USA
1. Der Gewinner der Woche
Das Animations-Studio Pixar behält seine weiße Weste: Seit die Kreativzelle des Disney-Konzerns 1995 mit "Toy Story" das Zeitalter der Computeranimation einläutete, wurde jeder Pixar-Film ein Nummer-eins-Hit. Und auch der 13. macht da keine Ausnahme: "Brave" übertraf mit einem Einspielergebnis von 66,7 Millionen Dollar am Startwochenende die Erwartungen sogar.
In "Brave" spielt erstmals eine weibliche Figur die Hauptrolle einer Pixar-Produktion: Der Film handelt von den Abenteuern der jungen schottischen Prinzessin Merida, einer begabten Reiterin, die sich den Konventionen des Königreichs widersetzt. Die Mutterfirma Walt Disney hat ja durchaus eine Tradition mit weiblichen Heldinnen wie "Mulan" oder "Pocahontas". In Deutschland wird "Brave" unter dem Titel "Merida - Legende der Highlands" am 2. August anlaufen.
2. Die Verlierer der Woche
Filme für Erwachsene. Hinter "Brave" ist mit "Madagascar 3" ein weiterer Animationsfilm für die ganze Familie auf Platz zwei in den Kinocharts platziert. Erst auf dem dritten Rang folgt "Abraham Lincoln: Vampire Hunter", mit 16,5 Millionen Dollar deutlich schwächer gestartet als erwartet. Offenbar war die Geschichte, in der der 16. US-Präsident Lincoln sich gegen nächtliche Kreaturen wehrt, die die Macht im Staat übernehmen wollen, zu kurios.
Noch schlechter erging es Keira Knightley und Steve Carrell, den Hauptdarstellern in "Seeking A Friend For The End Of The World". Die Apokalypse-Komödie konnte am Wochenende nur 3,8 Millionen Dollar erwirtschaften und kam bloß auf Platz zehn der Kinocharts.
3. Die Zahl der Woche
75.874 Dollar: So viel nahmen die fünf Kinos im Schnitt ein, die als Premierenhäuser für den neuen Woody-Allen-Film "To Rome With Love" ausgewählt wurden. Zum Vergleich: "Brave" hatte einen Schnitt von 16.028 Dollar pro Kino - lief allerdings in 4164 Abspielstätten. Doch so stark "To Rome With Love" in New York und Los Angeles anlief - für Allens vorigen Film "Midnight In Paris" lief es beim ebenfalls limitierten Start 2011 noch besser (599.003 Dollar in sechs Kinos).
Deutschland
1. Der Gewinner der Woche
"Chernobyl Diaries" ist der erfolgreichste Neustart des Wochenendes. Der Katastrophen-Horrorfilm von den Machern der "Paranormal Activity"-Reihe lockte 39.000 Zuschauer in die deutschen Kinos, was für Platz drei in den Kinocharts reicht, wie die Marktforscher von Media Control melden.
2. Der Verlierer der Woche
Die Kinos insgesamt: Dem Branchenblatt "Blickpunkt:Film" zufolge wurden insgesamt nur rund 500.000 Kinokarten verkauft, an guten Wochenenden sind es mehr als doppelt so viele.
Dementsprechend kam es zum seltenen Ereignis, dass die beiden Top-Filme nur fünfstellige Zuschauerzahlen verbuchten: Die Märchenadaption "Snow White & The Huntsman" sahen 95.000 Besucher, den Actionfilm "Men In Black 3" 92.000 Kinogänger.
Und welcher Film hat eine zweite Chance verdient?
Martin Sheen als Pilgerer auf dem Jakobsweg - "Dein Weg" von Emilio Estevez ist zwar nicht uneingeschränkt gelungen, aber wegen der Vater-Sohn-Dynamik zwischen Regisseur und Hauptdarsteller spannend. In den Charts reichte es dennoch nur für Platz neun (14.000 Zuschauer).
feb/AP/Reuters
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