Britischer Schauspieler John Hurt ist tot

Er wurde berühmt mit "Der Elefantenmensch" und spielte den Mr Ollivander in "Harry Potter". Nun ist der britische Schauspieler John Hurt im Alter von 77 Jahren gestorben.

John Hurt
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John Hurt


John Hurt ist tot. Der britische Schauspieler starb an den Folgen einer Bauchspeicheldrüsenkrebs-Erkrankung, teilte sein Management am Samstag mit.

Viele Filme, in denen Hurt mitspielte, schrieben Kinogeschichte, darunter Alan Parkers "12 Uhr nachts - Midnight Express" (1978), "Alien - Das unheimliche Wesen aus einer fremden Welt" (1979), "1984" (1984), "Dead Man" von Jim Jarmusch (1995) oder "Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels" (2008). Dem jüngeren Publikum ist Hurt vor allem als Zauberstabmacher Mr Ollivander aus "Harry Potter" bekannt.

Berühmt wurde Hurt durch David Lynchs Film "Der Elefantenmensch" aus dem Jahr 1980. Die tragische Rolle des von einer Krankheit entstellten sensiblen John Merrick brachte ihm eine Nominierung für einen Oscar für die beste Hauptrolle sowie den britischen Filmpreis Bafta ein. Die Dreharbeiten waren allerdings eine Tortur - allein für die Maske benötigte er zwölf Stunden.

John Hurt wurde am 22. Januar 1940 bei Chesterfield im Herzen Englands als Sohn eines Pastors und einer Amateur-Schauspielerin geboren. Er studierte zunächst Kunst, begann aber 1960 eine Schauspielausbildung an der Royal Academy of Dramatic Art. Neben Bühnenstücken übernahm er auch kleinere Rollen im Fernsehen. Sein großes Vorbild war Alec Guinness, der die Schauspielkunst gekonnt aus dem Theater auf den Bildschirm übertrug.

1978 brachte ihm seine Nebenrolle in "Midnight Express" seine erste Oscar-Nominierung sowie einen Bafta-Filmpreis und einen Golden Globe ein. Ein Jahr später übernahm er die Rolle des Alien-Opfers Kane. Die blutige Szene, in der ein Alien aus seinem Brustkorb schlüpft, ist in die Kino-Annalen eingegangen. In Mel Brooks' "Spaceballs" parodierte er später selbst die Szene.

John Hurt spielte in rund 140 Filmen mit. Oftmals übernahm er Nebenrollen, eindringlich spielte er Exzentriker und unter Psychosen Leidende. Einige Rollen habe er nur angenommen, um Geld zu verdienen, gestand er freimütig. "Ich bin für alle Genres zu haben - im Grunde genommen bin ich ein Schauspieler zum Mieten", sagte er einmal. Für seine Verdienste wurde er im Juli 2015 von Königin Elizabeth II. zum Ritter geschlagen.

Nach einem erfolgreichen Kampf gegen Alkoholprobleme hatte Hurt einen Monat zuvor öffentlich gemacht, dass er an Krebs leidet. Er zeigte sich optimistisch, ihn besiegen zu können.

16 Jahre lang war Hurt mit dem französischen Model Marie-Lise Volpelière-Pierrot verlobt, über ihren tragischen Unfalltod im Jahr 1983 kam er lange nicht hinweg. Hurt war insgesamt vier Mal verheiratet und hatte zwei Kinder.

cvo/AFP/dpa



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insgesamt 22 Beiträge
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neon4711 28.01.2017
1. Sehr lieblos recherchiert
Wie könnt Ihr den letzten Indiana Jones Film als bedeutendes Werk aufführen (der bestimmt nicht beste Indiana Jones) und andere wirkliche Klassiker in seiner Vita wie z. B. 1984 oder Das Ostermann Wochenende überhaupt nicht erwähnen?
diddldaddl 28.01.2017
2.
Dieser großartige Schauspieler, der auch die Hauptrolle in 1984 hatte, stirbt ausgerechnet jetzt, da dieser Roman aus trauriger Aktualität an die Spitzen der Bestsellerlisten klettert.
vliege 28.01.2017
3. Die Verfilmung von Orwells 1984
John Hurts beste und m.M.n bekannteste Rolle.R.I.P
rockit70 28.01.2017
4. Und
Wie man, gerade in der heutigen Zeit, ausgerechnet "1984" nicht in die Aufzählung mit einfließen lässt, bleibt mir ein Rätsel.
spiegelallerlei 28.01.2017
5. Und was
ist mit "1984"? Den finde ich bedeutender als "Harry Potter".
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