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Die Oscar-Show 2014: Das Selfie ist der Star

Von und

Sie haben die Oscar-Nacht verschlafen? Kein Problem: Wir sagen Ihnen in wenigen Stichworten, wie die Nacht in Los Angeles lief: Wie gut war Moderatorin Ellen DeGeneres aufgelegt, wer war der Matchwinner, wer hat sich blamiert?

Und... wie war's ? Aufregend! Spektakulär! Einzigartig! Nein, all das waren die Oscars 2014 leider nicht. Die Produzenten der Show gingen auf Nummer sicher - und engagierten die allzu nette Ellen DeGeneres als Moderatorin. Mal wieder. Ihr Maximum an gewagter Formulierung war diese Randbemerkung: "Entweder '12 Years a Slave' gewinnt, oder ihr seid alle Rassisten." Ansonsten wurde es DeGeneres schließlich selber so langweilig, dass sie Pizza für die Anwesenden bestellte, Rubbellose an die nominierten Verlierer verteilte und minutenlang launige Selfies von sich und diversen Hollywoodgrößen machte.

Die beste Aktion? Na ja, Selfies an sich sind ja keine große Leistung. Dass DeGeneres mit einer kleinen Fotonummer - die mehr als vier Minuten der Show verschlang, immerhin - Twitter nach eigenen Angaben lahmlegte, kann man ja vielleicht auch schon fast als Protest gegen die NSA-Überwachung auslegen. Ganz schön ausgefuchst.

Highlight des Abends? Ja, es gab eins: Lupita Nyong'o. Die "12 Years a Slave"-Darstellerin war nicht nur auf dem roten Teppich die schönste Frau des Abends. Dort sorgte sie in einer wallenden, hellblauen Robe bei den Fotografen für Aufsehen. Als sie später den Preis als beste Nebendarstellerin entgegennahm, weinte sie vor Rührung. Der erste und einzige Gänsehautmoment des Abends.

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Oscars 2014: Und der Oscar geht an...
Der größte Patzer? So falsch kann man eigentlich von keinem Teleprompter ablesen: John Travolta begrüßte die "unglaublich talentierte Adele Dazi" auf der Bühne. Wen er tatsächlich meinte: Die berühmte Broadway-Sängerin Idina Menzel, nominiert (und später ausgezeichnet) für den besten Filmsong in Disneys Animationsfilm "Die Eiskönigin". Die Twitter-Kommentare zu dieser Fehlleistung trieften vor Hohn: "Ich würde 500 Dollar bezahlen, nur um zu hören, wie Travolta 'Chiwetel Ejiofor' ausspricht", schrieb ein Twitter-Nutzer. Und ein anderer: "Ihr müsst das verstehen: Travolta liest gewohnheitsmäßig alle Texte rückwärts und vergisst einfach manchmal, sich an uns Normalos anzupassen."

Beste Nebendarstellerin: Lupita Nyong'o küsst ihren Goldjungen Zur Großansicht
REUTERS

Beste Nebendarstellerin: Lupita Nyong'o küsst ihren Goldjungen

Der peinlichste Moment? Der New Yorker Hellseher Thomas John sagte vor der letzten Oscar-Verleihung völlig korrekt voraus, dass eine Schauspielerin in einem weißen Kleid auf dem Weg zur Bühne stolpern würde - Jennifer Lawrence legte sich bei der Gala daraufhin in weißer Dior-Robe charmant auf die Podiumstreppen. Und: Dieses Jahr verlor sie schon wieder das Gleichgewicht - diesmal nicht auf der Treppe, dafür auf dem Weg zum roten Teppich.

Gab's noch mehr Déjà-vus? Jede Menge. Goldie Hawn mit sehr viel Botox im Gesicht. Der riesige Hut von Pharrell Williams, den er nur auf dem roten Teppich kurz abgenommen hatte, ohne den er sonst aber nicht mehr aus dem Haus zu gehen scheint. DeGeneres, die nach erstem Lackschuh-Auftritt doch wieder zu den Turnschuhen (ihrem Markenzeichen, gähn) griff. Am ehesten konnte man noch an der abnehmenden Haarfülle der Männer (Bill Murray: gewaltig wirres Zauselnest auf dem Kopf mit Platte in der Mitte) merken, dass tatsächlich 2014 sein muss und nicht vor sieben Jahren einfach die Zeit stehengeblieben ist.

