Nach der Oscar-Verleihung stellen sich die Stars backstage den Fragen der Reporter. SPIEGEL-ONLINE-Korrespondent Marc Pitzke war dabei und hat die schönsten Zitate gesammelt.
Christoph Waltz auf die Frage, wie er sich fühle
Naja, (stottert) es ist gerade mal fünf Minuten her, dass ich das Ding bekommen habe. Ich stand auf dieser Liste mit den tollsten Schauspielern: Robert De Niro, Alan Arkin, Tommy Lee Jones, Philip Seymour Hoffman. Was denken Sie, wie man sich da fühlt, wenn man plötzlich dazugehört? Ich kann's Ihnen nicht sagen, es tut mir leid.
...ob er auf Deutsch antworten könne
Nein. Ich antworte auf Englisch. Für jeden.
...was er von einem schwarzen Papst halten würde
Das wäre eine spannende Sache. Ich bin ein unerbittlicher Rassismus-Gegner. Es ist mir egal, ob der Papst schwarz, weiß oder sonst was ist. Wenn wir gegen Rassismus sind, dann müssen wir das immer und überall sein.
Über Quentin Tarantino
Quentin schreibt Poesie. Und ich mag Poesie.
Das kann ich hier leider nicht sagen, ein schlimmes Wort, das mit F anfängt.
Über den Grund für ihren Sturz
Na, was denken Sie denn? Haben Sie mein Kleid gesehen?
Daniel Day-Lewis über Hilfe bei Dankesreden
Ich wünschte, es gäbe jemanden, der einem da hilft. Wirklich. Aber wenn man in einer Situation wie dieser keine eigenen Worte findet...
Über den Umstand, als Brite in "Lincoln" einen amerikanischen Helden zu spielen
Wenn ich ihn falsch gespielt hätte, könnte ich mein Gesicht in diesem Land wahrscheinlich nie mehr zeigen.
Das ist besser als gut.
Michelle Obama.
(Clooney ist - wie Ben Affleck - mit den Obamas befreundet. Als die First Lady überraschend auftauchte, schloss er daraus, dass sie gekommen war, um einen Oscar für "Argo" zu überreichen)
Wir standen draußen und unterhielten uns - und fragten uns plötzlich: War das eben nicht Michelle Obama? Das hat uns natürlich aufgeschreckt, aber rückblickend war es natürlich eine ungeheure Ehre, von ihr den Oscar zu bekommen.
Über das Gefühl, den Oscar in Händen zu halten
Es kam mir vor wie eine Halluzination. Es war sehr, sehr cool.
Ich bin beeindruckt von dem Make-up. Wir sind keine Kohlearbeiter, es war keine richtig schwere Arbeit. Aber es war eine Herausforderung.
...was sie gemeint habe, als sie auf der Bühne sagte "Es ist wahr geworden"?
(Ihr kommen die Tränen, sie stockt, wendet sich ab): Ich hatte einen Traum und der ist wahr geworden. Es kann tatsächlich wahr werden.
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