ThemaOscarsRSS

Alle Artikel und Hintergründe

  • Drucken
  • Senden
  • Feedback
 

Oscars 2010 Warum Hollywoods letzter Macho Gold verdient

7. Teil: Jeff Bridges - Zugabe! Zugabe!

"Crazy Heart": Eine Country-Legende zum Verlieben
Foto: 20th Century Fox
Er ist in Los Angeles geboren, kommt aus einer bekannten Schauspielerfamilie, und doch war Jeff Bridges in den letzten 40 Jahren selten in Hollywood zu Hause. Wohl auch, weil er Rollen nie strategisch wählte, eben kein zugkräftiger Star sein konnte oder wollte. Sondern ein klassischer Charakterdarsteller wurde, dem Method-Acting-Exzesse ebenso fremd sind wie seinem "Dude" aus "The Big Lebowski" der Konsensrock der Eagles.

Künstlerische Erfolge registriert Jeff Bridges heute mit der Gelassenheit eines Mannes, der schon Kinokatastrophen wie das 76er-Remake von "King Kong" und Michael Ciminos Dollargrab "Heaven' s Gate" überstehen musste. Und blickt man an den Gesichtsfurchen vorbei in seine alerten Augen, dann wirkt er mit nunmehr 60 Jahren immer noch so unverbraucht wie 1971 als juveniler Kleinstadtdesperado in "The Last Picture Show".

Sein Porträt des strauchelnden Countrysängers Bad Blake in "Crazy Heart" ist somit alles andere als ein Abgesang, sondern die erste Zugabe eines der besten amerikanischen Schauspieler. Dafür muss es nach den früheren Nominierungen diesmal wirklich einen Oscar geben, denn auch das entspannteste Talent verdient endlich Anerkennung. David Kleingers


"Crazy Heart" ist nominiert in den Kategorien Bester Hauptdarsteller und Beste Nebendarstellerin.

Diesen Artikel...
Aus Datenschutzgründen wird Ihre IP-Adresse nur dann gespeichert, wenn Sie angemeldeter und eingeloggter Facebook-Nutzer sind. Wenn Sie mehr zum Thema Datenschutz wissen wollen, klicken Sie auf das i.

Auf anderen Social Networks posten:

