USA
1. Gewinner der Woche
Da kann Spider-Man noch so klettern: Den fröhlichen Fellbündeln aus der Eiszeit entkommt er nicht. "Ice Age 4 - Voll verschoben" ist in den USA auf Platz eins der Kinocharts eingestiegen, bleibt mit einem Umsatz von 46 Millionen Dollar aber hinter den bisherigen Animations-Hits des Jahres zurück.
Weiterhin auf Erfolgskurs: Seth MacFarlanes dreister Plüschbär "Ted". Der Schöpfer der TV-Serien "Family Guy" und "American Dad" lässt seinen Teddy Bier trinken und herumpöbeln. Der dankt es mit weiteren 32,6 Millionen Dollar Umsatz - Platz drei der Kinocharts.
2. Verlierer der Woche
So schlecht läuft es nicht für Andrew Garfield als "The Amazing Spider-Man" - aber an die Erfolge der vorherigen Trilogie kann der Nachfolger von Tobey Maguire nicht anknüpfen. Die Neuverfilmung von Marc Webb spielte am zweiten Wochenende 35 Millionen Dollar ein und hält sich auf Rang zwei der Kinocharts. Damit bleibt der neue Spidey im Vergleich zum mittlerweile zehn Jahre alten Vorgänger deutlich zurück: Der holte mit dem gleichen Stoff am zweiten Wochenende mehr als das Doppelte heraus.
Deutschland
1. Gewinner der Woche
Auch in Deutschland macht es sich Faultier Sid an der Spitze der Kinocharts bequem: Am zweiten Wochenende legte der vierte Teil von "Ice Age" noch einmal zu. Offenbar fühlen sich die Deutschen ob des bescheidenen Sommers den Helden aus der Kälte besonders verbunden: Sid, Manni, Diego und Co. sorgten mit 1,2 Millionen Zuschauern für mehr als die Hälfte des Gesamtumsatzes an den deutschen Kinokassen. Damit ist "Ice Age" schon jetzt der zweiterfolgreichste Film des Jahres - nach dem Frühjahrs-Hit "Ziemlich beste Freunde".
Vielleicht sind im Moment aber auch einfach die soften Typen angesagt: Nicht nur das weinerliche Mammut Manni ist stark in die Woche gegangen, auch Jason Segel als eher häuslicher Typ legt mit "Fast verheiratet" einen überzeugenden Start hin. 135.000 Kinogänger schauten sich an, wie Karrierefrau Violet (Emily Blunt) ihren Gatten in die Krise stürzt. Bester Neueinstieg und Platz drei der Kinocharts.
Auf dem zweiten Rang hält sich dafür weiterhin ein harter Typ: "The Amazing Spider-Man". Sein Ergebnis ist respektabel: Allein in der vergangenen Woche wollten 230.000 Zuschauer den Spinnenmann schwingen sehen.
2. Verlierer der Woche
Unsere Senioren, seufz. Die deutsche Alten-Komödie "Bis zum Horizont, dann links!" landete mit 35.000 Zuschauern hinter dem mäßigen Atom-Schocker "Chernobyl Diaries".
3. Zahl der Woche
50 Prozent. Aus der Hälfte der Kinos sind die Filmrollen verschwunden. Viele Betreiber haben mittlerweile auf Digitaltechnik umgerüstet, ergab eine Umfrage der Filmförderungsanstalt (FFA). Etwa jedes sechste Kino zeigt Filme in 3D.
Und welcher Film hat eine zweite Chance verdient?
Wes Andersons Cannes-Eröffnungsfilm "Moonrise Kingdom". Die Geschichte von zwei Zwölfjährigen, die aus ihrem biederen Sechziger-Jahre-Elternhaus fliehen, läuft in den USA recht manierlich. In Deutschland ist das mit Stars wie Bruce Willis und Edward Norton besetzte Jugendabenteuer aber irgendwie noch nicht so richtig angekommen.
usp/dpa
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