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"James Bond"-Designer: Ken Adam ist tot

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DPA

Filmarchitekt Adam

Von "Dr. No" bis "Moonraker": Er stattete sieben "James Bond"-Filme aus. Nun ist der deutsch-britische Filmarchitekt Ken Adam gestorben.

Der deutsch-britische Filmarchitekt Sir Ken Adam ist tot. Das bestätigte der Direktor des Berliner Martin-Gropius-Baus, Gereon Sievernich, gegenüber der Nachrichtenagentur dpa. Der gebürtige Berliner Adam stattete unter anderem sieben "James Bond"-Filme aus. Er bekam für seine Arbeit zwei Mal den Oscar.

Als Jugendlicher war Adam mit seiner Familie vor den Nationalsozialisten nach England geflohen. Nach Angaben der Deutschen Kinemathek fing er an, Architektur zu studieren, und wurde dann in der Royal Air Force eingesetzt. Zufällig sei er nach dem Krieg mit Entwürfen für einen Film beauftragt worden.

Adam erfand etwa James Bonds Unterwasser-Scooter, den Schleudersitz im Aston Martin und die Raumstation für "Moonraker" von 1979. Auch der berühmte "War Room" aus Stanley Kubricks "Dr. Seltsam. Oder: Wie ich lernte, die Bombe zu lieben" von 1964 war eine Idee von Adam. Für die "Addams Family" entwarf er ein Gothic-Haus.

Sein Archiv mit rund 6000 Objekten hatte der Szenenbildner 2012 an die Deutsche Kinemathek in Berlin gegeben, die ihm auch eine große Schau widmete. Adam habe sich auch sehr für die deutsch-englischen Beziehungen starkgemacht, sagte Sievernich.

Ken Adam starb am Donnerstag in London. Er wurde 95 Jahre alt.

Video: Der Designer von James Bond (v. 2014)

AP

skr/dpa

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