Sitzt alles? Jennifer Lawrence stolperte erneut - aber nicht vor der Kamera Zur Großansicht
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Sitzt alles? Jennifer Lawrence stolperte erneut - aber nicht vor der Kamera

Die charmanteste Dankesrede? Laurent Witz, der den Oscar für den besten animierten Kurzfilm entgegennahm, las mit zitternden Händen und französischem Akzent seine Dankesrede von einem zerknitterten Blatt ab. Schön!

Schmalzigster Moment des Abends? Der Auftritt von "Yeah Yeah Yeahs"-Sängerin Karen O., die den Soundtrack von Spike Jonzes Film "Her" darbot - wie ein Schlafliedchen hauchte sie mit weniger als mittelmäßiger Stimme das Lied vor einem aufgehenden Mond dahin - nicht süß, sondern einfach sedierende La-le-lu-Atmosphäre. Passte aber zu den übrigen musikalischen Darbietungen - ausgenommen der "Happy"-Auftritt von Williams, der Meryl Streep zu einem Sitztänzchen animierte.

Der größte Skandal? Bei so viel Vorhersehbarkeit noch am ehesten: DeGeneres im rosa Prinzessinnenkleid. Nein, im Ernst, auf der Seite war wirklich nichts zu holen. Nur Jared Leto machte zu Beginn der Show Mut, als er bei seiner Dankesrede für den Preis als bester Nebendarsteller die Menschen in Venezuela und der Ukraine erwähnte. Es hätte also noch politisch werden können. Oder kritisch, oder irgendwas. Wurde es aber nicht.

Jared Leto: Der Einzige, der auf die aktuelle Weltpolitik anspielte Zur Großansicht
REUTERS

Jared Leto: Der Einzige, der auf die aktuelle Weltpolitik anspielte

Der Meryl-Streep-Moment des Abends? 2007 sagte DeGeneres: "Es ist einfach eine Ehre, dass Meryl Streep nicht nominiert ist." In diesem Jahr war Streep schon zum 18. Mal für einen Oscar als beste Haupt- oder Nebendarstellerin nominiert. Damit ist sie der alleinige Rekordhalter aller Schauspieler, sowohl männlich als auch weiblich. Eine eher zweifelhafte Ehre - zumal sie in diesem Jahr wieder leer ausging.

Fazit: Im letzten Jahr entgleiste die Show mit "Family Guy"-Erfinder Seth MacFarlane als Moderator gründlich - der sollte ein junges Publikum anziehen, zählte dann aber in einer herrenwitzigen Tanznummer singend auf, in welchen Filmen die Brüste welcher Schauspielerinnen zu sehen sind. Sexismus. Das wünscht man sich nicht unbedingt wieder. Aber ein bisschen mehr Schmiss hätte der Show schon gutgetan.

Die Oscars 2014 im Überblick
Tobis

American Hustle: Hauptsache, das Haar sitzt

So sexy sahen die Siebziger lange nicht aus: Die Gauner-Farce "American Hustle" erzählt vom Mythos des amerikanischen Traums - Dekolletés bis zum Bauchnabel inklusive. Bei den Oscars 2014 war David O. Russells Film in zehn Kategorien nominiert - ging aber leer aus.

Lesen Sie in der Filmkritik von SPIEGEL ONLINE , ob "American Hustle" der Balanceakt zwischen Comedy und Drama gelingt.

Erfahren Sie im Interview mit Regisseur David O. Russell , warum ihm Filme das Leben retten.

Sehen Sie hier die Videokritik zum Film.

Sehen Sie hier den Trailer zum Film.

Warner Bros.

Gravity: Der nächste Science-Fiction-Klassiker

Zwei Astronauten schweben irgendwo im All: In "Gravity" glänzen George Clooney und vor allem Sandra Bullock als Astronauten, die im Weltraum ums Überleben kämpfen. Eine simple Story, die der mexikanische Regisseur Alfonso Cuarón mit Plansequenzen und 3-D-Effekten ästhetisch aufwendig umgesetzt hat. Bei der Oscar-Verleihung hoffte er auf zehn Trophäen - und nahm sieben sogar mit nach Hause.

Lesen Sie in der Kritik , warum Cuaróns Film einem ganzen Kinosaal den Atem raubte.

Erfahren Sie im Interview mit Regisseur Alfonso Cuarón , warum ihm für sein Science-Fiction-Drama ausgerechnet die Filme von Thriller-Meister Hitchcock als Vorbild dienten.

