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Box Office: Til Schweiger zurück auf Platz eins an den Kinokassen

Dieter Hallervorden als an Alzheimer erkrankter Opa Amandus in "Honig im Kopf" Zur Großansicht
Warner Bros.

Dieter Hallervorden als an Alzheimer erkrankter Opa Amandus in "Honig im Kopf"

"Honig im Kopf" hat die Charts im Griff: Fast eine Dreiviertelmillion Zuschauer sahen die Komödie mit Dieter Hallervorden, die damit den "Hobbit" in Deutschland überholt. In den USA bleibt der dritte Teil des Fantasy-Spektakels vorne.

USA

1. Gewinner der Woche

Neues Jahr, alte Nummer eins in den nordamerikanischen Kinocharts: Der dritte Teil der Verfilmung von Tolkiens "Hobbit" verteidigt die Spitzenposition mit einem Einspielergebnis von 21,9 Millionen Dollar. Damit hat "The Battle of the Five Armies" in seiner gesamten bisherigen Laufzeit in den USA und Kanada 220,8 Millionen Dollar an den Kinokassen umgesetzt.

Auf den Plätzen zwei und drei halten sich zwei Starts aus der Vorwoche: Das Disney-Musical "Into The Woods" verteidigte den zweiten Rang mit 19,1 Millionen Dollar, während Angelina Jolies Oscar-Bewerbung "Unbroken" auf 18,4 Millionen kam.

2. Verlierer der Woche

Dass der beste Neustart des Wochenendes auf Platz vier landet, ist an sich kein sehr beeindruckendes Resultat. Und wenn es sich dann auch noch um eine Fortsetzung handelt, die deutlich hinter dem Startergebnis des ersten Films zurückbleibt, müsste man von einer herben Enttäuschung sprechen.

Doch bei "The Woman in Black 2: Angel of Death" dürfte sich die in Grenzen halten. Denn der erste Film über die Frau in Schwarz wurde stark über den Hauptdarsteller beworben, Daniel Radcliffe, der diesmal nicht mehr dabei ist. Da zudem die Produktionskosten nicht exorbitant hoch waren, ist das Einspielergebnis von 15,15 Millionen Dollar für einen Horrorfilm so übel nicht.

3. Zahl der Woche

In die erste Ausgabe der Kinocharts-Rubrik im neuen Jahr gehört auch ein kleiner Rückblick auf das Kinojahr 2014 - nach Zahlen (Eine inhaltliche Bilanz können Sie hier lesen). Insgesamt wurden an den Kinokassen in den USA und in Kanada 10,3 Milliarden Dollar abgesetzt, das ist ein Minus gegenüber dem Vorjahr von 5,9 Prozent. Dabei fiel ins Gewicht, dass viele Fortsetzungen nicht das Niveau ihrer Vorläufer hielten. Die erfolgreichsten Filme in Nordamerika waren "Guardians of the Galaxy", "The Hunger Games: Mockingjay - Part 1" und "Captain America: The Winter Soldier".

In Deutschland hingegen schoss "Der Hobbit: Die Schlacht der fünf Heere" in wenigen Wochen vor Jahresende auf Platz eins für 2014 (4,2 Millionen Besucher), vor dem französischen Langzeiterfolg "Monsieur Claude und seine Töchter" (3,7 Millionen) und "Die Tribute von Panem - Mockingjay Teil 1" (3,6 Millionen). Die erfolgreichste deutsche Produktion folgt mit "Der Medicus" auf Rang vier.

Deutschland

1. Gewinner der Woche

Der Jahressieger war am Wochenende zwischen den Jahren auch noch die Nummer eins in den deutschen Kinos gewesen. Doch nun, nach dem vierten Wochenende, endet die Herrschaft des "Hobbit 3" über die Kinocharts in Deutschland - so eindrucksvoll die neuerlichen 565.000 Zuschauer für Peter Jacksons Fantasywerk auch sind.

Ein anderer Kassengarant schafft dafür den Sprung an die Spitze - und freut sich darüber bei Facebook auch schon sehr: Til Schweiger ist mit seinem jüngsten Regiewerk "Honig im Kopf" die Nummer eins. Rund 730.000 Zuschauer lockte die Tragikomödie an, in der es um das Thema Altersdemenz geht. Hauptdarsteller ist Dieter Hallervorden, mit dem sich Regisseur Schweiger zwischenzeitlich zoffte. Mit 1,75 Millionen Besuchern ist "Honig im Kopf" nach Angaben von "Blickpunkt:Film" in der persönlichen Zehntagesbilanz von Til Schweiger der dritterfolgreichste Film (nach "Kokowääh" und "Zweiohrküken").

