Schmähpreise "Transformers" für neun "Goldene Himbeeren" nominiert

Die Zuschauer lieben ihn - Kritiker eher weniger: Der fünfte "Transformers"-Teil ist bei den Hollywood-Schmähpreisen als schlechtester Film nominiert. Auch Hauptdarsteller Mark Wahlberg muss bangen.

Reichlich Krawall und mächtig Muskeln: Mark Wahlberg als Cade Yeager
ddp images/Capital Pictures

Reichlich Krawall und mächtig Muskeln: Mark Wahlberg als Cade Yeager


Schon die Kritiken zum fünften Teil der "Transformers"-Reihe um Autobots, also Autos, die sich in mächtige Kampfroboter verwandeln, waren verheerend: Er habe keinen Plot, sei sexistisch, enthalte unverhohlene Schleichwerbung und krude Hitler-Anspielungen - das bescheinigten viele Rezensenten dem Film von Michael Bay.

Die Jury der Schmäh-Trophäe "Goldene Himbeere" setzt nun einen drauf und nominiert "Transformers: The Last Knight" in gleich acht Kategorien:

  • schlechtester Film,
  • schlechtestes Drehbuch,
  • schlechtester Regisseur (Michael Bay),
  • schlechtester Hauptdarsteller ( Mark Wahlberg),
  • schlechteste Nebendarsteller (Josh Duhamel und Anthony Hopkins)
  • schlechteste Nebendarstellerin (Laura Haddock),
  • schlechtestes Leinwand-Paar (in dem Fall sind zwei Roboter nominiert)
  • und schlechtester Fortsetzungsfilm.

Die Macher des Actionspektakels dürfte das kaum stören. Immerhin spielte der Film im vergangenen Jahr weltweit 605 Millionen Dollar an den Kinokassen ein. Und den Hauptdarsteller Mark Wahlberg kürte das "Forbes"-Magazin im vergangen Sommer zum bestbezahlten Schauspieler. Innerhalb von zwölf Monaten soll der Star 68 Millionen Dollar verdient haben. Für die Kritiker ein Totalschaden, für Zuschauer und Macher ein Gewinn.

Verleihung ein Tag vor den Oscars

Bei den Nominierungen zur "Goldenen Himbeere" rangiert knapp hinter den "Transformers" der Erotikfilm "Fifty Shades of Grey - Gefährliche Liebe" mit acht Nennungen. "Die Mumie" kommt auf sieben und "Baywatch" sowie "Emoji - Der Film" auf jeweils vier.

Jennifer Lawrence, für "Silver Linings" immerhin mit einem Oscar dekoriert, und ihr Regisseur Darren Aronofsky haben für den Film "mother!" ebenfalls eine Chance auf die Himbeere. Darüber hinaus zählen Tom Cruise und Russell Crowe für ihre Rollen in "Die Mumie" zu den Nominierten, Mel Gibson steht für seine Rolle in "Daddy's Home2" auf der Liste.

Die Gewinner der Schmähpreise werden am 3. März bekannt gegeben - einen Tag vor den Oscars.

brs/dpa/rtr



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