Tobis

12 Years a Slave: Freier Mann in Ketten

Zwölf Jahre verbrachte der gekidnappte Northup auf den Plantagen im Süden der USA. Seine Notizen sind die einzigen überlieferten Schilderungen eines freien Afroamerikaners, der in die Mühlen der Sklaverei gerät. Sie dienten Regisseur Steve McQueen als Grundlage für den Film "12 Years a Slave". Bei den Golden Globes wurde das Historiendrama als bester Film ausgezeichnet, und auch bei den Oscars räumte das Drama den Preis in der wichtigsten Kategorie ab.

Lesen Sie hier, warum Regisseur Steve McQueen mit seinem Film auch die Rachephantasie von Quentin Tarantinos "Django Unchained" kritisiert.

Sehen Sie hier die Videokritik zum Filmstart.

Sehen Sie hier den Trailer zum Film.

Sony Pictures

Captain Phillips: "Die sind hier nicht zum Fischen"

Vor fünf Jahren griffen Piraten ein US-amerikanisches Containerschiff vor der somalischen Grenze an, und nahmen den Kapitän als Geisel. Basierend auf dieser wahren Begebenheit drehte Paul Greengrass - bekannt als Regisseur der "Bourne"-Filme - das Spannungsdrama "Captain Phillips". Zwar ging sein megaprominenter Hauptdarsteller Tom Hanks bei den diesjährigen Oscar-Nominierungen leer aus. Und auch die sechs Nominierungen des Films in anderen Kategorien brachten keinen Gewinn.

Lesen Sie hier ein Porträt des wahren Captain Phillips , der als Vorbild für den Film diente.

Sehen Sie hier den Trailer zum Film.

Ascot Elite

Dallas Buyers Club: Kriegt ein Supermacho die Schwulenseuche ...

Ron Woodruff ist ein echter "Ladies Man". Er reitet, feiert, pimpert, er geht nicht kaputt und eigentlich nicht mal zum Arzt. Doch dann erfährt der homophobe Rodeoreiter, dass er Aids hat. Jean-Marc Vallées Drama mit Matthew McConaughey basiert auf einer wahren Lebensgeschichte. Bei den Oscars war das Drama in sechs Kategorien nominiert. Hauptdarsteller Matthew McConaughey und Nebendarsteller Jared Leto bekamen den prestigeträchtigen Preis.

Lesen Sie in der Filmkritik , warum "Dallas Buyers Club" SPIEGEL-ONLINE-Autorin Jenni Zylka nicht überzeugen konnte.

Erfahren Sie im SPIEGEL ONLINE-Interview mit Hauptdarsteller Matthew McConaughey , wie er sich auf die Rolle als Schwulenhasser vorbereitete.

Sehen Sie hier eine Videokritik zu "Dallas Buyers Club".

Paramount

Nebraska: Kleiner Mann, wie eklig

Eines Tages legt sich der Rentner Woody Grant die fixe Idee zu, er habe eine Million Dollar gewonnen und müsse das Geld höchstpersönlich abholen - bloß, weil ein Werbeprospekt das behauptet. Also macht sich sein gutmütiger Sohn zusammen mit dem Vater auf nach Lincoln, Nebraska. Das skurrile Schwarzweiß-Roadmovie von Regisseur Alexander Payne wurde von US-amerikanischen Kritikern geliebt. Bei der Oscarverleihung konnte der Film auf sechs Trophäen hoffen, ging aber leer aus.

Lesen Sie in der Filmkritik , warum "Nebraska" zwar aussieht wie eine Komödie, aber eigentlich gar keine ist.

Sehen Sie hier die Videokritik zum Filmstart.

Sehen Sie hier den Trailer zum Film.

Universal

The Wolf of Wall Street: Der Ballerman-Börsianer

Er schnupft Kokainberge weg, stapelt Dollarhaufen, und dazu marschiert gerne mal eine nackte Gespielin durchs Bild - in der Finanzsatire "The Wolf of Wall Street" feiert Leonardo DiCaprio als amoralischer Broker ein rauschendes Fest. Verantwortlich für den Exzess: Meisterregisseur Martin Scorsese. Seine Finanzsatire war im Oscar-Rennen in fünf Kategorien nominiert, bekam aber keinen Preis..

Erfahren Sie in der Filmbesprechung , warum sich SPIEGEL ONLINE-Autor David Kleingers von Scorsese mehr Systemkritik gewünscht hätte.

Lesen Sie im Interview mit Hauptdarsteller Leonardo DiCaprio , warum ihn abgründige Charaktere am meisten faszinieren.

Sehen Sie hier die Videokritik zum Filmstart.

Sehen Sie hier den Trailer zum Film.

Warner Bros.

