Academy Awards "The Revenant" räumt 12 Oscar-Nominierungen ab

Ein Wildnis-Drama mit Leonardo DiCaprio ist der Top-Favorit bei den Oscars, dicht gefolgt von "Mad Max: Fury Road". Der neue "Star Wars"-Film hingegen wurde bei den Hauptkategorien ignoriert.

Leonardo DiCaprio in "The Revenant": Ihm gebührt eine der zwölf Nominierungen
AP/ Twentieth Century Fox

Leonardo DiCaprio in "The Revenant": Ihm gebührt eine der zwölf Nominierungen


"The Revenant - Der Rückkehrer" hat die meisten Chancen auf Oscar-Trophäen bei der Verleihung der weltweit wichtigsten Filmpreise am 28. Februar in Los Angeles. Das Wildnis-Drama von Regisseur Alejandro González Iñárritu wurde in zwölf Kategorien nominiert, wie die Academy of Motion Picture Arts and Sciences in einer Pressekonferenz mitteilte.

Ebenfalls zweistellig ist die Zahl der Nominierungen für den Abenteuer-Blockbuster "Mad Max: Fury Road", der in zehn Kategorien noch Chancen hat - keine davon betrifft allerdings die Schauspielerleistungen. Nominiert ist aber der 70-jährige Regisseur George Miller.

Der kommerziell erfolgreichste Film des Jahres, "Star Wars: Das Erwachen der Macht", wurde fünfmal nominiert, allerdings in den eher technischen Kategorien wie Schnitt, Soundschnitt, Soundmischung, Filmmusik und Visuelle Effekte.

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"The Revenant": Der mit dem Bären kämpft
In der Königskategorie "Bester Film" nominierte die Academy für die 88. Preisverleihung acht Filme: Neben "Mad Max: Fury Road" und "The Revenant" auch den Science-Fiction-Thriller "The Martian" (insgesamt sieben Nominierungen), den Spionage-Thriller "Bridge of Spies" (sechs Nominierungen), das Journalisten-Drama "Spotlight" (ebenfalls sechsmal nominiert), die Finanzkrisen-Farce "The Big Short" (fünf Oscar-Chancen), das Auswanderungs-Drama "Brooklyn" und das Kammerspiel "Room".

Etwas überraschend ist, dass das Melodram "Carol" hier nicht nominiert wurde, obwohl es insgesamt noch sechs Oscar-Chancen hat, darunter in der Kategorie "Beste Hauptdarstellerin", wo sich Cate Blanchett mit Brie Larson ("Room"), Jennifer Lawrence ("Joy"), Charlotte Rampling ("45 Years") und Saoirse Ronan ("Brooklyn") messen wird.

Bei den männlichen Hauptdarstellern sind noch im Rennen: Bryan Cranston ("Trumbo"), Matt Damon ("The Martian"), Leonardo DiCaprio ("The Revenant"), Michael Fassbender ("Steve Jobs") und Eddie Redmayne ("The Danish Girl").

Sylvester Stallone könnte auf seinen umjubelten Golden-Globe-Gewinn für seine Rolle als Rocky Balboa in dem Boxerdrama "Creed - Rocky's Legacy" auch einen Oscar für die beste Nebenrolle folgen lassen. Er müsste sich dafür gegen Tom Hardy ("The Revenant"), Mark Ruffalo ("Spotlight"), Mark Rylance ("Bridge of Spies") und Christian Bale ("The Big Short") durchsetzen.

In der Kategorie "Beste weibliche Nebenrolle" sind Jennifer Jason Leigh ("The Hateful Eight"), Rooney Mara ("Carol"), Rachel McAdams ("Spotlight"), Kate Winslet ("Steve Jobs") und Schwedens Shooting Star Alicia Vikander ("The Danish Girl") nominiert.

In der Kategorie "Bester fremdsprachiger Film" ging der deutsche Beitrag "Im Labyrinth des Schweigens" zwar leer aus, dafür hat aber der aus Bad Grund im Harz stammende Regisseur Patrick Vollrath mit "Alles wird gut" noch Chancen auf einen Oscar in der Kategorie "Live Action Short Film".

feb

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