Harry-Potter-Fehler King's Cross bleibt King's Cross und St. Pancras bleibt St. Pancras

Wenn es um Werktreue geht, kennen gerade die jüngsten Zuschauer kein Erbarmen. Wachsame Cineasten entdeckten im neuen Potter-Film "Harry Potter und die Kammer des Schreckens" eine Reihe von Fehlern.


Kinder bemängeln Ungereimtheiten: Szene aus dem neuen Harry-Potter-Film
Warner Bros.

Kinder bemängeln Ungereimtheiten: Szene aus dem neuen Harry-Potter-Film

London - Wie die "Times" am Samstag berichtete, häufen sich die Beschwerden auf den Webseiten der Filmemacher und der BBC-Kinderprogramme. Dabei kritisierten die jungen Zuschauer eher Ungereimtheiten in Regie- und Kameraführung als etwa mangelnde Treue der Filmemacher zum Buchoriginal von Joanne K. Rowling, schrieb die Zeitung.

So bemerkten sie zum Beispiel, dass ein großer Tintenfleck schon auf dem Papier erschien, bevor er überhaupt aus dem Zaubertagebuch fließen sollte. Auch die Drähte, an denen Eulen über die Köpfe der Hogwarts-Schüler fliegen, waren nach den Beobachtungen der Kinder deutlich zu erkennen.

Am meisten Verwirrung aber rief die Szene hervor, in der sich Harry ohne ein Zeichen des Schmerzes ausgerechnet auf den rechten Arm lehnt, den er sich kurz zuvor beim Quidditch-Spiel gebrochen hat. Auch bemerkten die jungen Zuschauer, dass das Haus der Dursleys (Harrys Onkel, Tante und Cousin) am Privet Drive nicht - wie im ersten Film - an einer von Bäumen gesäumten Straße, sondern inmitten eines Häuserblocks liegt.

Geschummelt wurde aus Sicht der Kinder auch beim Bahnhof King's Cross, von dem aus Harry und Ron den Express nach Hogwarts nehmen. Wegen seiner schöneren Fassade wurde der 100 Meter entfernt liegende Bahnhof St. Pancras gezeigt, bemängelten die Kinder laut "Times".

Ungeachtet der Kritik erfreut sich der zweite Harry-Potter-Film auch in Großbritannien großen Erfolgs. Mehr als 700.000 Karten wurden im Vorverkauf bestellt, bevor der Film am Freitag in die Kinos kam. Sondervorführungen in 522 Kinos hatten schon am vergangenen Wochenende fast acht Millionen Pfund (12,8 Millionen Euro) eingebracht.



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