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Oscar-Liveblog: Christoph Waltz und "The Hurt Locker" räumen ab

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And the winner is: Christoph Waltz. Der Österreicher wurde bei der 82. Oscar-Verleihung als bester Nebendarsteller ausgezeichnet. Das große Duell zwischen "Avatar" und "The Hurt Locker" ging eindeutig zugunsten von Kathryn Bigelows Kriegsdrama aus. Michael Hanekes "Das weiße Band" bekam keine Trophäe.

[6.11] Vielen Dank und Goodbye!

Das war der SPIEGEL-ONLINE-Liveblog von den 82. Academy Awards. Wir bedanken uns bei den vielen tausend Lesern, die uns sogar mitten in der Nacht die Stange gehalten haben. Bis nächstes Jahr! (bor/tdo)

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Das Oscar-Schaulaufen: Geht's noch schöner?

[6.01] Jubel...

...brach nicht nur in der SPIEGEL-ONLINE-Redaktion aus (so viel Parteilichkeit muss erlaubt sein), sondern auch unter den Journalisten in Los Angeles: Kathryn Bigelow! Kollege Pitzke berichtet: Vor allem die Kolleginnen freuten sich sehr lautstark. (tdo)

[5.59] "Hurt Locker" ist bester Film!

Ja, James Cameron ärgert sich jetzt definitiv: Seine Ex-Frau Kathryn Bigelow gewinnt nicht nur den Regie-Oscar, sondern als Produzentin auch noch den Oscar für den besten Film! "The Hurt Locker", das spannende und bewegende Drama über einen Bombenentschärfer im Irak-Krieg, ist der große Gewinner der 82. Oscar-Verleihung. "Avatar" mag der erfolgreichste Film aller Zeiten sein, aber die Academy hat sich gegen die virtuellen Welten und für die harte Realität des Krieges entschieden. Gut so. (bor)

Die Oscar-Gewinner 2010
Bester Film "The Hurt Locker" (Produktion Kathryn Bigelow, Mark Boal, Nicolas Chartier, Greg Shapiro)
Hauptdarstellerin Sandra Bullock, "The Blind Side"
Hauptdarsteller Jeff Bridges, "Crazy Heart"
Nebendarstellerin Mo'Nique, "Precious"
Nebendarsteller Christoph Waltz, "Inglourious Basterds"
Regie Kathryn Bigelow, "The Hurt Locker"
Nicht-englischsprachiger Film "El Secreto de Sus Ojos", Argentinien
Adaptiertes Drehbuch Geoffrey Fletcher, "Precious" nach dem Roman "Push" von Sapphire
Original-Drehbuch Mark Boal, "The Hurt Locker"
Kamera Mauro Fiore, "Avatar"
Schnitt Bob Murawski und Chris Innis, "The Hurt Locker"
Ausstattung Rick Carter, Robert Stromberg und Kim Sinclair, "Avatar"
Kostümdesign Sandy Powell, "The Young Victoria"
Ton Paul N.J. Ottosson und Ray Beckett, "The Hurt Locker"
Ton-Schnitt Paul N.J. Ottosson, "The Hurt Locker"
Maske Barney Burman, Mindy Hall und Joel Harlow, "Star Trek"
Spezial-Effekte Joe Letteri, Stephen Rosenbaum und Andrew R. Jones, "Avatar"
Original-Filmmusik Michael Giacchino, "Up"
Original-Song Ryan Bingham und T Bone Burnett, "The Weary Kind" aus "Crazy Heart"
Kurzfilm Joachim Back und Tivi Magnusson, "The New Tenants"
Animationsfilm Pete Docter, "Up"
Animations-Kurzfilm Nicolas Schmerkin, "Logorama"
Dokumentarfilm Louis Psihoyos und Fisher Stevens, "The Cove"
Kurz-Dokumentarfilm Roger Ross Williams und Elinor Burkett, "Music by Prudence"

[5.55] Regie-Oscar für Kathryn Bigelow

Zum ersten Mal in der Geschichte der Academy Awards gewinnt eine Frau den Oscar für die beste Regie: Kathryn Bigelow für "The Hurt Locker". "The Moment of a lifetime", sagt sie, sichtlich aufgeregt. In der Tat. Vor ihr waren erst drei Frauen für den wichtigen Preis nominiert, Sofia Coppola, Jane Campion und Lina Wertmüller. Ob James Cameron sich jetzt ärgert? (bor)

[5.54] It's Soccer-Mum!

