Oscarverleihung Academy reagiert auf Kritik mit "historischen" Maßnahmen

Die Oscar-Akademie gilt als weißer Altherrenklub. Weil schwarze Künstler regelmäßig bei den Nominierungen übergangen werden, wollen viele die Preisverleihung boykottieren. Jetzt sollen mehr Minderheiten und Frauen aufgenommen werden.

Der Oscar: Die Akademie will bunter werden
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Der Oscar: Die Akademie will bunter werden


Neue Regeln sollen bei den Oscars für mehr Vielfalt sorgen. Die Academy of Motion Picture Arts and Sciences kündigte "historische" Maßnahmen an, um mehr Frauen und Minderheiten in die rund 7000 Mitglieder starke Organisation aufzunehmen.

Laut Mitteilung stimmte der Vorstand der Akademie für neue Regeln mit dem Ziel, die Zahl von Frauen und Minderheiten bis 2020 zu verdoppeln. Das bisherige lebenslange Stimmrecht soll auf zehn Jahre beschränkt werden. Eine Verlängerung ist nur dann möglich, wenn das Mitglied weiterhin aktiv im Filmgeschäft tätig ist. Bei der jährlichen Berufung neuer Mitglieder soll aus einem vielfältigeren Pool geschöpft werden.

Damit reagierte die Oscar-Akademie auf die wachsende Kritik über die jüngste Nicht-Nominierung schwarzer Talente. Zum zweiten Mal in Folge hatten die Wähler der Film-Akademie Afroamerikaner in den vier Schauspielkategorien für den wichtigsten Filmpreis der Welt ignoriert. Unter dem Hashtag #oscarssowhite wurde das schon 2015 heftig in Sozialen Netzwerken kritisiert.

Über die Oscarnominierungen und später auch Gewinner entscheiden die rund 7000 Filmschaffenden der Oscar-Akademie. 94 Prozent seien weiß, 77 Prozent männlich, das Durchschnittsalter liege bei 62 Jahren, ermittelte die "Los Angeles Times" im Jahr 2012.

brt/dpa



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