Blue Jasmine: Königin Cate im freien Fall

Die Heldin kommt mit einem Erste-Klasse-Ticket nach Kalifornien geflogen, trägt ein Chanel-Jäckchen, steht aber plötzlich in einer ziemlich ärmlichen Straße von San Francisco. In "Blue Jasmine" lässt Woody Allen eine Frau aus der Oberschicht über die faulen Börsengeschäfte ihres Mannes stürzen. Woody Allens Tragödie über Anmaßung war für drei Oscars nominiert. Cate Blanchett wurde als beste Hauptdarstellerin ausgezeichnet.

Lesen Sie in der Kritik , warum SPIEGEL-ONLINE-Autor Wolfgang Höbel Cate Blanchetts Darstellung einer blasierten High-Society-Frau für eine Meisterleistung hält.

SquareOne/ Universum

Philomena: Der verlorene Sohn

Die 70-jährige Philomena Lee begibt sich zusammen mit einem Journalisten auf die Suche nach ihrem Sohn, den sie vor 50 Jahren unehelich bekam. Die Tragikomödie von Stephen Frears mit Judi Dench in der Hauptrolle basiert auf einer wahren Geschichte - bei der Oscarverleihung war der Film in vier Kategorien nominiert. Einen Preis gab's nicht.

Lesen Sie in der SPIEGEL-ONLINE-Rezension, warum Judi Dench als Hauptdarstellerin überzeugt, der Film jedoch nicht.

Sehen Sie hier eine Videokritik zum Film.

Sehen Sie hier den Trailer zum Film.

AP/ Warner Bros.

Her: Computerliebe

Beruflich schreibt Theodore Twombly Liebesbriefe für andere Menschen die ihre Gefühle nicht ausdrücken können; tatsächlich ist er aber selbst ein zutiefst einsamer Mann. Eines Tages kauft sich Twombly ein neues Betriebssystem mit künstlicher Intelligenz, das sich wie ein menschliches Wesen verhalten und weiterentwickeln kann - und verliebt sich in die Maschine. Der Film von Spike Jonze mit Joaquin Phoenix und der Stimme von Scarlett Johansson als attraktivem Betriebssystem war in fünf Kategorien für einen Oscar nominiert. Jonze gewann in seiner Kategorie "Bestes Originaldrehbuch".

Sehen Sie hier den Trailer zum Film.

Tobis

Im August in Osage County: Mutter auf Abwegen

Schon dreimal wurde Meryl Streep mit einem Oscar ausgezeichnet - jetzt darf sie auf eine vierte Trophäe hoffen: In John Wells' schwarzer Familienkomödie "Im August in Osage County" überzeugt sie als unberechenbarer Mutterdrachen. Als der Vater ihrer Töchter stirbt, reisen diese mit ihren jeweiligen Partnern zur Mutter - die Fahrt in die Vergangenheit wird für keinen zum Vergnügen. Insgesamt war Wells' Film für vier Oscars nominiert. Streep war wieder nicht unter den Preisträgern.

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Pandora Film

The Broken Circle: Die Dinge liegen beschissen

Die kleine Maybelle hat Krebs. Für ihre Eltern folgt ein Höllengang aus Chemotherapie, Bestrahlung, später sogar Stammzellentherapie. Was nicht folgt, ist die Erkenntnis, dass Zeit und Liebe alle Wunden heilen könnten. Der belgische Kinohit "The Broken Circle" von Regisseur Felix Van Groeningen war für einen Oscar in der Kategorie "Bester fremdsprachiger Film" nominiert.

Lesen Sie in der Kritik , warum "The Broken Circle" nicht nur von grausamen Schicksalsschlägen, sondern auch vom ganz großen Glück erzählt.

Sehen Sie hier den Trailer zum Film.

ddp images

Die Jagd: Der Mann muss ein Schwein sein

Hat er das Mädchen angefasst? Sicher, die Kleine lügt doch nicht! Das dänische Kinodrama "Die Jagd" von Thomas Vinterberg erzählt, wie der Vorwurf des Kindesmissbrauchs ein ganzes Dorf dazu verleitet, zu den Waffen zu greifen. In der Rolle des Gejagten: Mads Mikkelsen. Vinterbergs Film war für einen Oscar in der Kategorie "Bester fremdsprachiger Film" nominiert.

