Er ist in Los Angeles geboren, kommt aus einer bekannten Schauspielerfamilie, und doch war Jeff Bridges in den letzten 40 Jahren selten in Hollywood zu Hause. Wohl auch, weil er Rollen nie strategisch wählte, eben kein zugkräftiger Star sein konnte oder wollte. Sondern ein klassischer Charakterdarsteller wurde, dem Method-Acting-Exzesse ebenso fremd sind wie seinem "Dude" aus "The Big Lebowski" der Konsensrock der Eagles.
Künstlerische Erfolge registriert Jeff Bridges heute mit der Gelassenheit eines Mannes, der schon Kinokatastrophen wie das 76er-Remake von "King Kong" und Michael Ciminos Dollargrab "Heaven' s Gate" überstehen musste. Und blickt man an den Gesichtsfurchen vorbei in seine alerten Augen, dann wirkt er mit nunmehr 60 Jahren immer noch so unverbraucht wie 1971 als juveniler Kleinstadtdesperado in "The Last Picture Show".
Sein Porträt des strauchelnden Countrysängers Bad Blake in
"Crazy Heart" ist somit alles andere als ein Abgesang, sondern die erste Zugabe eines der besten amerikanischen Schauspieler. Dafür muss es nach den früheren Nominierungen diesmal wirklich einen Oscar geben, denn auch das entspannteste Talent verdient endlich Anerkennung. David Kleingers
"Crazy Heart" ist nominiert in den Kategorien Bester Hauptdarsteller und Beste Nebendarstellerin.
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