Oscar-Kandidat "Citizenfour" Zwischen NSA und Hollywood

Die Edward-Snowden-Dokumentation "Citizenfour" ist für einen Oscar nominiert. Dazu hat sich die öffentlichkeitsscheue Filmemacherin Laura Poitras nach Hollywood gewagt - in eine Welt, die ihr fremd ist.

Aus Los Angeles berichtet

SPIEGEL ONLINE

Entschlossen durchquert Laura Poitras die Lounge des Hotels. Sie wählt einen Tisch am Rand. Nicht zu exponiert, nicht zu versteckt. Wie Poitras' Leben gerade. "Es ist zu früh, wirklich zu verstehen, was passiert ist", sagt sie. "Dazu muss ich mich erst mal zurückziehen."

Das wird aber wohl noch etwas dauern. Denn Poitras' Dokumentarfilm "Citizenfour" über den NSA-Whistleblower Edward Snowden, der so ziemlich alle Preise abgeräumt hat, ist nun für den höchsten nominiert: den Oscar. Die 51-jährige US-Filmemacherin kennt diesen Zirkus. 2006 war ihre kriegskritische Dokumentation "My Country, My Country" für den Oscar nominiert. Doch diesmal, findet sie, sei das alles "ein schizophrenes Erlebnis".

Auf der einen Seite das schrille Getue um Glamour und Gossip; auf der anderen die düstere Thematik von "Citizenfour", die manche von Poitras' Mitstreitern bis heute an der Einreise in die USA hindert. So kann Internetaktivist Jacob Applebaum, der wie Poitras im Berliner Exil lebt, nicht zu den Oscars kommen.

Der Verlust der Privatsphäre

Auch Poitras wagte die Heimkehr lange nicht. Bereits vor "Citizenfour" hatten US-Grenzbeamte sie mindestens 40-mal festgesetzt. Nach jener denkwürdigen Woche im Juni 2013, die sie mit Snowden und dem "Guardian"-Reporter Glenn Greenwald in einem Hongkonger Hotelzimmer verbrachte, rieten ihr die Anwälte von US-Trips ab.

Dann kamen die ersten Preise. Sie traute sich wieder, meist in Begleitung Greenwalds. "Citizenfour" wurde zum Politikum, Poitras prominent. Plötzlich gab es keine Probleme mehr am Flughafen. Heute bewegt sich Poitras zwischen den Welten: "Citizenfour" beklagt den Verlust der Privatsphäre; Hollywood lebt davon.

In der Hotellobby grüßen sie Poitras. Trotzdem ist sie weiter unter falschem Namen angemeldet. Eine alte Gewohnheit. Poitras, die ungern über sich selbst spricht und lange nur über verschlüsselte E-Mails kommunizierte, erträgt das Rampenlicht mit erstaunlichem Gleichmut.

So steht sie da, im Foyer des Samuel Goldwyn Theaters, des Hauskinos der Academy of Motion Picture Arts and Sciences. Die Oscar-Behörde hat zum Stehempfang geladen, um die Dokumentarfilmer zu ehren. Poitras, ganz in Schwarz, macht Smalltalk und scherzt mit dem ebenfalls nominierten Wim Wenders. "Wir wohnen in Berlin ein paar Straßen voneinander entfernt", sagt Poitras. "Aber erst hier haben wir uns kennengelernt."

Die Tragik des Mannes, der sich opferte

Im Gespräch ist Poitras weniger politisch, als es der Rummel erwarten lässt. Sicher, sie beklagt den grenzenlosen "Hunger" der Spitzelbehörden und ihre Enttäuschung über Barack Obama, der die Übergriffe seines Vorgängers George W. Bush institutionalisiert habe. Aber sie sagt: "Ich mache keine Filme, um eine politische Botschaft unter die Leute zu bringen." "Citizenfour" interessiere sich in erster Linie für die menschlichen Konsequenzen des NSA-Skandals - für die Tragik eines Mannes, der sich einer größeren Sache opferte.

Poitras selbst wollte dabei nie zum Mittelpunkt werden, sagt sie: "Ich schloss die Türen." Die Isolation ist vorbei - das Exil auch? "Ich hatte Heimweh", gesteht Poitras. Lange hat sie in New York gelebt, bevor sie in Berlin Zuflucht vor dem US-Abhörstaat suchte. "Ich bin zerrissen zwischen beiden Orten."