Oder präziser: It's Football-Mum! Sandra Bullock trat ja in ihrer Kategorie unter anderem gegen Gabby Sidibe aus "Precious" an, ein düsteres (aber auch hoffnungsvolles) Sozialdrama aus der amerikanischen Unterschicht. Viele konservative US-Kommentatoren fanden dagegen mehr Gefallen an Bullocks Sportler-Mutter-Drama "Blind Side": Die Geschichte einer weißen Mittelschichtsmutti, die sich eines schwarzen Sportlers annimmt und ihn mit Energie zu einem erfolgreichen Mitglied der Gesellschaft macht, entspricht ihrer Version des amerikanischen Traums. Nicht wenige zogen auch eine Verbindung von Bullock zu Soccer-Mum Sarah Palin. Vielleicht muss man vor diesem Hintergrund auch verstehen, wenn Bullock in ihrer tränenreichen Dankesrede betonte: Rassenzugehörigkeit ist egal, genau wie Religion, und auch Klassengrenzen. (tdo)

[5.47] Sandra im Glück

Der Oscar für die beste Hauptdarstellerin geht tatsächlich an Sandra Bullock, die in dem Sportler-Drama "The Blind Side" ihre erste echte Charakterrolle spielt. Sie war zwar Favoritin, aber hätte man das wirklich gedacht? Meryl Streep wird's hoffentlich gelassen nehmen. Sie hat ja schon zwei Oscars... und 16 Nominierungen. Kommen sicher noch einige dazu. (bor)

[5.47] Sean Penn

Ah, keine Oscar-Verleihung ohne Sean Penn. Wo ist eigentlich Jack Nicholson? (bor)

[5.44] Helen Mirren…

…ist einfach großartig. Die Frau, man darf das sagen, ist ja nun wirklich kein Backfisch mehr. Und trotzdem sind ihr lobende Worte offenbar peinlich, sie sieht aus, als würde sie gleich rot werden. Selbst wenn es nur geschauspielert war: seufz. (tdo)

[5.32] Jeff gewinnt!

Favorit Jeff Bridges gewinnt tatsächlich den Oscar als bester Hauptdarsteller für seine Rolle als versoffenes Country-Wrack Bad Blake in "Crazy Heart". Yeah! Der Mann ist richtig ausgelassen und lässt ein entzückendes, glockenhelles Lachen los. Hätte man ihm gar nicht zugetraut, dem Dude. Viermal war er schon nominiert in seiner über 40-jährigen Karriere. Jetzt hat's endlich geklappt. Glückwunsch! (bor)

[5.27] Foxy Clooney

Vera Farmiga ("Up In The Air") schwärmt in ihrer Laudatio von Filmpartner George Clooney: "Mr. Foxy Fox". Uh, das knistert aber. Sehr charmant. Clooney ist sichtlich erleichtert. Endlich macht mal jemand keinen Witz über ihn an diesem Abend. (bor)

[5.24] Oscar for Sale

Vom Kollegen Pitzke: Michael Giacchino, ausgezeichnet für die beste Filmmusik, steckt offenbar in Geldnöten. Im Presseraum versucht er seinen Oscar zu versteigern: "Ein Oscar zu ersteigern! Höre ich 50 Dollar?" (tdo)

[5.24] Was soll's, Michi?