Lesen Sie in der Kritik , warum Mads Mikkelsen für diese Hauptrolle beim Filmfestival in Cannes zu Recht ausgezeichnet wurde.

ddp images/ DCM

La Grande Bellezza: Die Hauptstadt der Hohlheit

Jep Gambardella trägt Anzüge mit Einstecktuch, landet ab und zu mit einer Frau im Bett und macht sich gerne mal auf der Aussichtsterrasse seiner Wohnung große Gedanken. Ein wenig Sex, ein wenig Philosophie – der italienische Film "La Grande Bellezza" von Paolo Sorrentino will einem alternden Flaneur und der ewigen Stadt Rom ein Denkmal setzen. Dafür war er in der Kategorie "Bester fremdsprachiger Film" für einen Oscar nominiert - und gewann.

Lesen Sie in der Kritik , warum SPIEGEL-ONLINE-Autor Wolfgang Höbel "La Grande Belleza" für banal, gleichzeitig aber auch für wunderschön hält.

Neue Visionen

The Act of Killing: Wenn Mörder Opfer spielen

Als Volkshelden werden die Massenmörder der sogenannten "Saison der Hackmesser" in Indonesien gefeiert. US-Filmemacher Joshua Oppenheimer findet mit "The Act of Killing" eine verblüffende Methode, um die Verklärung der Verbrecher zu stoppen: Er lässt sie ihre eigenen Verbrechen nachstellen. Für dieses radikale Vorgehen war der Film nun als bester Dokumentarfilm nominiert. Der Preis ging aber überraschend an "20 Feet from Stardom".

Lesen Sie , warum "The Act of Killing" eines der intensivsten Kinoerlebnisse des Jahres ist.

Lesen Sie im Interview mit Regisseur Joshua Oppenheimer , was für ihn die größte Herausforderung bei den Dreharbeiten war.

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insgesamt 18 Beiträge
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1. oskar, das interessiert...
imlattig 03.03.2014
nicht wirklich. man hat den eindruck die medien machen einen kuenstlichen hype um diese veranstaltung. ich kann nicht feststellen, dass diese preisver- leihung auf ein breites interesse in europa stoesst.
2. Geht die Gesamtverteilung der Goldies in Ordnung?
Foul Breitner 03.03.2014
Dazu sollte man sagen, daß der Preis, mit Ausnahme einiger Feigenblätter, nur das U.S. Großkino berücksichtigt. Ich hoffe, der Redaktion ist diese Anmerkung nicht zu sachlich ...
3. mensch SPON!
Rait99 03.03.2014
Zitat von sysopSie haben die Oscar-Nacht verschlafen? Kein Problem: Wir sagen Ihnen in wenigen Stichworten, wie die Nacht in Los Angeles lief: Wie gut war Moderatorin Ellen DeGeneres aufgelegt, wer war der Matchwinner, wer hat sich blamiert? http://www.spiegel.de/kultur/kino/oscars-2014-die-grosse-hollywood-show-mit-twitter-selfie-a-956524.html
Was ist bloß aus Euch geworden? Europa steht am Rande der Krise und Ihr schreibt über die dämlichen Selfie-Fotos irgendwelcher Hollywood Schauspieler! Steht es wirklich schon so schlimm um Euch??? Na denn, Gute Besserung!!!
4. Ein Jahr später...
Gort 03.03.2014
... und die SPON-Autorinnen haben den Witz von Seth McFarlanes "So machst Du's besser nicht"-Auftritt 2013 immer noch nicht kapiert. Sexismus kann man da auch nur erkennen, wenn man ihn unbedingt erkennen will.
5. optional
roenga 03.03.2014
Das war ja wohl eher ein sinnfreier Kommentar zur Oscar Verleihung. Wenn ein Ausrutscher auf dem roten Teppich der peinlichste Moment des Abends war, dann sollten sich die Verfasserinnen dieses Ariels nicht über den Humor von Ellen de Generes amüsieren, denn Sie beweisen damit, dass Sie selbst eher über Pennäler- ode sollte ich sagen Schulmädchenhumor verfügen. Zitat: "Am ehesten konnte man noch an der abnehmenden Haarfülle der Männer (Bill Murray: gewaltig wirres Zauselnest auf dem Kopf mit Platte in der Mitte) merken, dass tatsächlich 2014 sein muss und nicht vor sieben Jahren einfach die Zeit stehengeblieben ist. " Ich frage mich, wie wohl die Reaktion ausfallen würde, wenn zwei Männer sich über die zunehmende Faltenanzahl und die abnehmende Elastizität des Bindegewebes bei so mancher Dartsellerin lustig gemacht hätten. Warum 18 Nominierungen für Meryl Streep eine zweifelhafte Ehre sein sollen, erschließt sich mir ebenfalls nicht. Selbst eine so großartige Schauspielerin kann nich jedes mal gewinnen, das versteht sich doch eigentlich von selbst.
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