  • studiVZ meinVZ schülerVZ
  • deli.cio.us
  • Xing
  • Digg
  • Google Bookmarks
  • reddit
  • Windows Live
insgesamt 18 Beiträge
tetaro 07.03.2010
Nachdem selbst James Bond zum tumben, asexuellen und humorlosen Vollstreckungsroboter für eine weiblich dominierte Behörde degradiert wurde, ist es in der Tat mutig und oscarwürdig, einige männliche Klischees zu bedienen.
Nachdem selbst James Bond zum tumben, asexuellen und humorlosen Vollstreckungsroboter für eine weiblich dominierte Behörde degradiert wurde, ist es in der Tat mutig und oscarwürdig, einige männliche Klischees zu bedienen.
deuterius 07.03.2010
Für mich steht an erster Stelle "UP IN THE AIR" und an letzter "The Hurt Locker". Der Film ist ein Paradebeispiel dafür, was dabei herauskommt, wenn Regie/Drehbuch gespickt sind von Physikunkenntnis und [...]
Zitat von sysopEin Testosteron-Film, der von einer Frau gemacht wurde und eine leichtfüßige Hauptdarstellerin, die 300 Pfund wiegt: Sonntagnacht werden die Oscars vergeben. Die SPIEGEL-ONLINE-Filmkritiker nennen ihre persönlichen Favoriten für den wichtigsten Kinopreis der Welt. http://www.spiegel.de/kultur/kino/0,1518,681923,00.html
Für mich steht an erster Stelle "UP IN THE AIR" und an letzter "The Hurt Locker". Der Film ist ein Paradebeispiel dafür, was dabei herauskommt, wenn Regie/Drehbuch gespickt sind von Physikunkenntnis und Unverständnis der Logik. Unglaublich, dass sich Leute finden, die so etwas finanzieren.
takeo_ischi 07.03.2010
Bei Gyllenhaal und Bridges gehe ich voll d'accord mit den Kritikern. Deren Spiel ergänzt sich auf höchstem Niveau zu einer insgesamt oscarwürdigen Leistung beider. Wobei ich ihm Jeff Bridges etwas dringlicher gönnen würde. [...]
Zitat von sysopEin Testosteron-Film, der von einer Frau gemacht wurde und eine leichtfüßige Hauptdarstellerin, die 300 Pfund wiegt: Sonntagnacht werden die Oscars vergeben. Die SPIEGEL-ONLINE-Filmkritiker nennen ihre persönlichen Favoriten für den wichtigsten Kinopreis der Welt. http://www.spiegel.de/kultur/kino/0,1518,681923,00.html
Bei Gyllenhaal und Bridges gehe ich voll d'accord mit den Kritikern. Deren Spiel ergänzt sich auf höchstem Niveau zu einer insgesamt oscarwürdigen Leistung beider. Wobei ich ihm Jeff Bridges etwas dringlicher gönnen würde. Das weiße Band würde ich auch auszeichnen. Aber als besten ausländischen Film und nicht (nur) für die Kamera. Aber vielleicht ist der Film für Hollywood dann doch zu verstörend lehrreich. Das Zeichentrickding mit dem vergrämten Opa und dem leicht adipositösen Pfadfinderkind war aber m.E. nicht so dolle. Da fand ich selbst den, wo es die Nahrungsmittel geregnet hat noch besser und das will was heissen. An Ice Age etc. kommt da dieses Jahr wohl einfach nix ran. Bezeichnend finde ich, dass Waltz schon gar nicht mehr erwähnt wird, da selbst alle Kritiker von einem verdienten Erfolg ausgehen.
Chinasky 07.03.2010
... niemand, der ein Plädoyer für "Avatar" schreiben wollte? Zu erfolgreich, der Film? Zu beeindruckend? Kamen die SPON-Filmkritiker nicht mit der Erfahrung zurecht, von diesem Meilenstein der Tricktechnik überwältigt [...]
... niemand, der ein Plädoyer für "Avatar" schreiben wollte? Zu erfolgreich, der Film? Zu beeindruckend? Kamen die SPON-Filmkritiker nicht mit der Erfahrung zurecht, von diesem Meilenstein der Tricktechnik überwältigt worden zu sein? Davon, wie hier Technik in eine völlig neue künstlerische Qualität umschlägt? Noch nie habe ich in einer völlig unerreichbaren Phantasie-Welt dringesessen, noch nie habe ich mich als Kinobesucher unter leuchtenden Farnen hinweggeduckt... Aber man möchte als "Filmkritiker" ja auch irgendwie originell sein, und das geht halt nicht, wenn man für das Offensichtliche plädiert...
takeo_ischi 07.03.2010
Nun, obwohl ich Avatar 2 Mal 3D gesehen haben weil er so beeindruckend ist, muss man ehrlicherweise sagen, der Film hat auch so seine Mängel. Der größte ist m.E. das absolut vorhersehbare, extrem klischeebehaftete Drehbuch [...]
Zitat von Chinasky... niemand, der ein Plädoyer für "Avatar" schreiben wollte? Zu erfolgreich, der Film? Zu beeindruckend? Kamen die SPON-Filmkritiker nicht mit der Erfahrung zurecht, von diesem Meilenstein der Tricktechnik überwältigt worden zu sein? Davon, wie hier Technik in eine völlig neue künstlerische Qualität umschlägt? Noch nie habe ich in einer völlig unerreichbaren Phantasie-Welt dringesessen, noch nie habe ich mich als Kinobesucher unter leuchtenden Farnen hinweggeduckt... Aber man möchte als "Filmkritiker" ja auch irgendwie originell sein, und das geht halt nicht, wenn man für das Offensichtliche plädiert...
Nun, obwohl ich Avatar 2 Mal 3D gesehen haben weil er so beeindruckend ist, muss man ehrlicherweise sagen, der Film hat auch so seine Mängel. Der größte ist m.E. das absolut vorhersehbare, extrem klischeebehaftete Drehbuch ('Pocahontas in Space'). Das zweite Problem ist der langweilige Hauptdarsteller. Da ist man froh, dass es wenigstens meistens blau ist um wenigstens etwas Farbe im Spiel finden zu können. Was an Hurt Locker besser sein soll, ausser dass Kathryn Bigelows Male Gigolo einst James Cameron war, verstehe ich aber auch nicht...
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge! zum Forum...
News verfolgen

HilfeLassen Sie sich mit kostenlosen Diensten auf dem Laufenden halten:

alles aus der Rubrik Kultur
alles aus der Rubrik Kino
alles zum Thema Oscars

© SPIEGEL ONLINE 2010
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH









TOP



TOP