Oscarpreisträger "Rocky"-Regisseur John Avildsen ist tot

Ein Film über einen Boxer hat ihn zum Star gemacht, nun ist US-Regisseur John Avildsen gestorben. Im Laufe seiner Karriere drehte er mehrere Blockbuster.

John G. Avildsen bei der Oscar-Verleihung 1977
AP

John G. Avildsen bei der Oscar-Verleihung 1977


Avildsen starb im Alter von 81 Jahren in einem Krankenhaus in Los Angeles an Bauchspeicheldrüsenkrebs. Ein Sprecher bestätigte der US-Filmzeitschrift "Variety" den Tod des Regisseurs.

Für den Boxfilm "Rocky" wurde Avildsen 1977 mit einem Oscar als bester Regisseur ausgezeichnet. Das Drehbuch stammte von dem damals unbekannten Schauspieler Sylvester Stallone, der auch die Hauptrolle in dem Film übernahm. "Auf der dritten Seite plaudert der Typ (Rocky) mit seinen Schildkröten, das fand ich großartig", erinnerte sich Avildsen in einem Interview. "Es war eine ausgezeichnete Charakterstudie." 1990 trat er ein weiteres Mal für "Rocky V" hinter die Kamera.

"Danke, Sly."

Stallone erwies Avildsen auf Instagram die Ehre: "Ruhe in Frieden. Ich bin sicher, dass du bald im Himmel neue Hits drehen wirst. Danke, Sly."

Auch Avildsens Film "Karate Kid" von 1984 wurde ein Erfolg, später drehte er noch zwei Fortsetzungen. Einer seiner letzten Filme war der Actionstreifen "Inferno" mit Jean-Claude van Damme (1999).

Auf dem Internationalen Film Festival in Santa Barbara wurde in diesem Jahr der Dokumentarfilm "John G. Avildsen: King of the Underdogs" gezeigt. Im August soll er veröffentlicht werden. Die Doku über Avildsen wurde von dessen Sohn Anthony gedreht.

cst/dpa/AFP/AP



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