Der "Brachialfreudianer Haneke" (SPIEGEL-Kollege Wolfgang Höbel) sagte vor der Zeremonie sinngemäß: In Cannes die Goldene Palme zu gewinnen, sei ja nun wirklich eine künstlerisch wertvolle Auszeichnung gewesen. Ein Oscar dagegen? Wäre vor allem gut für die PR. Keinen Oscar bekommen zu haben, wird ihn also nicht groß stören. Wenn er denn ehrlich war. (tdo)

[5.12] Kein Glück für Michael Haneke

Ausgerechnet der krasseste Außenseiter gewinnt den Oscar für den besten fremdsprachigen Film: "The Secret in Their Eyes (El Secreto de Sus Ojos)" aus Argentinien. Der allseits favorisierte Österreicher Michael Haneke ging mit "Das weiße Band" leider leer aus. Ebenso wie das hervorragende französische Gefängnisdrama "Un Prophète". Tja, die Wege der Academy sind manchmal verschlungen und führen in die Irre... (bor)

[5.12] Doch…

…sind wir wohl. Go, Bigelow, go! (tdo)

[5.07] "Hurt Locker" schneidet gut ab

Und noch ein Oscar für "The Hurt Locker" - für den besten Filmschnitt. Kathryn liegt wieder vorne. Nein, wir sind nicht parteiisch. Wirklich nicht. (bor)

[5.04] D elfin-Doku gewinnt

Der Oscar für die beste Dokumentation geht an "The Cove" von Louie Psihoyos und Fisher Stevens, einem spannenden Film über das bisher geheim gehaltene, illegale Delfin-Schlachten im japanischen Taji. (bor)

[5.01] Ganz geht leer aus!

Auch andernorts vergab man an diesem Wochenende wichtige Filmpreise: Aus Luzern war zu erfahren, dass die Filmemacherin Séverine Cornamusaz für ihr Bauerndrama "Coeur animal" den diesjährigen Schweizer Filmpreis erhalten hat. Der Hitler und Herold Bruno Ganz ging dagegen leer aus: Christoph Schaubs Komödie "Giulias Verschwinden" bekam gar keine Auszeichnung. Dabei galt der erfolgreichste Film des Jahres 2009 in den Schweizer Kinos mit fünf Nominierungen als Favorit. Guck mal einer an! (tdo)

[4.55] Visual Effects...raten Sie mal!

Der Spezialeffekte-Oscar geht natürlich an das Team von "Avatar". Das heißt, "Avatar" und "The Hurt Locker" liegen jetzt gleichauf mit je drei Preisen. Bleibt spannend. (bor)

[4.52] Music-Oscar für "Up"

Da nützen auch die esoterischsten Indianertänze nichts: Der Oscar für den besten Original-Score geht nicht an "Avatar", sondern an "Up". Die Musik komponierte Michael Giacchino. (bor)

[4.49] Tanz den Bombenentschärfer!

"Hurt Locker" als Tanzperformance? Das ist wirklich mal lustig. Aber wahrscheinlich nicht so gemeint... (bor)

[4.48] Mo'nique backstage

Kollege Pitzke aus Los Angeles: Die frisch gekürte Mo'nique kommt unter großem Jubel in den Presseraum und übernimmt - ganz aufgeräumt - erst mal den gesamten Laden. Nicht die Reporter machen sich an sie ran, sondern sie sucht sich die Reporter aus, die sie kennt, nennt sie zum Beispiel: "Sugar", "Honey" und "Brother". Auf die Frage, ob sie sich immer noch als Stand-up-Comedienne fühle, antwortet sie: "Ja. Aber mit Oscar." Und lacht. (tdo)

[4.41] Trauerarbeit

Der Singer/Songwriter James Taylor zupft ein Liedchen zu Ehren der im vergangenen Jahr Verstorbenen; darunter der Produzent Daniel Melnick, der Regisseur Howard Zieff, der Drehbuchautor Budd Schulberg, der Schauspieler David Carradine ("Kill Bill") und - natürlich - Karl "Knautschnase" Malden. Schnief. Aber wo war eigentlich Farrah Fawcett? (tdo)

