Box Office Super, dieser "Man of Steel"

Das neue Superman-Zeitalter hat zumindest kommerziell erfolgreich begonnen: "Man of Steel", die Neuerfindung des Comic-Helden fürs Kino, stellte in den USA einen Rekord für Juni-Filmstarts auf. Die deutschen Kinocharts warten indes weiter auf einen Retter: Noch hält sich "Hangover 3" an der Spitze.

Warner Bros.

USA

1. Gewinner der Woche

Keine Überraschung: Die neue Nummer eins der US-Kinocharts ist einer der mit größter Spannung erwarteten Filme des Jahres. Unter der Ägide von Christopher Nolan (Produktion) und Zack Snyder (Regie) sollte "Man of Steel" den Superman-Mythos fürs Kino neu erfinden - mit Henry Cavill in der Hauptrolle als härterer und ernsterer Superheld.

Die US-Kinogänger waren überzeugt (oder nur neugierig?) und bescherten "Man of Steel" das erfolgreichste Startwochenende, das je ein im Juni angelaufener Film hatte. 113,1 Millionen Dollar spielte der Film von Freitag bis Sonntag ein, dazu kommen noch 12,0 Millionen Dollar aus Preview-Umsätzen.

Sehr zufrieden kann aber auch das Team um Seth Rogen sein: Mit ihrer Komödie "This Is the End" kommen sie seit dem Start am Mittwoch auf einen Umsatz von 32,8 Millionen Dollar. Der von Rogen und seinem "Superbad"-Kompagnon Evan Goldberg gedrehte Film beobachtet Prominente, wie sie mit der Apokalypse umgehen. Das bedeutet Platz zwei für den mit einem Budget von 30 Millionen Dollar gedrehten Film.

2. Verlierer der Woche

Kräftig abgestürzt ist der Sieger des Vorwochenendes: "The Purge" musste sich nicht nur hinter den beiden Top-Neustarts einordnen, sondern spielte an seinem zweiten Kinowochenende auch weniger ein als die schon länger laufenden "Now You See Me" und "Fast & Furious 6". Doch weil der Schocker nur drei Millionen Dollar in der Herstellung kostete, sind die 8,2 Millionen Dollar und Platz fünf des Wochenendes sowieso nur ein Zubrot für einen Film, der seine Pflicht schon getan hat.

3. Zahl der Woche

Den besten Umsatz-pro-Kino-Schnitt hatte Sofia Coppolas neuestes Werk: Obwohl "The Bling Ring" in nur fünf Kinos anlief, schaffte er es in die Top 20 mit einem Einspielergebnis von 210.000 Dollar. Das sind pro Leinwand 42.000 Dollar. "Man of Steel" spielte im Schnitt pro Leinwand 26.879 Dollar ein.

Deutschland

1. Gewinner der Woche

Das Durchhaltevermögen von "Hangover 3" in den deutschen Kinocharts ist beeindruckend: Zum dritten Mal ist der dritte Teil der Komödie die Nummer eins, diesmal mit noch 253.000 Zuschauern, die trotz des schönen Wetters ins Kino kamen.

Vier Neustarts schafften es in die Top Ten; am stärksten startete der Schnäppchen-Schocker "The Purge - Die Säuberung" auf Platz vier mit 80.000 Besuchern. Stark auch der ernste Indie-Erfolg "The Place Beyond the Pines" mit Ryan Gosling, Bradley Cooper und Eva Mendes auf Platz sechs, den 52.000 Zuschauer sehen wollten.

2. Verlierer der Woche

Sind die Neustarts allesamt Verlierer, weil sie "Hangover 3", "Fast & Furious 6" und "After Earth" nicht vom Treppchen verdrängen konnten? Na ja, das war auch nicht zu erwarten. Etwas mehr versprochen hatte man sich aber nach den Erfolgen in den USA von Gerard Butler als Secret-Service-Mann in dem Terror-im-Weißen-Haus-Actionfilm "Olympus Has Fallen - Die Welt in Gefahr". Er kam mit 45.000 Zuschauern auf Platz sieben.

3. Und welcher Film hat eine zweite Chance verdient?

Eine wunderbare Hommage an die Tontechnikern und an den Italo-Horror der siebziger Jahre: Vielleicht waren beide Themen etwas zu abseitig, um "Berberian Sound Studio" einen Platz unter den ersten 20 zu sichern. Doch auch wer sich damit bisher noch nicht beschäftigt hat, kann diesen nostalgischen Psychothriller genießen.

feb

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