Snowden schaut die Oscars von Moskau aus

Ihr nächstes Projekt wird sie jedenfalls wieder herbringen. Das New Yorker Whitney Museum hat Poitras mit einer Installation beauftragt. Sie kann es kaum erwarten. Kunst, sagt sie, sei "wie eine Liebesgeschichte".

Doch zunächst: die Oscars. Poitras hat sich vorgenommen, die Show zu genießen und mit Freunden zu feiern. Glenn Greenwald wird auch kommen, mit seinem Partner David Miranda. Edward Snowden wird wahrscheinlich von Moskau aus zuschauen: "Er hat ja Internet."

Nach der Oscarverleihung will Poitras erst mal abschalten, nachdenken, alles verarbeiten. "Wenn das hier zu Ende ist, wird es auf meinem Handy nur eine Nachricht geben: 'Bis auf Weiteres nicht zu erreichen.'"

Offenlegung: Laura Poitras hat für SPIEGEL und SPIEGEL ONLINE an der Berichterstattung über die NSA und die Snowden-Dokumente mitgearbeitet.

Die wichtigsten Oscar-Filme:

Birdman

Ein Vogel? Ein Flugzeug? Ein Hampelmann!

Michael Keaton spielte einst Batman, dann geriet er ins Karriereabseits. In "Birdman" gibt er quasi sich selbst - einen Ex-Blockbuster-Helden, der es noch einmal wissen will. Eine virtuos gefilmte Showbiz-Satire - und der Favorit bei den Oscars. Alejandro González Iñárritus Film geht mit neun Nominierungen ins Rennen – unter anderem für die wichtigsten Kategorien wie "Bester Film", "Beste Regie", "Bester Hauptdarsteller" und "Bestes Originaldrehbuch".

Lesen Sie in unserer Kritik, wieso Hollywood "Birdman" liebt.

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Grand Budapest Hotel

So ein schöner Schwindler

Bill Murray hält "Grand Budapest Hotel" für den bisher besten Film von Wes Anderson. Er hat Recht: Die Historienfarce verbindet charmante Charaktere und bezaubernde Kulissen mit politischem Feingefühl. Andersons achter Langfilm ist – wie Iñárritus "Birdman" – für neun Oscars nominiert: Nicht nur für den besten Film und die beste Regie, sondern auch für das beste Szenenbild oder die beste Filmmusik.

Lesen Sie in unserer Kritik, wieso sich "Grand Budapest Hotel" nicht in Andersons Reihe kindlich-verspielter Unschuldsdarstellungen einreiht.

The Imitation Game

Hat der Mann nicht schon genug gelitten?

Der tolle Benedict Cumberbatch in der Hauptrolle, acht Nominierungen: Das Biopic "The Imitation Game" um den genialen Codeknacker Alan Turing, der als Homosexueller verfolgt wurde, ist perfekte Oscar-Ware und macht "Birdman" und "Grand Budapest Hotel" Konkurrenz in den Königsdisziplinen "Bester Film" und "Beste Regie". Und Keira Knightley ist für ihre Darstellung einer emanzipierten Mathematikerin als beste Nebendarstellerin nominiert.

Lesen Sie in unserer Kritik, inwiefern "The Imitation Game" fahrlässig mit Details aus dem Leben Turings umgeht.

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Lesen Sie in unserem Erfahren Sie im SPIEGEL ONLINE-Interview mit Keira Knightley, wieso sie ihren Schulabschluss für eine Karriere als Schauspielerin sausen ließ.

American Sniper

Scharfschütze im Kreuzfeuer

"American Sniper" spaltet Amerika. Der Film verklärt den US-Scharfschützen Chris Kyle zum heroischen Kreuzzug-Killer - und löst einen neuen Kulturkrieg aus. Trotz allem Trubel ist Clint Eastwoods Kinohit für sechs Oscars nominiert, unter anderem in den Kategorien "Bester Film", "Bestes adaptiertes Drehbuch" und "Bester Hauptdarsteller" - für Bradley Cooper in seiner Rolle als Scharfschütze.

Lesen Sie in unserer Analyse, wie "American Sniper" sich zwischen Kriegs- und Antikriegsfilm bewegt.

