Von Brad Pitts Produktionsfirma Weinstein-Skandal wird verfilmt

Monatelang beherrschte das Thema die Schlagzeilen, jetzt wird der Fall Harvey Weinstein Stoff für einen Film. Im Mittelpunkt stehen die Frauen, die seine sexuellen Übergriffe öffentlich machten.

Megan Twohey (l.) und Jodi Kantor
AP

Megan Twohey (l.) und Jodi Kantor


Eine Geschichte, die Hollywood in seinen Grundfesten erschütterte, kehrt nach Hollywood zurück: Der Fall Harvey Weinstein wird verfilmt. Das meldet das Branchenportal "Deadline".

Der Fokus soll allerdings nicht auf dem Filmmogul liegen, sondern auf den beiden "New York Times"-Reporterinnen, die im vergangenen Herbst zuerst über die zahlreichen Vergehen berichteten, die Weinstein vorgeworfen werden. Jodie Kantor und Megan Twohey wurden vor wenigen Wochen für ihre Recherchen mit dem Pulitzerpreis ausgezeichnet.

Harvey Weinstein: Sein Fall löste die #MeeToo- und #TimesUp-Bewegungen aus.
REUTERS

Harvey Weinstein: Sein Fall löste die #MeeToo- und #TimesUp-Bewegungen aus.

Weitere Details sind noch nicht bekannt. Hinter dem Projekt stehen die Produktionsfirmen Annapurna Pictures und Plan B Entertainment, die Brad Pitt mit zwei Partnern führt. Plan B produzierte bereits gesellschaftlich relevante Filme wie "12 Years A Slave" und den Oscar-Gewinner "Moonlight".

Als Vorbild für das Projekt wird das Journalistendrama "Spotlight" genannt, das 2016 den Oscar als bester Film gewann. Steven Spielberg war erst kürzlich mit dem Journalistenfilm "Die Verlegerin" erfolgreich.

Zahlreiche Frauen werfen dem ehemaligen Filmproduzenten Harvey Weinstein Belästigung, Nötigung und sogar Vergewaltigung vor, darunter Salma Hayek, Ashley Judd, Gwyneth Paltrow, Rose McGowan und Mira Sorvino. Weinstein wurde von seiner Firma Miramax entlassen, die mittlerweile in Konkurs ging. Er streitet bis heute alle Vorwürfe ab.

kae



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