "Alexander"-Darsteller Colin Farrell, Ben Affleck, Vin Diesel und Ben Stiller durch.

Verteidigungsminister Donald Rumsfeld teilt sich die zweifelhafte "Razzie"-Ehre als schlechtester Nebendarsteller in "Fahrenheit 9/11" mit Britney Spears, die für ihren Cameo-Auftritt in dem Dokumentarstreifen ebenfalls eine Himbeere erntete.

Halle Berry als "Catwoman": Himbeere für die Oscar-Gewinnerin
AP

Halle Berry als "Catwoman": Himbeere für die Oscar-Gewinnerin

Der kalifornische Gouverneur Arnold Schwarzenegger leistet ihnen als "schlechtester Razzie-Verlierer der letzten 25 Jahre" Gesellschaft. Der für seinen Kurz-Auftritt in "In 80 Tagen um die Welt" nominierte frühere Action-Star hat in 25 Jahren schon acht Anwartschaften erhalten, ohne jemals eine Himbeer-Trophäe zu "gewinnen".

"Catwoman" bekam insgesamt vier Schmäh-Preise, darunter auch den als schlechtester Film. "Fahrenheit 9/11" erhielt dank seiner Darsteller auch vier Himbeeren. Das Historienepos "Alexander", das mit sechs Nominierungen ins Rennen gezogen war, ging überraschend leer aus.

Über 650 Filmschaffende, Journalisten und Kinofans aus den USA und 15 weiteren Ländern hatten die Gewinner ermittelt. Nach Angaben der Veranstalter ist die mit Sprühlack überzogene Statue - eine golfballgroße Himbeere auf einer eingedrückten Filmspule - knapp fünf Dollar wert.



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