Kino-Boom in Deutschland Fabelhafte Kassenfüller

Die Deutschen drängen in die Kinosessel. Im vergangenen Jahr erzielten die Filmtheater vor allem mit Märchenhaftem wie "Herr der Ringe" und "Harry Potter" Zuschauer- und Umsatzrekorde. Neben Blockbustern aus Hollywood zogen auch deutsche Filme wie "Der Schuh des Manitu" die Besucher in die Kinos.


Ein Ring und jetzt zwei Sterne: "Herr der Ringe"
REUTERS

Ein Ring und jetzt zwei Sterne: "Herr der Ringe"

Berlin - Dank der Kassenfüller um den Zauberlehrling Harry Potter und die Gefährten in Peter Jacksons "Herr der Ringe" kann die deutsche Kinobranche auf ein "Jahr der Superlative" zurückblicken. "Deutschland ist zum Wachstums-Spitzenreiter unter den großen Film-Nationen vorgerückt", bilanzierte der Chef der Filmförderungsanstalt (FFA), Rolf Bähr, an diesem Dienstag in Berlin.

Zum ersten Mal in den vergangenen zehn Jahren verzeichneten die deutschen Kinos mit einem Plus von 16,7 Prozent einen höheren Zuschauerzuwachs als die großen Filmnationen Frankreich (plus 11,4 Prozent), England (plus 9,5 Prozent) und USA (8 Prozent Zuwachs).

Rund 178 Millionen Zuschauer setzten sich 2001 in die Kinosäle, das sind 25,4 Millionen mehr als im Jahr zuvor. Die Filmtheater spielten mit fast 990 Millionen Euro rund 20 Prozent mehr Geld ein als im Jahr 2000.

Drei der erfolgreichsten Streifen wurden für ihre guten Besucherzahlen ausgezeichnet: "Ocean's Eleven" erhielt die "Goldene Leinwand" für drei Millionen Besucher. "Der Herr der Ringe - die Gefährten" für mittlerweile 9 Millionen Zuschauer die "Goldene Leinwand" mit zwei Sternen, und die Auszeichnung für "Harry Potter und der Stein der Weisen" (seit Filmstart insgesamt 12 Millionen Kinogäste) zieren sogar drei Sterne.

Zum Schreien erfolgreich: "Harry Potter" sahen zwölf Millionenen Zuschauer
Warner Bros.

Zum Schreien erfolgreich: "Harry Potter" sahen zwölf Millionenen Zuschauer

Doch auch die deutschen Filme lockten so viele Besucher wie noch nie seit dem Beginn der elektronischen Besucher-Erfassung der FFA im Jahr 1986. Mit fast 31 Millionen Besuchern machten sie einen Marktanteil von 18,4 Prozent (2000: 12,5 Prozent) aus. Alleine den Kassenknüller "Der Schuh des Manitu" sahen elf Millionen Kinofreunde, mehr als zwei Millionen gingen in "Der kleine Eisbär", die Filme "Emil und die Detektive" und "Das Experiment" hatten mehr als eine Million Zuschauer.

Die Westernkomödie von Michael "Bully" Herbig führt auch die Hitliste der meistbesuchten Streifen 2001 vor den erst später gestarteten Filmen "Harry Potter" (10,5 Millionen Besucher in 2001), "Was Frauen wollen" (6,5 Millionen Zuschauer) und "Der Herr der Ringe" (5,2 Millionen Besucher) an.



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