USA
1. Gewinner der Woche
Wenn der Regisseur des Alcatraz-Action-Krachers "The Rock" sich mit dem Schauspieler, der sich als Wrestler "The Rock" nannte, zusammentut, kann das Resultat ja nur eine Nummer eins sein. Jedenfalls ist es in den US-Kinocharts vom Wochenende so gekommen. Im neuesten Film von Michael Bay (der neben "The Rock" auch "Bad Boys - Harte Jungs" und die "Transformers"-Reihe inszenierte) spielt Dwayne Johnson einen der drei Bodybuilder (neben Mark Wahlberg und Anthony Mackie), die einen reichen Geschäftsmann entführen wollen - was schiefgeht.
Rund 20 Millionen Dollar spielte "Pain & Gain" - so heißt das Werk - an seinem Startwochenende an den US-Kinokassen ein. Kein herausragender Wert, aber bei einem Produktionsbudget, das der "Los Angeles Times" zufolge bei vergleichsweise geringen 26 Millionen Dollar lag, ein sehr ansehnliches Ergebnis. Der Spitzenreiter der Vorwoche, der Actionfilm "Oblivion" mit Tom Cruise, musste ein Minus von 53 Prozent hinnehmen und kam mit 17,4 Millionen Dollar noch auf Platz zwei.
2. Verlierer der Woche
Der andere Neustart mit Starbesetzung schnitt erheblich schwächer ab. Robert De Niro, Katherine Heigl, Diane Keaton, Susan Sarandon, Robin Williams - sie alle konnten "The Big Wedding" nicht zu mehr als zum vierten Platz verhelfen. 7,5 Millionen Dollar spielte die Komödie von Regisseur Justin Zackham ein, der die Geschichte des französischen Films "Wie eine richtige Familie" nach Connecticut verlegte.
3. Zahl der Woche
195,3 Millionen Dollar - so viel spielte "Iron Man 3" in den 42 Ländern ein, in denen die Comicverfilmung bereits gestartet ist. Die USA und auch Deutschland kommen erst am kommenden Wochenende hinzu. Diese erste Zahl ist schon sehr eindrucksvoll, vor allem, wenn man bedenkt, dass 2012 "The Avengers" auf 185,1 Millionen kam beim internationalen Vorabstart. Und der Film um die Marvel-Allstars entwickelte sich in der Folge zum drittumsatzstärksten Film der Kinogeschichte.
Deutschland
1. Gewinner der Woche
Im April 2006 hatte zuletzt ein "Scary Movie" in die deutschen Kinos gelockt, es war die vierte Folge in der Reihe gewesen, und mehr als 600.000 Zuschauer wollten sie zum Start sehen. In den sieben Jahren seither sind reichlich Gruselfilme zum Parodieren hinzugekommen, und so schaffte es auch "Scary Movie 5" auf den ersten Platz der deutschen Kinocharts. Mit 251.000 Kinogängern scheint allerdings die Neugier auf die Gruselgags deutlich nachgelassen zu haben.
2. Verlierer der Woche
Wenn es doch die angeblich letzte Gelegenheit ist, einen neuen Film von Steven Soderbergh im Kino zu sehen, dann wäre dem Pharma-Thriller "Side Effects" ein Platz unter den Top Five zu gönnen gewesen. Aber knapp vorbei: 49.000 Zuschauer bedeuten Rang sechs. Das muss besser werden! "Side Effects" wurde in der Kritik vielfach wegen seiner unwahrscheinlichen Wendungen als Mumpitz abgetan - zu Unrecht.
3. Und welcher Film hat eine zweite Chance verdient?
In Belgien war "The Broken Circle" acht Wochen lang unter den fünf meistgesehenen Filmen, doch in Deutschland verpasste die berührende Liebesgeschichteum einen Bluegrass-Musiker und eine Tätowiererin mit 20.000 Zuschauern die Top Ten. Gerecht ist das nicht.
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