Box Office: Til Schweiger bleibt Kassengigant

Kinocharts: Vater, Tochter, Hit Fotos
Warner

Okay, der erste Teil von "Kokowääh" startete deutlich stärker. Aber auch mit Teil zwei seiner Vater-Tochter-Geschichte lässt Til Schweiger die Konkurrenz in den deutschen Kinos weit hinter sich. In den USA gelingt der Komikerin Melissa McCarthy der Beweis, dass sie als Star eine Komödie trägt.

USA

1. Gewinner der Woche

Melissa McCarthy ist die große Gewinnerin der Woche: Bekannt wurde sie als Köchin Sookie bei den "Gilmore Girls", für die TV-Serie "Mike & Molly" gewann sie einen Emmy, in "Bridesmaids" machte sie als Brautjungfer das Kino unsicher. Und nun hat sie mit ihrer ersten Kino-Hauptrolle einen Treffer gelandet: Die Komödie "Identity Thief", in der sie eine Kriminelle gibt, die sich die Kreditkarteninformationen eines von Jason Bateman gespielten Mannes aneignet, startete mit einem starken Kassenumsatz von 36,6 Millionen Dollar in den USA - und ist damit der 2013 angelaufene Film mit dem besten Startwochenende bisher. In Deutschland startet die Komödie am 28. März unter dem Titel "Voll abgezockt".

2. Verlierer der Woche

Steven Soderbergh hat angekündigt, er werde seine Karriere als Regisseur demnächst beenden, oder doch zumindest für länger unterbrechen, und sich der Malerei widmen. "Side Effects", der am Dienstagabend auch bei der Berlinale gezeigt wird, soll wohl der letzte Spielfilm fürs Kino werden, es folgt noch ein Biopic über den Pianisten Liberace für den Pay-TV-Sender HBO. Doch "Side Effects" wäre kein triumphaler Abgang: Trotz starker Besetzung mit Jude Law und Rooney Mara spielte der Psychologen-Thriller 10,02 Millionen Dollar ein - ein etwas enttäuschendes Ergebnis für den Regisseur von Erfolgen wie der"Ocean's"-Trilogie, "Erin Brockovich" oder "Magic Mike".

3. Zahl der Woche

Vor 27 Jahren kam Tony Scotts Fliegerfilm "Top Gun" in die Kinos. Nun erscheint das stilbildende Werk (die Sonnenbrille!) mit Tom Cruise auf Blu-ray - und aus diesem Anlass kehrte es in 300 Kinos zurück. Dort spielte "Top Gun" 1,9 Millionen Dollar ein - Platz elf und der zweitbeste Umsatz-pro-Leinwand-Schnitt der Woche!

Deutschland

1. Gewinner der Woche

Wie zu erwarten war, ist Til Schweiger die neue Nummer eins der deutschen Kinocharts. "Kokowääh 2", in dem Schweiger erneut an der Seite seiner Tochter Emma spielt, sahen 510.000 Zuschauer zwischen Donnerstag und Sonntag. Damit reichte die Fortsetzung zwar bei weitem nicht an den ersten Teil der Patchworkfamilien-Komödie heran, den 837.760 Zuschauer am Startwochenende sahen, doch es ist ein weiterer großer Erfolg des Publikumslieblings, der sich im Vorfeld der Berlinale wieder an den Kritikern abarbeitete, von denen er sich "abgestraft" sieht.

2. Verlierer der Woche

Actionheld Jason Statham ist eigentlich spektakulärere Starts gewohnt als Platz fünf mit 104.000 Besuchern. Doch verglichen mit seinen US-Ergebnissen, wo sein neuester Haudrauffilm "Parker" mit Jennifer Lopez in der weiblichen Hauptrolle beinahe historisch floppte, ist dieses Top-Five-Ergebnis eigentlich gar nicht so übel.

