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Kung-Fu-Film "Forbidden Kingdom": Ewige Kindsköpfe

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Schräg, freundlich, kämpferisch: In "The Forbidden Kingdom" treffen die Martial-Arts-Legenden Jackie Chan und Jet Li erstmals in einem Kinofilm aufeinander. Mit erstaunlich unspektakulärem, aber herzerwärmendem Ergebnis.

Lange haben die Fans darauf gewartet, dass die beiden berühmtesten Export-Stars des asiatischen Kampfkunstkinos sich einmal zusammen tun. Gut, dass es endlich passiert ist, denn auch Kinohelden werden nicht jünger. Jet Li wird Ende des Monats 46 Jahre alt, Jackie Chan ist kürzlich sogar 55 geworden - da fällt es nicht mehr ganz so leicht wie früher, während eines doppelten Flugsaltos ein Dutzend Gegner auf möglichst elegante Weise niederzustrecken.

Vom Ruhestand sind die beiden aber noch weit entfernt, und das sieht man ihnen auch in Rob Minkoffs verspieltem Kung-Fu-Film "Forbidden Kingdom" an. Ihre hervorragend choreografierten Martial-Arts-Einlagen sind so flüssig und liebevoll gemacht wie eh und je - wenn auch vielleicht weniger spektakulär als früher.

Unabhängig davon: Ein etwas ambitionierteres erstes gemeinsames Projekt als "Forbidden Kingdom" hätte man den beiden gewünscht, denn der Film ist streckenweise so albern geraten, dass sich schon mancher 16-Jährige zu alt für ihn fühlen dürfte. Mittelpunkt der Geschichte ist der Bostoner Teenager Jason (Michael Angarano), der in seinem chinesischen Lieblingspfandhaus einen mysteriösen Kampfstab entdeckt, den der uralte Ladenbesitzer aber erst herausrücken will, als er wenig später von Jasons Erzfeind Lupo erschossen wird.

Wie sich herausstellt, ist Jason dazu bestimmt, den Kampfstab seinem ursprünglichen Besitzer, einem gewissen Affenkönig, zurückzubringen - weswegen er nach kurzem Handgemenge mit Lupo plötzlich samt Stab in eine ferne asiatische Welt aus anderen Zeiten teleportiert wird, wo der vom bösen Jadekriegsherren versteinerte Affenkönig seit ein paar Jahrhunderten seiner Befreiung harrt. Zu Hilfe kommen ihm dabei der fröhliche Weinfan und Kämpfer Lu Yan (Jackie Chan), eine junge Kriegerin mit dem hübschen Namen Goldener Sperling (Liu Yifei) und ein stiller, aber hilfsbereiter Mönch (Jet Li), die den ungeübten Jason mal eben in die Künste des Kung-Fu einführen.

Aus diversen chinesischen Legenden hat Autor John Fusco sein Drehbuch erklärtermaßen gebastelt, was auch nichts an einer schrägen Ähnlichkeit zu "Der Zauberer von Oz" ändert und auch keine Entschuldigung für den schwülstigen Quatsch ist, den die Figuren manchmal von sich geben müssen. Für einige spaßige Momente sorgt Profi-Clown Jackie Chan, aber spätestens bei der Szene, in der Jet Li ihm ins Gesicht pinkelt (!), vergeht den meisten wohl doch das Lachen.

Sonst bietet "Forbidden Kingdom" freundliche, angenehm brutalitätsfreie Unterhaltung für die jüngere Generation und für das Kind im ein oder anderen Manne. Genre-Fans wird es bei diesem Treffen zweier Giganten sowieso ganz warm ums Herz werden. Vielleicht gibt es ja sogar ein nächstes Mal. Dann aber bitte in einem angemessen gigantischen Umfeld.

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Forum - Diskussion über diesen Artikel
insgesamt 6 Beiträge
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1. super Film
die8lacht 16.04.2009
habe ihn schon vor Monaten im Netz "gefunden" und für sehenswert befunden ! Es lohnt sich, sich diesen Film auch mit den Kleinen im Kino anzusehen !
2. Dragonball
DJ Doena 16.04.2009
Als ich den Artikel las musste ich unweigerlich an Dragonball denken (den Manga, nicht den gerade furchtbar floppenden Realfilm). Denn auch Dragonball basiert auf der chinesischen Legende vom Affenkönig und auch dort ist der Stab ein wesentliches Element. http://de.wikipedia.org/wiki/Dragonball#Erste_Abenteuer http://de.wikipedia.org/wiki/Dragonball#Gegenst.C3.A4nde
3. HdR auf Asiatisch
nukular2 16.04.2009
also der Film ist meiner Ansicht ganz ok. Hatte das Glück ihn letzten So bei einer Sneak Preview(kommt ein zufälliger Film der erst in den nächsten WOchen anläuft) zu sehen. War ganz lustig der Film und hat an einigen Stellen arg an Herr der Ringe erinnert. Weiß nicht ob das bewusst so gemacht wurde^^.
4. HdR auf Asiatisch
nukular2 16.04.2009
also der Film ist meiner Ansicht ganz ok. Hatte das Glück ihn letzten So bei einer Sneak Preview(kommt ein zufälliger Film der erst in den nächsten WOchen anläuft) zu sehen. War ganz lustig der Film und hat an einigen Stellen arg an Herr der Ringe erinnert. Weiß nicht ob das bewusst so gemacht wurde^^.
5. Titel
Quintus, 16.04.2009
Hmm... Hab den Film schon vor fast einem halben Jahr im Flieger gesehen. Manchmal wirklich komisch wie spaet die Filme hier nach Deutschland kommen. Der Film ist wirklich sehr kindisch kein Grund dafuer ins Kino zu gehen.
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"Forbidden Kingdom": Martialisch, aber freundlich


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