Oscar-Preisträgerin Kim Hunter mit 79 Jahren gestorben

Die durch den Film "Endstation Sehnsucht" bekannt gewordene US-Schauspielerin Kim Hunter ist am Mittwoch in New York im Alter von 79 Jahren gestorben. Nach Angaben ihrer Tochter erlitt sie in ihrem Appartement in Greenwich Village einen Herzinfarkt.


Kim Hunter: Berühmt als Stella Kowalski
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Kim Hunter: Berühmt als Stella Kowalski

Kim Hunter war während ihrer Karriere in zahlreichen Theaterrollen am Broadway sowie in Fernseh- und Kinofilmen zu sehen. Für ihre bekannteste Rolle als Stella Kowalski an der Seite von Marlon Brando in "Endstation Sehnsucht" erhielt sie 1951 einen Oscar als beste Nebendarstellerin. In "Planet der Affen" (1968) und den zwei Fortsetzungen 1970 und 1971 spielte sie die Affen-Frau Zira.

Hunter wurde 1922 als Janet Cole in Detroit geboren und stand mit 17 Jahren das erste Mal auf der Bühne. Zunächst spielte sie die Stella Kowalski in der Bühnenversion des Tennesse-Williams-Stückes am Broadway. Später fragte man sie, ob sie auch im Film mitspielen wolle. Elia Kazan, Regisseur des Films, schrieb in seiner Biografie: "Ich fühlte mich vom ersten Moment an zu ihr hingezogen. Das ist die beste Reaktion beim Casting von jungen Frauen."

In den fünfziger Jahren tauchte Hunters Name auf Schwarzen Listen als angebliche Unterstützern der Kommunisten auf, was ihre Hollywood-Karriere zunächst unterbrach. Später spielte sie Humphrey Bogarts Frau in "Deadline - USA" (1956) und mit Warren Beauty in "Lilith" (1964). Ihre letzte Filmrolle hatte Hunter im Jahr 2000 in den Drama "Here's To Life!". Der Schauspieler Charlton Heston, an dessen Seite Hunter in "Planet der Affen" zu sehen war, nannte Hunter "eine große Schauspielerin und wundervolle Person".



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