[4.35] "Avatar" gewinnt Kamera-Oscar

Mauro Fiore gewinnt den Oscar für die beste Cinematografie - die 3-D-Welten von "Avatar" entstanden immerhin mit einer über Jahre hinweg extra entwickelten "virtuellen Kamera". Schon verdient, der Preis. Aber Christian Bergers Schwarzweißbilder für "Das weiße Band" waren irgendwie doch kunstvoller. (bor)

[4.30] Zwischenstand

James Camerons blaue Indianer vs. Kathryn Bigelows Bombenentschärfer: 1:3. (tdo)

[4.27] Und gleich noch einer!

Jetzt wird's aber eng für "Avatar": Der Oscar für die beste Soundmischung geht auch an "The Hurt Locker". Mixer Paul N.J. Ottoson sieht aus wie ein Charakter aus "Herr der Ringe" - und ist angemessen verblüfft über den Doppelerfolg. (bor)

[4.25] Zweiter Oscar für "Hurt Locker"

...fürs beste Sound Editing. (bor)

[4.22] Die Presse hört nichts!

Kollege Pitzke ist zwar vor Ort, hat's aber nicht unbedingt besser: Im Presseraum (backstage) fiel die ersten fünf Minuten der Oscar-Show der Ton aus. Die versammelten Journalisten bekamen einen Stummfilm zu sehen. Ziemlich old school, das. (tdo)

[4.20] Steve und Alec schlafen miteinander…

…oder auch nicht. Eine kleine Parodie auf den Homemade-Horrorerfolg "Paranormal Activity" - die beiden Gastgeber in einem eingespielten Sketch. Müssen sich ein Hotelbett teilen, eine Kamera beobachtet ihr nächtliches Treiben. Man will ja nicht zu sehr meckern, aber das war mäßig witzig. (tdo)

[4.12] Die Show ist schnell, aber...

Kommt's nur uns so vor oder hetzen die Oscar-Macher ganz schön durch ihre Show? Wäre ja nicht so schlecht, wenn's denn nebenbei auch noch etwas inspirierter wäre. Aber die Hektik geht ein bisschen zu Lasten des Glamours - und des Humors. Straff, aber schade. (bor)

[4.11] Steve witzelt über Leichtgewicht SJP

Er hat Regie bei "A Single Man" geführt, sie wiegt "a single pound" - Steve Martin moderiert Tom Ford und Sarah Jesscia Parker an. Der war ganz gut. Frau Parker sieht aber auch wirklich bedrohlich dünn aus. (tdo)

[4.10] Bestes Kostümdesign für "The Young Victorian"

"Hm, I already have two of these", sagt Sandy Powell, als sie ihren Oscar für das beste Kostümdesign in "The Young Victorian" entgegennimmt. Das ist Coolness. Powell gewann bereits für ihre Kostüme in "Shakespeare In Love" (1998) und "The Aviator" (2004) (bor)

[4.08] "Avatar" gewinnt Oscar für Art Direction

Der erste Oscar für den insgesamt neunmal nominierten "Avatar": Beste Art Direction". Nun, welcher andere Film hätte hier auch eine Chance gehabt? Technisch und ästhetisch gesehen, kommt man an James Camerons blauem Wunder in diesem Jahr kaum vorbei. (bor)

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"Avatar": Riesenindianer in Hellblau

[4.03] Waltz im Wortlaut

Die Rede von Oscar-Preisträger Christoph Waltz: "Oscar and Penélope, that's an über-bingo. I always wanted to discover some new continent and I thought I had to go this way, and then I was introduced to Quentin Tarantino, who was putting together an expedition that was equipped by Harvey Weinstein and Lawrence Bender and David Linde, and he put this script in front of me and he said, "This is where we're going, but we're going the other way."