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Boyhood

Drei Stunden Glück. Pures Glück

Freuen Sie sich auf jede einzelne Minute von "Boyhood". Der Film über einen Jungen, der zum Mann heranwächst, fängt das Leben so einfühlsam und wahrhaftig ein, wie es nur sehr selten im Kino zu sehen ist. "Boyhood" ist für sechs Oscars nominiert: Vielleicht gewinnt ja Richard Linklaters über zwölf Jahre gewachsenes Werk in den Kategorien "Bester Film" oder "Beste Regie"? Dass Patricia Arquette den Oscar für die beste Nebendarstellerin einheimst, gilt als sehr wahrscheinlich.

Lesen Sie in unserer Kritik, weshalb "Boyhood" weit mehr ist als eine Geschichte über das Erwachsenwerden.

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Lesen Sie in unserem Interview mit Patricia Arquette, wie sich ihr Leben während der langjährigen Drehphase verändert hat.

Die Entdeckung der Unendlichkeit

"Die richtige Frau zur richtigen Zeit"

Das Biopic "Die Entdeckung der Unendlichkeit" erzählt die Liebesgeschichte zwischen Stephen Hawking und seiner ersten Frau Jane, ohne die es der Wissenschaftler wohl nie zu Weltruhm gebracht hätte. Eddie Redmayne brilliert in der Rolle des genialen Physikers - und wurde dafür prompt für den Oscar als bester Hauptdarsteller nominiert. Zudem könnte James Marsh‘ Film auch in den Kategorien "Bester Film", "Beste Hauptdarstellerin", "Bestes adaptiertes Drehbuch" oder "Beste Filmmusik" gewinnen.

Lesen Sie in unserer Kritik, wie Redmayne mit einem Schauspiel der minimalen Gesten überzeugen kann.

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Foxcatcher

Von Männern und Mördern

Die wahre Geschichte eines Millionärs, der sich zum Mäzen des US-Ringer-Teams aufschwingt und dann einen Schützling tötet: "Foxcatcher" ist eine Mischung aus Sportlerdrama, Psychogramm und Satire - mit herausragenden Darstellern. Zwei davon könnten den Oscar gewinnen: Hauptdarsteller Steve Carell und Nebendarsteller Mark Ruffalo. Bennett Millers Film ist insgesamt für fünf Oscars nominiert – darunter "Beste Regie", für die Miller schon einmal nominiert war, aber leer ausging.

Lesen Sie in unserer Kritik, wie in "Foxcatcher" zwei in ihrem Selbstbewusstsein erschütterte Männer aufeinander treffen.

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Lesen Sie in unserem Interview mit Bennett Miller, wie er auf den Stoff für seinen Film stieß.

Interstellar

Willkommen im Wurmloch

Wohin geht der Mensch, wenn die Erde stirbt? Christopher Nolan beantwortet die Frage in seinem Sci-Fi-Epos "Interstellar" mit Quantenphysik und Weltraum-Action - der Plot bleibt bei der Reise leider auf der Strecke. Dennoch ist der Film für fünf Oscars nominiert, allerdings eher in technischen Kategorien wie "Beste visuelle Effekte" oder "Bester Tonschnitt".

Lesen Sie in unserer Kritik, wie Nolan in "Interstellar" Ungereimtheiten mit Action übertüncht.

Whiplash

Bluten für den perfekten Beat

Trommeln, bis die Haut in Fetzen von den Händen hängt: Im Musiker-Thriller "Whiplash" drillt ein unbarmherziger Schlagzeug-Lehrer seine Schüler wie Marines im Bootcamp. Eine Leistung mit zwiespältiger Botschaft, die Damien Chazelles Film fünf Oscar-Nominierungen eingeheimst hat – in den Kategorien "Bester Film", "Bester Nebendarsteller", Bestes adaptiertes Drehbuch", "Bester Schnitt" und "Bester Ton".

Lesen Sie in unserer Kritik, wie es "Whiplash" schafft, den Zuschauer in sein sinisteres Spiel zu verwickeln.

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Mr. Turner – Meister des Lichts

Ein grober Klotz mit zartem Strich

Explosionen, Brände, Schiffbrüche: So dramatisch waren oft die Szenen, die William Turner malte. In seinem Biopic zeigt der Regisseur Mike Leigh die animalischen Züge des Briten, zeichnet aber auch ein feinfühliges Künstlerporträt. Nominiert ist Leighs Film für vier Oscars - in den Kategorien Kamera, Szenenbild, Kostümdesign und Filmmusik.

