USA
1. Gewinner der Woche
Es ist ein Erfolg mit Ansage: Mit einem Einspielergebnis von 84,8 Millionen Dollar hat sich der "Hobbit" an seinem Startwochenende an die Spitze der US-Kinocharts gesetzt. Noch nie ist bisher ein Film in den Vereinigten Staaten im Dezember besser gestartet. Bisheriger Rekordhalter war Will Smiths Science-Fiction-Drama "I Am Legend", der im Dezember 2007 gut 77 Millionen Dollar verdiente.
Und doch blieb der Film von Peter Jackson mit diesem Ergebnis ein wenig hinter den hohen Erwartungen zurück, da sogar mit einem Erlös von 100 Millionen Dollar am Wochenende gerechnet wurde. Bezieht man Aufschläge für 3D und Imax-Kinos sowie die Inflation mit ein, startete der "Hobbit" sogar schwächer als die "Herr der Ringe"-Filme "Die Rückkehr des Königs" und "Die zwei Türme".
2. Verlierer der Woche
Gibt es nicht. Kein Studio traute sich an diesem Wochenende einen hochkarätigen Film gegen den "Hobbit" ins Rennen zu schicken. Wie in der Vorwoche landeten die "Hüter des Lichts" auf dem zweiten Platz. Mit 7,4 Millionen Dollar spielte der Film jedoch nicht einmal ein Zehntel des "Hobbit"-Ergebnisses ein. Steven Spielbergs "Lincoln" landete mit 7,2 Millionen Dollar nur knapp dahinter und hat damit die 100-Millionen-Dollar-Marke geknackt. Er zog damit zugleich an "Argo" vorbei und ist nun der Oscar-Anwärter mit den meisten Zuschauern.
3. Zahl der Woche
48 Bilder pro Sekunde sehen "Hobbit"-Gucker in ausgewählten Kinos. Es ist der erste Film, der mit dieser 48-FPS-Technik gedreht wurde. Üblich sind bis dato 24 Einzelaufnahmen pro Sekunde. Kritiker waren zunächst skeptisch und warnten vor einem visuellen Schock. Dem Publikum scheint es jedoch zu gefallen: Jede 48-FPS-Kopie spielte im Schnitt 44.000 US-Dollar ein.
Deutschland
1. Gewinner der Woche
Keine Überraschung: Auch in Deutschland erobert der "Hobbit" die Spitze der Kinocharts. Mit 1,1 Millionen Zuschauern und 11,4 Millionen Euro Umsatz gelang dem Drama aus Mittelerde der zweitbeste Start des Jahres. Nur James Bond hatte zum Auftakt mehr Menschen in die Kinos gelockt als Bilbo Beutlin. Auch hinter den drei Episoden von "Herr der Ringe" blieb der "Hobbit" damit klar zurück. Diese hatten zum Kinostart jeweils zwischen 2,2 und 2,6 Millionen Zuschauer gefunden.
2. Verlierer der Woche
Auch hier das gleiche Bild wie in den USA. Niemand wollte es mit dem "Hobbit" aufnehmen, kein anderer großer Film kam in die Kinos. Daher gibt es auch keine Verlierer. Die Dauerbrenner "Breaking Dawn Teil 2" und "Skyfall" hielten sich mit 180.000 beziehungsweise 140.000 Zuschauern weiter achtbar.
3. Und welcher Film hat eine zweite Chance verdient?
Martin McDonaghs "7 Psychos" stoßen beim deutschen Kinopublikum bislang auf wenig Gegenliebe. Dabei spielt der Film gekonnt mit Genreregeln. Und unterhaltsam sind Colin Farrell, Christopher Walken und Woody Harrelson auch noch.
syd
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