So Brad Pitt helped me on board and Diane Kruger was there Melanie Laurent and Denis Menochet and Bob Richardson and Sally Menke and Adam Schweitzer and Lisa Kasteler. Everybody helped me find a place. Universal and the Weinstein Company and ICM and Quentin, with his unorthodox methods of navigation, this fearless explorer, took this ship across and brought it in with flying colors and that's why I'm here. And this is your welcoming embrace and there's no way I can ever thank you enough, but I can start right now. Thank you." (tdo)

[3.56] Oscar für Mo'Nique

Mo'Nique gewinnt den Oscar als beste Nebendarstellerin für ihre Rolle als brutale Mutter in "Precious". Sie war auch die Favoritin in dieser Kategorie. Schade, Maggie! Aber verdient hat Mo'nique den Oscar natürlich allemal. Ihre Kollegin Gabourey Sidibe ist als beste Hauptdarstellerin nominiert. Gibt's am Ende einen schwergewichtigen Doppelschlag? (bor)

[3.48] Der Film mit dem längsten Namen...

... gewinnt den Oscar fürs beste adaptierte Drehbuch: "Precious: Based on the Novel 'Push' by Sapphire". Autor Geoffrey Fletcher atmet schwer und ringt mit seiner Fassung, als er den Preis entgegennimmt. Erst weiß er nicht, was er sagen soll, dann redet er doch eine ganze Weile. Und zum Schluss: "I thank... everyone". Gott, wie rührend! (bor)

[3.48] Klum nervt

Zum gefühlt 23. Mal spielt ProSieben in der Werbepause den Trailer für "Germany's Next Topmodel" ein mit dem immergleichen bräsigen Heidi-Klum-Satz: "Ich habe heute leider kein Foto für dich." Stöhn. (tdo)

[3.42] Nö

Schnell mal recherchiert: Vier "Star Trek"-Filme waren für einen Oscar nominiert, aber keiner hat gewonnen. Gut, da ging es auch um die Kategorie "Bester Film". Wäre vielleicht auch etwas übertrieben... (bor)

[3.41] Star Trek gewinnt Make-up-Oscar

Spitze Ohren überzeugen doch immer noch am besten, wenn sie aus Gummi und angeklebt sind - statt am Computer generiert. JJ Abrams' "Star Trek"-Film gewinnt den Oscar fürs beste Make-up. Hat überhaupt schon mal ein Enterprise-Film einen Oscar gewonnen? (bor)

[3.40] Ben Stiller ist blau!

Ben Stiller gibt den Na'vi! Der Schauspieler verleiht den Oscar fürs beste Make-up - und hat sich zu diesem Zweck blau angemalt und einen Satz neue Ohren zugelegt. Steht ihm! Übrigens: in dieser Kategorie ist "Avatar" nicht nominiert. Warum auch? Computer müssen ja eher selten geschminkt werden. (tdo)

[3.36] Kurzfilme im Schnellverfahren

Hui, man kommt kaum hinterher: Joachim Back und Tivi Magnusson gewinnen mit "The New Tenants" den Oscar für den besten Live-Action-Kurzfilm; "Music by Prudence" gewinnt in der Kategorie "Beste Kurz-Dokumentation". Regie führten Roger Ross Williams und Elinor Burkett (bor)

[3.33] Produzent Fisser jubiliert

Vom Kollegen Pitzke, der vor Ort in Los Angeles ist: Christoph Fisser, Produzent von "Inglourious Basterds", freut sich über den Triumph des anderen Christoph. "Die Freude ist natürlich riesengroß. Nach den vielen zahllosen internationalen Preisen hat Christoph Waltz nun auch den weltweit wichtigsten Filmpreis erhalten. Damit stehen ihm jetzt in Hollywood alle Türen offen." Der Mann dürfte recht behalten. (tdo)

[3.31] Sorry for the Accent

Nicholas Schmerkin gewinnt mit "Logorama" den Oscar für den besten animierten Kurzfilm - und entschuldigt sich für seinen Akzent. Warum nur? Für einen Franzosen spricht er hervorragendes Englisch. Magnifique! (bor)