3. Und welcher Film hat eine zweite Chance verdient?

Der schöne kleine Spielfilm "Inuk" über ein Kinderheim im unendlichen Eis Grönlands war nie als Blockbuster angelegt, doch er ist einen zweiten Blick wert.

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insgesamt 19 Beiträge
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1. Schweiger
-murof- 11.02.2013
braucht kein Mensch... Schrecklich...
2. Schauspieler vs. Regisseur
stevenspielberg 11.02.2013
Man sollte Til Schweiger nicht auf seine Fähigkeiten als Schauspieler beschränken, er ist ein deutlich besserer Regisseur. Leider hat er sich nach seinem tollen Regiedebüt „Der Eisbär“, auf Komödien spezialisiert. Allerdings scheint er damit den Nerv des deutschen Kinopublikums zu treffen. Was nicht gerade überrascht, den schon vor Schweiger waren Komödien in Deutschland sehr erfolgreich: Die ersten Filme von Bully Herbig hatten über 11 bzw. 9 Mio. Zuschauer, und der erste Otto-Film ist, wenn man das Ergebnis im gesamten heutigen Bundesgebiet rechnet (8,8 Mio in BRD + 5,7 in DDR), immer noch der erfolgreichste deutsche Film aller Zeit.
3.
-murof- 11.02.2013
Zitat von stevenspielbergMan sollte Til Schweiger nicht auf seine Fähigkeiten als Schauspieler beschränken, er ist ein deutlich besserer Regisseur. Leider hat er sich nach seinem tollen Regiedebüt „Der Eisbär“, auf Komödien spezialisiert. Allerdings scheint er damit den Nerv des deutschen Kinopublikums zu treffen. Was nicht gerade überrascht, den schon vor Schweiger waren Komödien in Deutschland sehr erfolgreich: Die ersten Filme von Bully Herbig hatten über 11 bzw. 9 Mio. Zuschauer, und der erste Otto-Film ist, wenn man das Ergebnis im gesamten heutigen Bundesgebiet rechnet (8,8 Mio in BRD + 5,7 in DDR), immer noch der erfolgreichste deutsche Film aller Zeit.
Tolles Debut? "Der Eisbär" ist einfach grottenschlecht und ein verzweifelter Versuch einen deutschen Tarantino Film zu machen. Die einzig guten Szenen waren die Auftritte von Benno Fürmann und Florian Lukas. Das sind aber auch gute Schauspieler.
4. Der Erfolg eines Til Schweigers...
privado 11.02.2013
Zitat von sysopWarnerOkay, der erste Teil von "Kokowääh" startete deutlich stärker. Aber auch mit Teil zwei seiner Vater-Tochter-Geschichte lässt Til Schweiger die Konkurrenz in den deutschen Kinos weit hinter sich. In den USA gelingt der Komikerin Melissa McCarthy der Beweis, dass sie als Star eine Komödie trägt. http://www.spiegel.de/kultur/kino/kinocharts-kokowaeaeh-2-stark-in-deutschland-identity-chief-in-usa-a-882574.html
...sagt viel über das Niveau seines Publikums aus. Da sind Mario Barth und Cindy aus Marzahn nicht mehr weit. Letztere hat es ja schon in das Flaggschiff des deutschen Unterhaltungsfernsehens geschafft. Deutschland schafft sich ab.
5.
Reverendarium75 11.02.2013
Letztendlich ist das Bashing gegen Hr Schweiger unverdient! Er bedient den Markt mit sicheren Gespür, was die Meute sehen will! Und ein Blick auf die abgeranzte Hartz4 TV Landschaft zeigt, dass das Fernsehprogramm auf ein Publikum abgestimmt ist, dass diese Foren nie lesen wird und will! Und wenn Perle mal ins Kino will, dann um den neuen Schwaigaa zu sehen und kein Arthouse Kino! Und im TV wird auch jede Kuh solange gemolken, bis sie keine Milch mehr gibt!
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