Video
2. Verlierer der Woche

Kann es Verlierer geben an einem Wochenende, an dem insgesamt rund drei Millionen Kinotickets in Deutschland verkauft wurden? An dem die Top Ten der Kinocharts allesamt sechsstellige Zuschauerzahlen verzeichneten? Vielleicht hätte sich das Team um den Weltkriegsfilm "Herz aus Stahl" für den Neustart einen etwas besseren als den vierten Platz gewünscht. Doch das Bibeldrama "Exodus: Götter und Könige" hatte gut zehntausend Zuschauer mehr.

Video

3. Und welcher Film hat eine zweite Chance verdient?

Mit insgesamt 25.000 Zuschauern in 71 Kinos schafft es der Sieger des Filmfestivals von Venedig als Neustart unter die ersten 20 in den deutschen Kinocharts - und das trotz seines nicht allzu eingängigen Verleihtitels "Eine Taube sitzt auf einem Zweig und denkt über das Leben nach". Ein toller Erfolg für den im großen Publikum bisher nicht so sehr bekannten, von Kennern aber seit Langem sehr geschätzten schwedischen Regisseur Roy Andersson. Seine Tragikomödie hätte eine weitere ähnlich starke Woche verdient.

feb

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insgesamt 23 Beiträge
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1. Nicht wegen Schweiger
static2206 05.01.2015
sondern wegen Dieter Hallervorden werden die Leute wohl in den Film gegangen sein. Ich persönlich halte Til Schweiger in jeglicher Hinsicht für untalentiert
2.
peter_30201 05.01.2015
Til Schweiger macht unterhaltsame Filme, was sich an der Kinokasse auszahlt. Das hatte bisher nichts mit Dieter Hallervorden zu tun. Als Schauspieler ist er auch nicht verkehrt; für Tarantino hat es gereicht. Seine Tatorte sind ausgefallen - schlecht sind sie nicht. Wenn Sie meinen, Til Schweiger habe kein Talent - er hat es offensichtlich in jeglicher Hinsicht kompensiert.
3.
colephelps 05.01.2015
Nimms dir doch nicht so zu Herzen, wenn Deutsche gemeuchelt werden. Die Amis wissen halt wie man einen guten Blockbuster dreht. Ich z.Bsp. wüsste nicht warum ich mir im Kino ein Drama ansehen sollte. Tieftraurig und im deutschen Weltschmerz vergehend. Nach 2Stunden und 20 Euro ärmer nach Hause? Nein-eher nicht. Dann lieber Brad Pitt.
4. Schauspieler vs. Darsteller
PeterLascych 05.01.2015
Dieter Hallervorden ist ein Schauspieler, Till Schweiger ist ein Darsteller. Ein Schauspieler kann im Rahmen seiner Möglichkeiten viele Rollen spielen und passt sich diesen an, ein Darsteller spielt i.W. sich selbst und die Rolle muss angepasst werden. Dennoch können beide überzeugen, sofern die Rolle auf die Person des Schauspielers oder Darstellers passt. Ob es einem Gefällt ist subjektiv und sagt nicht über die jeweiligen Qualitäten aus. Insofern ließe sich Schweiger mit John Wayne vergleichen, der auch immer John Wayne war; Hallervorden ist eher wie ... ja wer eigentlich ist ein guter Schauspieler ?
5.
texas_star 05.01.2015
Zitat von peter_30201Til Schweiger macht unterhaltsame Filme, was sich an der Kinokasse auszahlt. Das hatte bisher nichts mit Dieter Hallervorden zu tun. Als Schauspieler ist er auch nicht verkehrt; für Tarantino hat es gereicht. Seine Tatorte sind ausgefallen - schlecht sind sie nicht. Wenn Sie meinen, Til Schweiger habe kein Talent - er hat es offensichtlich in jeglicher Hinsicht kompensiert.
hahaha... "fuer Tarantino hat es gereicht"... richtig... als Nebendarsteller in einem Film wo er geschaetzte 3-4 Szenen hatte. Sorry....international ist Schweiger nichts, trotz seines USA Abenteuers. Er kann einfach nicht schauspielern und mit 2 Gesichtsausdruecken wirds bei Charakterrollen schwer. Das nuscheln hilft auch nicht weiter - da kann Goetz George einfach besser spielen bei leicht besserer Aussprache. Ueber den Hamburg Tatort sprechen wir lieber erst nicht... bei 20+ Leichen fragt man sich da oefters ob es Tatort Hamburg oder nicht Tatort Tijuana ist....
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