[3.19] Tribut an John Hughes

Wer die großartige Achtziger-Teenager-Komödie "Ferris macht blau" noch nicht gesehen hat: Nachholen, sofort! Der Regisseur John Hughes ist vergangenes Jahr leider verstorben. Matthew Broderick (besagter Ferris) und Molly Ringwald, die Hughes für den "Breakfast Club" (ebenfalls: ein Muss) engagierte, ehren Hughes. Auch Macaulay Culkin ist dabei: Denn "Kevin - Allein zu Haus" stammte auch von ihm. (tdo)

[3.15] "Hurt Locker" gewinnt Drehbuch-Oscar

Der Oscar für das beste Original-Drehbuch geht an Mark Boal, den Autor von "The Hurt Locker". Gute Entscheidung. Jetzt noch die Preise für beste Regie und besten Film - und "Avatar" kann einpacken. Aber Quentin Tarantino hätte den Script-Oscar natürlich auch verdient gehabt. (bor)

[3.12] Großartiges Duo

Robert Downey Jr. Und Tina Fey treten an, um den Drehbuch-Gewinner zu verkünden. Wie cool sind denn die beiden!? Vielleicht sollte dieses Duo nächstes Jahr moderieren. Schon allein die Fliege von Downey Jr. ist es wert, sich die Nacht um die Ohren zu schlagen. (tdo)

[3.07] So klingt Charme

"Oscar and Penelope. That's an über-bingo", sagte Waltz, als er sich für seinen Goldjungen bedankte. So was können nur Österreicher, oder? (tdo)

[3.04] Erster Oscar für "Crazy Heart"

"The Weary Kind", der wirklich rührende Country-Schlager aus "Crazy Heart", gewinnt den Oscar für den besten Filmsong. Es ist der erste Oscar für den Produzenten T-Bone Burnett. Sehr verdient! Ein gutes Omen für Hauptdarsteller Jeff Bridges. (bor)

[3.00] "Up" ganz oben

Pixars "Up" gewinnt den Oscar für den besten Animationsfilm. War ja zu erwarten. "Coraline" hätte man es auch gegönnt. Bisher erfüllen sich die Vorhersagen. (bor)

[2.48] Waltz wins!

"You're now in the hands of the SS!" Wer einen solchen Satz so hinterfötzisch sagen kann, wie er, der hat seinen Oscar als bester Nebendarsteller (in Quentin Tarantinos "Inglourious Basterds") mehr als verdient. Und wer solche eine emotionale, grundsympathische Rede hält, erst recht. Großer Auftritt von Christoph Waltz. "Dies ist ein Über-Bingo", sagt er mit tränenerstickter Stimme. "Ich werde mich niemals genug bedanken können. Aber ich kann damit jetzt beginnen." (tdo)

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"Inglourious Basterds": Baseballschläger statt Kanonen

[2.45] Cruz kommt!

Die reizende Penelope Cruz betritt die Bühne - um die Nebendarsteller zu ehren. Wenn nicht etwas gaaaanz Überraschendes passiert, erhält Christoph Waltz gleich seinen Oscar. (tdo)

[2.42] Kein Bart, kein Spaß!

Scheint, als gingen die meisten Witze heute Abend auf George Clooneys Kosten. Die Rasur war ein Fehler, definitiv. (bor)

[2.40] Hihi.

Steve Martin und Alex Baldwin entdecken Cameron im Publikum - und setzen 3-D-Brillen auf. Lahmer Gag. (tdo)

[2.36] Steve und Alec. Doppelt hält besser?

Da sind sie ja endlich, die zwei lustigen Gastgeber. Steve Martin und Alec Baldwin. Und ziehen erst mal die Nominierten durch den Kakao. Damn Helen Mirren? Statt Dame? Haben die etwa deutsche Comedy-Shows zum Üben geguckt? (bor)

[2.34] Getanzt wird jetzt auch noch

Erinnert etwas an "Ein Kessel Buntes". Ist das das MDR-Fernsehballett? (tdo)

[2.31] Hugh Jackman war besser.

