Box Office Captain Americas erfolgreiche Rückkehr

"Noah" schlägt sich mit göttlicher Gewalt herum und Captain America aktiviert mal wieder seine Superkräfte. Beide Helden schaffen es in den Kinocharts auf Platz eins. Außerdem: eine singende Eisprinzessin schreibt Filmgeschichte.

Chris Evans als "Captain America" und "Black Widow" Scarlett Johansson: nach 70 Jahren im Eis wieder im Einsatz

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USA

1. Gewinner der Woche

Apokalyptische Düsternis und ein aufgepumpter Russell Crowe im altbekannten "Gladiator"-Look: Die Bibel-Verfilmung "Noah" ist in den USA angelaufen und landet gleich auf Platz eins der Kinocharts. Ein Glück für die Produktionsfirma Paramount, die mit dem 125 Millionen US-Dollar teuren Film ein gewisses Risiko eingegangen war. Denn Hauptdarsteller Russell Crowe gilt nicht unbedingt als Hit-Garant und biblische Geschichten stoßen gern mal auf Gegenwehr. So hatte "Noah" für Aufmerksamkeit gesorgt, weil er in einigen arabischen Ländern verboten wurde. Der Film widerspreche den Lehren des Islam, kritisierten die Zensoren der Länder. Doch den westlichen Zuschauern schien der zweistündige Weltuntergang Spaß zu machen. Der Film von Regisseur Darren Aronofsky spielte an seinem Start-Wochenende 45 Millionen US-Dollar ein.

2. Verlierer der Woche

Der stahlharte Arnold Schwarzenegger legt in den Kinos eine schlappe Performance hin. "Sabotage" ist Schwarzeneggers schlechtester Kinostart seit Jahrzehnten. Mit viel Geballer und wenig Gerede ist "Sabotage" ein typischer Schwarzenegger-Film, nur soll dieser sogar noch ein wenig brutaler als seine Vorgänger sein. In den USA spielte er zum Start nur 5,2 Millionen US-Dollar ein und landete damit auf einem enttäuschenden Platz sieben.

3. Zahl der Woche

1,072 Milliarden US-Dollar. Dieses Einspielergebnis macht den Kinderfilm "Frozen" zu dem bisher erfolgreichsten animierten Film der Kino-Geschichte. So viel spielte das Musical weltweit seit dem Start am 27. November ein. Das Wintermärchen um eine Eiskönigin und ihre Schwester löst damit "Toy Story 3" ab, der seit 2010 mit 1,063 Milliarden US-Dollar bislang als erfolgreichster Animationsfilm galt. Beide Produktionen stammen aus dem Hause Walt Disney.

Deutschland

1. Gewinner der Woche

Die Superhelden-Clique um die "Avengers" verbucht mal wieder ein erfolgreiches Soloprojekt. Dieses Mal ist es Captain America, der für Marvel Enterprises gute Einspielergebnisse erzielt. "The Return of The First Avenger" schauten sich zum Kinostart 230.000 Besucher an. Angesichts der besonderen Umstände ist dies ein gelungener Start. Denn bei dem Frühlingswetter am vergangenen Wochenende gingen insgesamt nur etwa eine Million Zuschauer in die deutschen Kinos und sorgten so für das schlechteste Kino-Wochenende des Jahres. 2012 hatte das gemeinsame Projekt der sechs Superhelden "The Avengers" den erfolgreichsten Kinostart der US-amerikanischen Box-Office-Geschichte hingelegt.

Die Computerspiel-Verfilmung "Need for Speed" liegt mit 100.000 Besuchern auf dem zweiten Platz, weiterhin vor "Non-Stop", der auch an seinem dritten Wochenende gute Ergebnisse erzielte.

2. Verlierer der Woche

Ein reiches Mädchen verliebt sich im Urlaub in einen armen Jungen, es folgen Sonnenuntergänge und Liebesschwüre. Doch der Vater will seine Tochter vor dem Taugenichts schützen und kämpft gegen die junge Liebe. Ja, das hat man alles schon einmal gesehen, inklusive Tanz-Szenen vor dem Kamin und gemeinsamem Planschen im See. Auch den Zuschauern war "Endless Love" dann wohl doch zu platt: Die Teenie-Romanze von Regisseurin Shana Feste belegte mit knapp 30.000 Zuschauern Platz zwölf.

3. Und welcher Film hat eine zweite Chance verdient?

Auch ein Oscar für das beste Original-Drehbuch konnte den Film über eine Liebesromanze zwischen Mensch und Maschine nicht in die Top Ten der deutschen Kinostarts bringen. "Her" sahen sich am Wochenende nur 20.000 Zuschauer an. Damit liegt der Zukunfts-Romanze auf Platz 13 der Kinocharts. Dabei schafft es Regisseur Spike Jonze in "Her", die seltsame Liebe zwischen einer virtueller Computerstimme und einem einsamen Schriftsteller richtig plausibel erscheinen zu lassen. Hauptdarsteller Joaquin Phoenix und Scarlett Johansson verleihen den eigentlich irrsinnigen Gesprächen dafür die nötige Tiefe.

eba/ dpa/ Reuters

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insgesamt 3 Beiträge
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Seite 1
Phil41 31.03.2014
1. optional
ich frag mich immer welche helden in deutschland die filmtitel "übersetzten" wohl besser festlegen. wenn man einen film "the return of the first avenger" nennt kann man doch davon ausgehen dass der normalbüger auch "the winter soldier" versteht. alberner gehts ja kaum...
jseeger1956 31.03.2014
2. Englischer Titel
Ich stimme Ihnen voll und ganz zu (bei der Fortsetzung von Thor genau das selbe). Aber in diesem speziellem Fall ist der Hintergrund anders. Der deutsche Verleih war wohl der Ansicht das der Original Titel "Captain America - The Winter Soldier" das deutsche Puplilum abschreckt (weil wir alle solche USA "Fans" sind). Nur "The Winter Soldier" hätte keiner kapiert, deswegen "Return of the First Avenger" mit Bezug auf die Avengers...
MHo aus W bei A 31.03.2014
3.
Zitat von Phil41ich frag mich immer welche helden in deutschland die filmtitel "übersetzten" wohl besser festlegen. wenn man einen film "the return of the first avenger" nennt kann man doch davon ausgehen dass der normalbüger auch "the winter soldier" versteht. alberner gehts ja kaum...
Stimmt genau, aber eltsamerweise heisst der Film in vielen Länder The return of the first Avenger. Man will wohl die Fans der Avengers ins Kino holen und mit einem Soldier Titel hatte man wohl Angst im Ausland genau so baden zu gehen wie mit dem ersten Teil. Dieser war bisher ausserhalb der USA der schwächste Marvel Film überhaupt. Dabei wäre ein deutscher Titel ala: "Der Soldat der aus der Kälte kam" auch verständlicher gewesen, geht es doch um einen Soldaten aus dem kalten Krieg. Die Ed Brubaker Comics dazu zählen mit zu den besten Cap Geschichten überhaupt.
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