USA
1. Die Gewinner der Woche
In der Vorwoche waren es noch zwei Animationsfilme für die ganze Familie, die um Platz eins in den US-Kinocharts rangen - diesmal sind es zwei Filme, die erst ab 17 Jahren freigegeben sind.
Auf Platz eins schaffte es "Ted", der erste Realfilm von Seth MacFarlane, dem Schöpfer der Zeichentrick-TV-Serien "Family Guy" und "American Dad". MacFarlane spricht selbst einen Teddybären, der anzügliche Witze macht, unflätig schimpft und Drogen nimmt. Der Teddy ist seit Kindertagen der beste Freund des von Mark Wahlberg gespielten Mannes, der sich schließlich zwischen dem Plüsch-Buddy und der schönen Frauenbekannschaft (Mila Kunis) entscheiden soll. Hervorragende 54,1 Millionen Dollar spielte "Ted" an seinem Startwochenende ein - mehr als zum Beispiel der erste Teil von "Hangover".
Doch auch der Zweitplazierte ist in dieser Woche ein Gewinner: Mit einem Kassenumsatz von 39,1 Millionen Dollar startete auch "Magic Mike" sehr stark - so stark wie bisher noch kein Film von Regisseur Steven Soderbergh, inklusive "Ocean's Twelve". "Magic Mike" erzählt die Geschichte eines männlichen Strippers, der einen Männerstrip-Novizen unterstützt. Die halbnackten Körper von Channing Tatum (auf dessen realen Strip-Erfahrungen der Film basiert) und Matthew McConaughey lockten ein zu 73 Prozent aus weiblichen Zuschauern bestehendes Publikum an.
2. Der Verlierer der Woche
"People Like Us". Das Drama über einen Geschäftsmann, der auf seine ihm unbekannte Schwester trifft, spielte nur 4,3 Millionen Dollar ein und kam damit auf Platz zehn der US-Kinocharts. Die Hauptrollen spielen Chris Pine, Elizabeth Banks und Michelle Pfeiffer.
3. Die Zahl der Woche
70/69/69: Hollywoods Marktforscher nehmen das Kinopublikum genau unter die Lupe. So berichtet das Fachorgan "Box Office Mojo", dass sie für "Madea's Witness Protection" ermittelten: 70 Prozent des Publikums waren Afroamerikaner (ein geringerer Anteil als sonst bei den Filmen von Tyler Perry), 69 Prozent waren Frauen und ebenfalls 69 Prozent waren älter als 25 Jahre (Die Heldin der "Madea"-Filme ist eine korpulente Dame). Insgesamt startete der siebente Film aus der Reihe mit 26,4 Millionen Dollar auf Platz vier.
Deutschland
1. Der Gewinner der Woche
Der Neustart der Spider-Man-Reihe verlief erfolgreich in Deutschland (in den USA startet der Film erst am kommenden Wochenende): "The Amazing Spider-Man" mit Andrew Garfield in der Rolle des Superhelden bekam gute Kritiken und wurde von 320.000 Besuchern gesehen. Dass er damit weit hinter den drei vorherigen Spider-Man-Filmen mit Tobey Maguire zurückblieb, kann getrost auf die Konkurrenz außerhalb des Kinos geschoben werden: Deutschland im Halbfinale der Fußball-EM und das Sommerwetter dürften Zuschauer gekostet haben.
2. Die Verlierer der Woche
Der Rest des Programms: Dem Branchenblatt "Blickpunkt:Film" zufolge war "The Amazing Spider-Man" für etwa 50 Prozent des Gesamtumsatzes verantwortlich. Kein weiterer Neustart kam unter die Top Ten, und auf den Plätzen zwei und drei sind die Märchenadaption "Snow White & The Huntsman" (70.000 Zuschauer) und der Actionfilm "Men In Black 3" (64.000) inzwischen auf überschaubare Publikumszahlen geschrumpft.
Und welcher Film hat eine zweite Chance verdient?
Hier stellen wir normalerweise einen Film vor, der in den Kino-Charts nicht so gut dasteht, wie er sollte. Doch diesmal wollen wir hinweisen auf einen, der in den Charts ganz fehlt, weil er wegen der Fußball-EM erst am Montag startet: Der Animationsfilm "Ice Age 4" ist zwar uninspirierter als seine Vorgänger, aber besticht durch eine charmante Faultieroma.
feb/AP/Reuters
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