Hollywood Komödien-Regisseurin Nora Ephron ist tot

Sie schrieb die Drehbücher für "Schlaflos in Seattle" und "Harry und Sally" und führte bei vielen romantischen Komödien auch die Regie: Nora Ephron war eine der erfolgreichsten Frauen im US-Filmgeschäft. Nun ist sie im Alter von 71 Jahren an Leukämie gestorben.

Nora Ephron: Gestorben im Alter von 71 Jahren
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Nora Ephron: Gestorben im Alter von 71 Jahren


New York - Sie galt als eine der einflussreichsten Frauen in Hollywood, war als Regisseurin, Produzentin und Drehbuchautorin erfolgreich: Nun ist Nora Ephron im Alter von 71 Jahren gestorben. Das teilten ihr Sohn Jacob Bernstein und ihr Verlag Alfred A. Knopf am Mittwoch mit. Den Angaben zufolge starb Ephron am Dienstag in New York an Leukämie.

Ephrons größte Erfolge waren romantische Komödien wie "Harry und Sally", "e-m@il für Dich" oder "Schlaflos in Seattle". Zuletzt arbeitete sie an dem Film "Lost in Austen" über eine junge Frau in New York, die für die britische Schriftstellerin Jane Austen schwärmt. 2009 brachte sie als Regisseurin und Autorin "Julie & Julia" auf die Leinwand. Darin verkörperte Meryl Streep die amerikanische Starköchin Julia Child. Für die Drehbücher von "Silkwood", "Harry und Sally" und "Schlaflos in Seattle", bei dem sie auch Regie führte, war Ephron für den Oscar nominiert worden.

Vor ihrem Durchbruch in Hollywood arbeitete Ephron in New York als Journalistin. Sie war neun Jahre lang mit dem Autor Dan Greenberg verheiratet, bevor sie in den siebziger Jahren den Watergate-Reporter Carl Bernstein ehelichte. 1983 schrieb Ephron über ihre gescheiterte Beziehung das bitter-witzige Buch "Heartburn" ("Sodbrennen"), das von Regisseur Mike Nichols mit Meryl Streep und Jack Nicholson verfilmt wurde. In dritter Ehe war sie bis zuletzt mit dem Schriftsteller Nicholas Pileggi zusammen.

Vor allem weibliche Hollywood-Stars lobten immer wieder die einfühlsame Art Ephrons bei den Dreharbeiten. Meg Ryan und viele andere sagten, sie würden besonders gerne mit Ephron zusammenarbeiten, weil sie sich von ihr viel besser verstanden fühlten als von männlichen Kollegen.

Schon Ephrons Eltern hatten Drehbücher für Hollywood geschrieben. Größen des amerikanischen Films gingen während ihrer Kindheit im Haus der Familie ein und aus. Als junge Frau zog sie nach New York, um Journalistin zu werden und schrieb unter anderem für das Magazin "Newsweek" und für die "New York Times".

Anmerkung der Redaktion: In einer früheren Version des Artikels hieß es fälschlicherweise, Ephron sei zuerst mit Carl Bernstein und dann mit Dan Greenberg verheiratet gewesen. Wir bitten, diesen Fehler zu entschuldigen.

ulz/seh/dapd/dpa



insgesamt 2 Beiträge
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Seite 1
sinta, 27.06.2012
1.
Schade, sehr sehr schade. Meryl Streep - Itsy Bitsy - Heartburn - YouTube (http://www.youtube.com/watch?v=DCFhCHyK5mQ&feature=related&pxtry=1)
RogerR. 27.06.2012
2. mein Nachruf auf
Nie wurde ich in einem Kino mehr gequält als bei "email für dich". Gräßlicher Schwachsinn, dieser Film!
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