Letztes Jahr. (bor)

[2.31] Neil Patrick Harris singt.

Warum? (tdo)

[2.17] Frau Hanekes Bad-Routine

SPIEGEL-ONLINE-Kollege Marc Pitze ist vor Ort und weiß zu berichten: Bei den Hanekes hat's heute etwas länger gedauert. Michael Hanekes Gattin habe eine gute Stunde im Bad verbracht, um sich einen angemessenen Oscar-Look zu verpassen: "Ich bin ja keine 20 mehr!" (tdo)

[2.22] Ah, Jeff Bridges. Na endlich.

Kaum Gekreische hier in der Redaktion, als Jeff Bridges den roten Teppich betritt. Schade. Dabei ist er doch der Favorit. Und hat den besseren Bart als Clooney, der sich frisch rasiert hat. Das war ein Fehler, garantiert. (bor)

[2.17] Korrigendum!

Auch Samuel Jackson läuft mit Sonnenbrille rum, wie gerade zu sehen war. Aber Morgans ist trotzdem cooler. (tdo)

[2.15] Freeman mit Durchblick

Leider keine Oscar-Kategorie, aber wenn, dann gewönne er: Morgan Freeman trägt die coolste Sonnenbrille auf dem roten Teppich. Und irgendwie auch die einzige. (tdo)

[2.12] Morgana Freeman!?

Oscar-Anwärter Morgan Freeman auf dem roten Teppich, mit der Produzentin von "Invictus" und seiner Tochter... Morgana. Morgana!? Großartiger Schauspieler, der Gute, aber auch ganz schön eitel... (bor)

[2.04] George Clooney... Kreisch!

George Clooney läuft über den roten Teppich vor dem Kodak Theatre. Aufgeregtes Kreischen in der Redaktion - bei Männer und Frauen! Hm, sollte er doch die besten Chancen für den Oscar haben? Wo bleibt Jeff Bridges für den Kreischtest? (bor)

[1.52] Bullock liebt Gummis

Das zumindest war eben von Steven Gätjen zu erfahren, ProSiebens "Sommermädchen"-Spezialist, der als Roter-Teppich-Wegelagerer für den Privatsender die Nominierten belästigen darf. Das Beste daran ist: Wenn er Leute interviewt, sieht man ihn nur von hinten. (tdo)

[1.45] Der Oscar-Countdown läuft!

Guten Abend, liebe Leser. Oder besser gesagt: Guten Morgen. In wenigen Minuten beginnt die 82. Oscar-Verleihung im Kodak Theatre in Hollywood. Wir sind für Sie live dabei. (bor)

Andreas Borcholte (bor), Thorsten Dörting (tdo)

