"Herr der Ringe"-Darsteller Ein Tattoo, sie ewig zu binden

Das ist wahre Hingabe: Die bei der Kino-Trilogie "Der Herr der Ringe" mitwirkenden Schauspieler haben sich als Zeichen ihrer Verbundenheit allesamt tätowieren lassen. An welchem Körperteil und mit welchem Motiv, wollten die Darsteller nach der Premiere des ersten Films in London jedoch nicht verraten...


Hobbits auf Reisen: Billy Boyd (Pippin), Elijah Wood (Frodo) und Dominic Monaghan (Merry, v.l.)
DPA

Hobbits auf Reisen: Billy Boyd (Pippin), Elijah Wood (Frodo) und Dominic Monaghan (Merry, v.l.)

London - "Die komplette Besetzung trägt eine kleine Tätowierung", sagte Schauspieler Sir Ian McKellen während der Premierenfeier für "Der Herr der Ringe - Die Gefährten", am Montagabend in London. Es sei ein Symbol ihrer Freundschaft, die sie in den mehr als ein Jahr dauernden Dreharbeiten in Neuseeland geschlossen hätten. Kinokritiker zeigten sich von der 270 Millionen Dollar (rund 593 Millionen Mark) teuren Fantasy-Verfilmung beeindruckt und lobten die Produktion als Meisterwerk.

Er sei stolz darauf, an der Verfilmung der Bücher des Schriftstellers J.R.R. Tolkien mitgearbeitet zu haben, sagte McKellen, der den Zauberer Gandalf darstellt. Die Tätowierung werde ihn daran erinnern. "Es war die beste Zeit meines Lebens". Wo die Schauspieler ihren neu erworbenen Körperschmuck tragen, wollte McKellen allerdings nicht verraten.

Dass die Dreharbeiten außergewöhnlich waren, bestätigte auch Schauspielerin Liv Tyler: "Wir hatten viel Spaß und viel Arbeit." Nachdem sie das Buch und das Drehbuch gelesen hätte, habe sie in der Produktion unbedingt mitwirken wollen, sagte die 24-Jährige, die die Elbin Arwen Undomiel spielt.

"Die beste Zeit meines Lebens": Darsteller Ian McKellen (Gandalf, l.) mit Elijah Wood (Frodo):
REUTERS

"Die beste Zeit meines Lebens": Darsteller Ian McKellen (Gandalf, l.) mit Elijah Wood (Frodo):

"Ich liebe den Film. Ich denke, er ist wundervoll", sagte der amerikanische Hauptdarsteller Elijah Wood. Jeder der mitgewirkt habe, habe wunderbare Arbeit geleistet. Er hoffe, dass eine ganze Generation animiert werde, die Bücher zu lesen, sagte der 20-Jährige, der in dem Film die Rolle des Hobbit Frodo übernommen hat.

Zu der Weltpremiere im Londoner Kino "Odeon" am Leicester Square waren mehr als 2000 Fans gekommen. Sie harrten in frostiger Nacht vor dem Theater aus, um die Stars des Films beim Springen durch brennende Ringe zu sehen. Es war das erste Mal seit Ende der Dreharbeiten, dass die gesamte Besetzung wieder zusammen kam.

Der 79-jährige Hollywood-Veteran Christopher Lee, der den Zauberer Saruman darstellt, lobte die Arbeit von Regisseur Peter Jackson. "Was Peter getan hat, ist wunderbar. Kein anderer Regisseur hat drei Filme auf einmal gedreht." Die drei Teile "Herr der Ringe" sollen im Abstand von jeweils einem Jahr in die Kinos kommen. In Deutschland läuft der erste Film der Trilogie "Die Gefährten" am Mittwoch dem 19. Dezember nach Angaben von Verleiher Warner Bros. mit mehr als 1000 Kopien an.

"Viel Spaß und viel Arbeit": Liv Tyler (Arwen) und Frodo-Darsteller Wood
AP

"Viel Spaß und viel Arbeit": Liv Tyler (Arwen) und Frodo-Darsteller Wood

Datum und Anzahl der Kopien sind außergewöhnlich. Zum einen wird mit der Regel gebrochen, dass Neustarts am Donnerstag in die Kinos kommen. Und zum anderen laufen Filme sonst mit maximal 400 bis 500 Kopien an. Jüngste Ausnahme von dieser Regel war "Harry Potter und der Stein der Weisen" mit der Rekordzahl von 1226 Filmkopien.

Doch nach Überzeugung vieler Kritiker sind die Tage des Zauberschülers als Kassenschlager in den Kinos gezählt. "Harry Potter, sei darauf vorbereitet, dass du von deinem Besenstiel fällst", schrieb Mark Jagasia vom "Daily Express". Kritiker, die Harry Potter mit fünf Punkten bewertet hätten, müssten dem Film "Der Herr der Ringe" zehn Punkte geben. Die britische Tageszeitung "Daily Mail" urteilte über "Der Herr der Ringe - Die Gefährten": "Vergesst Harry Potter, dieser (Film) hat den wahren Klang von Größe." Im Vergleich zu den aufwendigen Einstellungen und Szenerien des Fantasy-Abenteuers wirke Harry Potter, als ob er im Vorgarten gedreht worden sei, schrieb das Boulevardblatt "Sun".

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