Box Office Ganz oben ist es einsam

Harte Männer, weiche Herzen: In den USA spielt sich Mark Wahlberg im Elitesoldatendrama "Lone Survivor" an Platz eins der Kinocharts. In den deutschen Kinos verteidigt "Medicus" Tom Payne seine Spitzenposition.

Mark Wahlberg (2. v. l.): "Lone Survivor" startet auf der Pole-Position
AP /Universal Pictures

Mark Wahlberg (2. v. l.): "Lone Survivor" startet auf der Pole-Position


USA

1. Gewinner der Woche

In "Lone Survivor" von Peter Berg kämpfen Mark Wahlberg, Ben Foster und Taylor Kitsch bei einer Rettungsaktion gegen eine scheinbare Übermacht in Afghanistan. Das Kriegsdrama um US-Elitesoldaten hat Disneys "Eiskönigin" vom Spitzenplatz der nordamerikanischen Kinocharts verdrängt. Nach ersten Schätzungen spielte "Lone Survivor" von Freitag bis Sonntag knapp 39 Millionen Dollar ein und legte damit den zweitbesten Januar-Start aller Zeiten hin.

"Die Eiskönigin - Völlig unverfroren" landete mit Einnahmen von rund 15 Millionen Dollar auf dem zweiten Rang. Die Adaption des Märchens "Die Schneekönigin" von Hans Christian Andersen ist seit acht Wochen in den Kinos, allein in Nordamerika spielte der Film mehr als 317 Millionen Dollar ein. Mit einem weltweiten Einspielergebnis von 700 Millionen Dollar ist "Die Eiskönigin" nach "König der Löwen" der erfolgreichste Trickfilm von Disney.

Den dritten Platz belegt "The Wolf of Wall Street" von Regisseur Martin Scorsese mit Leonardo DiCaprio in der Hauptrolle. Der Film spülte am Wochenende neun Millionen Dollar in die Kinokassen. Insgesamt kommt der Finanzwelt-Film auf 80 Millionen Dollar.

2. Verlierer der Woche

Der Neueinsteiger "The Legend of Hercules" mit "Tarzan"-Darsteller Kellan Lutz in der Hauptrolle schaffte lediglich 8,6 Millionen Dollar in die Kassen. Bei Produktionskosten von 70 Millionen Dollar ein harter Schlag für Regisseur Renny Harlin. Der Film landete auf Platz sechs.

3. Zahl der Woche

Er ist der erfolgreichste Film, der im vergangenen Jahr in den Kinos gestartet ist: "Die Tribute von Panem - Catching Fire " spielte insgesamt 414 Millionen Dollar ein. Der zweite Teil der "Hunger Games" schob sich damit sogar vor "Iron Man 3", der 409 Millionen Dollar umsetzen konnte.

Deutschland

1. Gewinner der Woche

Das Historiendrama "Der Medicus" von Philipp Stölzl steht weiter an der Spitze der deutschen Kinocharts. Die Verfilmung von Noah Gordons Schmöker wollten zwischen Donnerstag und Sonntag laut Media Control rund 374.000 Zuschauer sehen.

"Der Hobbit: Smaugs Einöde" kam laut dem Branchendienst "Blickpunkt:Film" am Wochenende auf 240.000 Zuschauer und einen Umsatz von mehr als 2,6 Millionen Euro. Direkt dahinter schlägt sich weiter wacker die Schulkomödie "Fack Ju Göhte": Knapp 200.000 Besucher und 1,5 Millionen Euro Einspiel.

2. Verlierer der Woche

Es war ein Versuch, den Regisseur Oliver Hirschbiegel da unternommen hat: Er wollte die Geschichte von Englands wohl bekanntester Prinzessin erzählen. Doch in den englischen Medien fiel er mit "Diana" durch. Nun scheiterte er auch an den deutschen Zuschauern. Nur 17.000 Menschen wollten den Film über die "Princess of Wales" sehen.

3. Und welcher Film hat eine zweite Chance verdient?

Mit dem Thriller "Bethlehem" gelingt es dem Israeli Yuval Adler einen Film über den Nahost-Konflikt zu drehen, der eine Haltung hat, aber keine Partei ergreift. Adler erzählt die ergreifende Geschichte eines jungen Palästinensers, der als Geheimdienstinformant zwischen den Fronten aufgerieben wird.

kha/dpa

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