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Forum - Diskussion über diesen Artikel
insgesamt 19 Beiträge
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1. No joke!
Simoneke 08.03.2010
Who cares!? Schlimm genug, dass Pro7 dieses Glamour-Spektakel überträgt. Aber warum muss SPON auch noch mitziehen!? Wie wäre es mit einem kleinen Touch mehr Kritik gegenüber der US-Filmindustrie? Wo wird erwähnt, wie die Finanzierung von Hollywood Blockbustern abläuft? All das vermisse ich hier - und frage mich immer noch wie ein Johnny Depp 72 Millionen Dollar im Jahr verdient und ein "kleiner" Schauspieler im Theater mit seinem Gehalt gerade mal so über die Runden kommt. Dabei sei angemerkt - Herr Depp kann jede Szene X-mal wiederholen bis sie im Kasten ist. Die gleiche Szene muss dem Schauspieler im Theater auf Anhieb gelingen. Ach was rede ich hier - lauft weiter blind gegen die Wand. BUMM! Vielleicht versteht der ein oder andere dann, dass in den USA nur der Profit gilt. Was für völkerrechtswidrige Kriege gilt, gilt auch für die Film- und Musikindustrie.
2.
Vex 08.03.2010
Lustig wie im Blog Hurt Locker gepusht wird dabei ist der Film nichts besonderes ... in 50 Jahren wird noch jeder Avatar kennen aber keiner Hurt Locker auch wenn er heute gewinnt ..
3. Die jährlich wiederkehrende Unsäglichkeit des Films
Ylex 08.03.2010
Zitat von sysopBekommt Christoph Waltz seinen Oscar? Wird "Avatar" mit Preisgold überschüttet? In Hollywood werden die begehrtesten Filmpreise der Welt vergeben. Verfolgen Sie im SPIEGEL-ONLINE-Liveblog, wer einen Goldjungen mit nach Hause nehmen darf. http://www.spiegel.de/kultur/kino/0,1518,682028,00.html
Mit drei Gläsern Rotwein intus habe ich mich auf Pro7 eine geschlagene Stunde lang dem Oscar-Spektakel unterzogen und bin dabei traurig geworden. Christoph Waltz beglückwünsche ich zu seinem Oscar als Nebendarsteller, mit Blick auf den Film in der Hoffnung, dass ihn diese Auszeichnung nicht lebenslang stigmatisieren wird – denn wenn man den Hollywood-Streifen „Inglourious Basterds“ über die schauspielerischen Leistungen hinaus betrachtet, bleibt nur Unsäglichkeit. Es gab auch einen Oscar für die Effekte in dem Film „The Hurt Locker“, den ich nicht gesehen habe und den ich mir mit Sicherheit niemals freiwillig ansehen werde. Der Preisgekrönte war ein langmähniger Blonder mittleren Alters, der sich vor Ergriffenheit beinahe in die Hose gemacht hätte, er trug wenigstens schwarz – aber dann, ja dann bekam das jämmerliche cineastische Machwerk noch einen weiteren Oscar für andere Vorzüglichkeiten, die ich momentan vergessen habe, und da kam ein kleiner Mann auf die Bühne, der aus Freude über die Ehre die Tränen nicht unterdrücken konnte. Seine Glückseligkeit wurde von einer smoothen Kakophonie aus Jagdhorn- und Oboenklängen ins Unermessliche gesteigert und am Ende von einem stereotyp superschönen US-Girl bequakt, dessen Kleid mich an die zerknüllten grauen Jutesäcke für die Saatkartoffeln erinnerte.
4. The Oscars 2010
fear_less 08.03.2010
Zitat von sysopBekommt Christoph Waltz seinen Oscar? Wird "Avatar" mit Preisgold überschüttet? In Hollywood werden die begehrtesten Filmpreise der Welt vergeben. Verfolgen Sie im SPIEGEL-ONLINE-Liveblog, wer einen Goldjungen mit nach Hause nehmen darf. http://www.spiegel.de/kultur/kino/0,1518,682028,00.html
Jetzt wissen wir's ja. Danke an die Live Blogger Andreas Borcholte und Thorsten Dörting. Good job! :) Ich freue mich für Christoph Waltz und besonders für Sandra Bullock und für Jeff Bridges. Und ich freue mich auch sehr, dass The Hurt Locker das Preisgold abgeräumt hat, und nicht Rupert Murdoch's Avatar. Und Bravo für The Cove. Das wird den Japanern nicht gefallen haben. Food Inc. hätte aber auch verdient gewonnen. Steve Martin und Alec Baldwin als Moderatoren waren zum Brüllen komisch. Hat sich mal wieder gelohnt, aufzubleiben. ;)
5. Oskar für S.B.???
nzz 08.03.2010
Schön, dass das blaue Computerspiel mit Kindergartenstory nicht allein wegen seines kommerziellen Erfolgs alles abgeräumt hat. Trotzdem ist es unfassbar, dass eine zweitklassige Schauspielerin wie Sandra B. (man vergleiche nur ihre Fähigkeiten mit dem grandiose Christoph Walz), die nicht zu unrecht ansonsten vor allem flache und dumme Komödien spielt, für diesen Soccer-Mom-Kitsch einen Oskar bekommen hat. Gab es da wirklich keine Alternative?
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