Lesen Sie in unserer Kritik, wie es der Schauspieler Timothy Spall schafft, den britischen Maler brillant brachial zu mimen.

Into the Woods

Meryl Streep, du große Hexe

In "Into the Woods" werden bekannte Märchen neu interpretiert: Der böse Wolf ist lüsterner, die Prinzen alberner als im Original. Glänzend aufgelegte Stars wie Meryl Streep und Johnny Depp machen das Film-Musical zum Genuss. Das könnte mit drei Oscars prämiert werden - für Meryl Streep als beste Nebendarstellerin, für das beste Szenenbild oder das beste Kostümdesign.

Lesen Sie in unserer Kritik, wieso "Into the Woods" nach zwei Dritteln dramaturgisch ein wenig ins Straucheln gerät.

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Unbroken

Erlöse uns von seinem Leiden!

Die Geschichte des Olympia-Läufers und Kriegsveteranen Louis Zamperini ist wie geschaffen fürs Kino. Trotzdem gelingt Angelina Jolie mit ihrem Biopic "Unbroken" kein packender Film. Der Zuschauer muss lange, lange leiden. Dennoch ist er drei Mal nominiert - in den Kategorien "Beste Kamera", "Bester Ton" und "Bester Tonschnitt".

Lesen Sie in unserer Kritik, wieso es Jolie mit ihrer zweiten Regiearbeit nicht gelungen ist, einen in sich schlüssigen, berührenden Film zu schaffen.

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Der große Trip – Wild

Übertriff deinen Mut

In "Der große Trip - Wild" begibt sich Reese Witherspoon auf eine monatelange Wandertour, um Trauer, Drogenprobleme und Scheidung zu überwinden. Kein Erbauungskino, sondern Porträt einer Frau, die ebenso wild im Denken wie im Leben ist. Vielleicht bekommt Witherspoon für ihre Darstellung ja den Oscar – sie ist nominiert als beste Hauptdarstellerin. Ihre Kollegin Laura Dern ist zudem als beste Nebendarstellerin nominiert.

Lesen Sie in unserer Kritik über den Film, der zu einem ganz anderen Ende führt, als man es von der Geschichte einer Selbstfindung erwarten würde.

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Guardians of the Galaxy

Fünfer-Bande mit Soul

Killer-Amazone, genetisch gepimpter Waschbär, sprechender Baum: Hier kommt die Underdog-Variante der Avengers. In "Guardians of the Galaxy" führt Comedy-Star Chris Pratt eine wilde Truppe von Außenseitern an - charmantes Superhelden-Kino, das zwei Oscars abstauben könnte: In den zu einer Comicverfilmung passenden Kategorien "Beste visuelle Effekte" und "Bestes Make-Up".

Lesen Sie in unserer Kritik, wie es in James Gunns Inszenierung an allen Ecken farbenfroh knallt.

Ida

Der beiläufige Oscar-Favorit

Über 50 Filmpreise und zwei Oscar-Nominierungen: Das polnische Drama "Ida" hat Publikum und Kritiker weltweit begeistert. In Deutschland ist der minimalistische Film über Identität, Schuld und Antisemitismus untergegangen. Höchste Zeit, ihn neu zu entdecken. Pawel Pawlikowskis Werk könnte die Oscars für den besten fremdsprachigen Film und die beste Kamera gewinnen.

Lesen Sie in unserer Kritik, inwiefern "Ida" ein stiller, aber kein ruhiger Film ist.

Inherent Vice – Natürliche Mängel

Sünde, überall nur Sünde

"Inherent Vice" von Paul Thomas Anderson ist ein grandioser Spaß. Joaquin Phoenix als kiffender Privatdetektiv führt in ein Kalifornien der Sechziger, wie es grotesker, psychedelischer und sexier nie zu sehen war. Der Film ist für zwei Oscars nominiert: "Bestes Kostümdesign" und "Bestes adaptiertes Drehbuch".

Lesen Sie in unserer Kritik, wie Joaquin Phoenix es schafft, Slapstick und Horror, Liebesschmerz und Haschisch-High in seinem Gesicht zu spiegeln.

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Citizenfour

Der Mann hinter der Maske

Wer ist Edward Snowden? Mit ihrer Doku "Citizenfour" will Filmemacherin Laura Poitras dem NSA-Whistleblower näher rücken. Da sie aber selbst an den Enthüllungen beteiligt war, bleibt das an sich packende Porträt unvollständig. Dennoch könnte "Citizenfour" dieses Jahr den Oscar für den besten Dokumentarfilm gewinnen.

