Box Office Hallervorden und Schweiger auf Rekordkurs

"Honig im Kopf" ist auf dem Weg, der erfolgreichste Film des Erfolgsregisseurs Til Schweiger zu werden. Am Wochenende blieb die Tragikomödie in den Kinocharts vor dem Finale der Action-Reihe "Taken" mit Liam Neeson, der neuen US-Nummer-eins.

Opa und Enkelin: Dieter Hallervorden und Emma Schweiger in "Honig im Kopf"
Warner Bros.

Opa und Enkelin: Dieter Hallervorden und Emma Schweiger in "Honig im Kopf"


USA

1. Gewinner der Woche

Es ist der letzte Teil einer Action-Reihe, und der Abschied ist feierlich: Die vom Franzosen Luc Besson produzierte "Taken"-Reihe findet mit "Taken 3" ihr Ende - und dieser Film startet in die nordamerikanischen Kinos mit einem starken Einspielergebnis von 40,4 Millionen Dollar. Das ist nicht viel schwächer als vor zweieinhalb Jahren "Taken 2" - und das, obwohl dieser miserable Kritiken erhielt. Liam Neeson spielt in "Taken 3" erneut einen Ex-CIA-Agenten, bei dem sich Familien- und Berufsleben überschneiden.

2. Verlierer der Woche

Nach drei Wochen an der Spitze war es auch langsam mal Zeit zu gehen, aber der Sturz auf Platz vier der US-Kinocharts ist schon recht heftig für "The Hobbit: The Battle of the Five Armies", der noch 9,44 Millionen Dollar einspielte. Insgesamt hat der dritte und letzte Teil der Tolkien-Verfilmung damit jetzt 236,5 Millionen Dollar eingespielt - und könnte nach Ansicht der Zahlenkenner von "Box Office Mojo" möglicherweise am Ende hinter dem Gesamteinspiel des zweiten "Hobbit"-Films zurückbleiben.

3. Zahl der Woche

Aus 22 mach' 2179: Der Film "Selma" war schon in einigen ausgewählten Kinos angelaufen, doch wirklich breit gestartet ist das Bürgerrechts-Drama also erst am Wochenende. Immerhin Platz zwei sprang in den Kinocharts heraus, wenn auch der Abstand auf "Taken 3" beträchtlich war: 11,2 Millionen Dollar spielte das Werk von Ava DuVernay über die Märsche von Selma nach Montgomery im Jahre 1965 ein. Bei den Golden Globes war "Selma" in vier Kategorien nominiert, heimste am Ende aber nur den Preis für den besten Song ein, "Glory" von John Legend und Common.

Deutschland

1. Gewinner der Woche

Wirklich sehr beeindruckend, wie groß das Interesse an Til Schweigers jüngstem Film "Honig im Kopf" ist: Die Tragikomödie über einen an Alzheimer erkrankten Großvater (gespielt von Dieter Hallervorden) wollten an ihrem dritten Wochenende in den Kinos noch einmal 580.000 Zuschauer sehen. Damit hat der Film insgesamt schon 2,6 Millionen Besucher erreicht und Mathias Schweighöfers "Vaterfreuden" als erfolgreichsten 2014 gestarteten deutschen Film bereits überholt, wie der Branchendienst "Blickpunkt:Film" ermittelt hat. Zum gleichen Zeitpunkt seiner Kinolaufzeit hatte Schweigers Hit "Keinohrhasen" 2,2 Millionen Besucher erreicht, während "Kokowääh" mit 2,7 Millionen nach drei Wochenende noch ein bisschen besser dastand.

2. Verlierer der Woche

Dem Duo Schweiger/Hallervorden musste sich auch Liam Neeson mit "96 Hours - Taken 3" geschlagen geben, das als bester Neustart auf starke 390.000 Zuschauer und Platz zwei kam. Auch die Komödie "Let's Be Cops - Die Party Bullen" mit Jake Johnson dürfte mit Platz vier im Rahmen des Erwarteten geblieben sein. Doch dass das Generationendrama "St. Vincent" mit Bill Murray mit 29.000 Zuschauern nur der fünftbeste Neustart der Woche ist, muss als Enttäuschung gelten.

Video

3. Und welcher Film hat eine zweite Chance verdient?

Stärker startete zum Beispiel, etwas überraschend, die schwarze Komödie "Wild Tales - Jeder dreht mal durch" des argentinischen Regisseurs Damián Szifrón. 31.000 Zuschauer haben den Episodenfilm schon gesehen, und das, obwohl er erst in 91 Kinos angelaufen ist. Da wäre noch ein wenig Steigerungspotential für den unterhaltsamen Film aus Südamerika.

feb

Mehr zum Thema
Newsletter
Neu im Kino: Tops und Flops


Forum - Diskutieren Sie über diesen Artikel
insgesamt 3 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
knok 12.01.2015
1. Schweiger und co.
haben nun einmal ein wichtiges und interessantes, sehr aktuelles Thema getroffen, was uns alle betrifft und den nötigen Tiefgang mit dem nötigen Humor verbunden. Ähnliches lässt sich, wenn es um charakterveränderung und psychologische Beobachtungen bezogen auf die leisen Zwischentöne, wenn auch auf ganz anderer Ebene, bei The battle of the five armies beobachten, ein Meisterwerk.
bukketingi 14.01.2015
2. Hallervordens
schauspielerisches Können sei hier besonders erwähnt, trotzdem bleibt beim Rest wie immer bei Deutschen Produktionen die Frage, warum es nicht gelingt, tiefgründigeren Humor darzustellen, die meisten restlichen Akteure vermitteln einmal wieder platten, pubertären Blödelhumor a la Otto, der dem ernsten Thema qualitativ nicht gerecht wird. Schon die Geschichte selbst steht nicht auf eigenen Füßen, da war wohl die über aus gelungene filmische Erzählung von Irgendwie beste Freunde die Vorlage. Auch wenn der Film in den Medien nun so hoch gelobt wird, bleibt der für mich, 90% Deutscher Spielfilme
hermannheester 15.01.2015
3. Ein Schweiger kommt selten allein
Wo ein Schweiger ist, ist auch ein Hallervorden selten weit entfernt. Schwachmaten und Humoropfer natürlich nicht minder.
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2015
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.