Hollywood US-Regisseur Blake Edwards ist tot

Mit Filmen wie "Frühstück bei Tiffany" und "Der rosarote Panther" erreichte Blake Edward Kultstatus - nun ist der Regisseur im Alter von 88 Jahren gestorben. Bis kurz vor seinem Tod hatte der Komödienexperte an neuen Projekten gearbeitet. 

Regisseur Edwards (2004 mit dem Ehren-Oscar): Fachmann für Komödien
dapd

Regisseur Edwards (2004 mit dem Ehren-Oscar): Fachmann für Komödien


Los Angeles - Der amerikanische Regisseur ist im Süden Kaliforniens gestorben. Presseagent Gene Schwam teilte am Donnerstag mit, dass der Macher von Filmklassikern wie "Frühstück bei Tiffany" am Mittwoch den Folgen einer Lungenentzündung erlegen sei.

Bis zuletzt war Edwards künstlerisch aktiv. Seinem Agenten zufolge arbeitete der Regisseur jüngst an der Realisierung zweier Broadway-Musicals. Wegen Knieproblemen habe er seit fast zwei Jahren im Rollstuhl gesessen.

"Einen wie ihn wird es nicht noch einmal geben, er war ein Genie", sagte der Schauspieler Robert Wagner, der unter anderem in "Der rosarote Panther" mit dem Regisseur zusammengearbeitet hatte. Im Laufe seiner Karriere hatte Edwards mit Filmlegenden wie Audrey Hepburn, Cary Grant, Tony Curtis und Jack Lemmon gedreht.

Im Jahr 2004 erhielt Edwards den Oscar für sein Lebenswerk. Seinen Ruhm verdankte er nicht zuletzt der Akribie, mit der Edwards die Gesetze der Filmkomödie studierte und in seinen eigenen Arbeiten erfolgreich umsetzte.

Eheglück mit Schauspielerin Julie Andrews

Der Sohn eines Hollywood-Produktionsleiters und Enkel eines Stummfilmmachers aus Tulsa im US-Bundesstaat Oklahoma orientierte sich stets am legendären Komiker-Paar Stan Laurel und Oliver Hardy, denen er 1965 in dem Streifen "Das große Rennen um die Welt" Reverenz erwies.

Seit Ende der 1960er-Jahre geriet der Regisseur in Hollywood jedoch mit einigen kommerziellen Misserfolgen etwas ins Abseits. Privat hatte er hingegen in der 1969 geschlossenen Ehe mit Julie Andrews ("Mary Poppins") im zweiten Anlauf sein Glück gefunden.

Die britische Schauspielerin wirkte in zahlreichen Filmen ihres Mannes mit, darunter "Zehn - Die Traumfrau" im Jahr 1979. Mit dieser erotischen Komödie gelang Edwards das Comeback in Hollywood. Um sein Erfolgsthema, die Krise des Mannes, drehte Edwards noch bis 1991 weitere Komödien wie "Blind Date" mit Bruce Willis und Kim Basinger.

jok/dpa/Reuters



insgesamt 3 Beiträge
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Rockaxe 16.12.2010
1. Leider
wieder einer der großen des Filmes tot. Auch wenn vielleicht nicht alles jeden Geschmack getroffen hat, aber das ist bei allen Regisseuren so. Ruhe in Frieden und hab Spass mit den Kollegen wo immer ihr auch seid.
hambürger 16.12.2010
2. Okkult
Zitat von sysopMit Filmen wie "Frühstück bei Tiffany" und "Der rosarote Panther" erreichte Blake Edward Kultstatus. Nun ist der Regisseur*im Alter von 88 Jahren gestorben. Bis kurz vor seinem Tod hatte der Komödienexperte*an neuen Projekten gearbeitet.* http://www.spiegel.de/kultur/kino/0,1518,735172,00.html
Edwards (das "s" fehlt oben im Zitat) war ein begnadeter Filmemacher und hat viele tolle Filme gedreht (und auch ein paar furchtbare: "S.O.B. - Hollywoods letzter Heuler" zum Beispiel oder auch das Truffaut-Remake "Frauen waren sein Hobby"). Aber dass es einen Blake-Edwards-Kult gegeben hätte, habe ich noch nie gehört. Was also soll das Geschwafel vom "Kult-Regisseur"? Der Mann hat Komödien gemacht, nicht Kult.
Der Markt, 17.12.2010
3. Machs gut
Bye bye und Danke für viele herrliche Filme.
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