Lesen Sie in unserer Kritik, wieso der Whistleblower Snowden auch nach Poitras‘ Film noch ein Enigma bleibt.

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Selma

Das amerikanische Versprechen

Das Filmdrama "Selma" zeigt Martin Luther King Jr. auf der Höhe seiner Macht - und wie er sie nutzt, um die Gleichberechtigung von Schwarzen voranzutreiben. Eine brillante Studie über Politik, die eine wichtige Diskussion angestoßen hat. Und für zwei Oscars nominiert ist: Als "Bester Film" und in der Kategorie "Bester Song" – für das soulige Rapstück "Glory".

Lesen Sie in unserer Kritik, wie "Selma" den Zuschauer eindrucksvoll das Entstehen einer neuen medialen Öffentlichkeit nachvollziehen lässt.

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Timbuktu

Die Schrecken der Scharia

Die Islamisten kämpften gegen Musik und Fußball, führten Zwangsehe und Ganzkörperschleier ein: Nach wahren Begebenheiten erzählt der Film "Timbuktu", wie der Terror in die Wüstenstadt kam. Dafür könnte der mauretanische Regisseur Abderrahmane Sissako den Oscar für den besten fremdsprachigen Film bekommen.

Lesen Sie in unserer Kritik, auf welchen wahren Begebenheiten "Timbuktu" beruht.

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Wild Tales

Jetzt reicht’s aber endgültig!

Der argentinische Episodenfilm "Wild Tales" zeigt Menschen, die sich nichts mehr gefallen lassen wollen - und dafür auch drastische Konsequenzen in Kauf nehmen. Klingt schlimm, ist aber sehr unterhaltsam. Und könnte dem argentinischen Regisseur Damián Szifrón einen Oscar für den besten fremdsprachigen Film bescheren.

Lesen Sie in unserer Kritik, wie Szifrón Schrecken mit Humor verbindet.

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insgesamt 6 Beiträge
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Seite 1
Hochbeet 21.02.2015
1. Respekt
vor dem Mut dieser Frau. Deutsche Journalisten sollten sich davon eine Scheibe abschneiden.
medienskeptiker 21.02.2015
2. sehr mutige und phaszinierende Person
ich hab den Film gesehen- beklemmend und beeindruckend.Schade,dass es im Metier des Journalismus kaum noch Menschen mit Mut,Verantwortungsbewusstsein und Charakter gibt....nur noch . Auftragsarbeit,Schlamperei,Karrieredenken,Unredlichkeit.
rainer_d 21.02.2015
3. Ein schöner Film
Ruhig, aber doch spannend. Trotzdem nicht gehetzt wirkend. Nachdenklich, aber nicht depressiv. Ein sehr untypischer Hollywood-Film eigentlich. Trotzdem ein bisschen mit Happy-End. Wenn der Film gewinnt - es wäre ein verdienter Oscar. Ich wünsche Ihr und Ihren Mitstreitern alles Gute für die Zukunft.
kupidon 21.02.2015
4. Alles Gute
Nachdem die Politik das Thema mit allen Mitteln versucht unter den Teppich zu kehren, wäre es ein Hoffnungsschimmer, dass diese Bedrohung aller Demokratien durch die Kunst ihren Weg in die Köpfe und Herzen der Menschen findet.
Freidenker10 21.02.2015
5.
Ich denke der US Journalismus wurde mittlerweile erfolgreich eingeschüchtert. Die wissen, dass eine sichere Kommunikation mit Whistleblowern nicht mehr möglich ist. Zudem wurden sie scheinbar auch erfolgreich umgepolt, denn wer Verrat veröffentlicht ist selbst ein Verräter... Zudem scheint, zumindest in Deutschland, die Presse erheblich an Macht eingebüßt zu haben, denn ausser einen Bundespräsidenten wegen eines Bobbycars zu stürzen, sind doch alle Skandale ( die Snowden aufgedeckt hat ) im Sande verlaufen... Muss man sich mal vorstellen: Nixon musste wegen Mitwisserschaft an einem ( physischen/analogen ) Einbruch zurückgetreten und heute ist der ( digitale ) Einbruch völlig normal... Im grunde können nur noch Menschen die auf die Straße gehen etwas bewirken, aber dazu sind die meisten heute doch einfach zu faul!
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