Spottpreis "Goldene Himbeeren" Donald Trump ist der schlechteste Hauptdarsteller des Jahres

Sorry, Mr. President, Sie haben wieder gewonnen: 1991 bekam er die "Goldene Himbeere" schon einmal für einen Gastauftritt. Nun wurde Donald Trump erneut für schlechte Schauspielleistungen ausgezeichnet.

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Über diese Auszeichnung freut sich gewöhnlich niemand: Gleich vier "Goldene Himbeeren" hat der Detektiv-Klamauk "Holmes & Watson" einen Tag vor der Oscarverleihung erhalten, darunter als schlechtester Film, für die Regie von Etan Cohen und den Nebendarsteller John C. Reilly.

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"Goldene Himbeeren": Das sind die schlechtesten Filme des Jahres

Auch US-Präsident Donald Trump war unter den Ausgezeichneten: Er holte den Spottpreis als schlechtester Hauptdarsteller für seine unfreiwilligen Auftritte in den beiden Dokumentarfilmen "Fahrenheit 11/9" und "Death of a Nation". Zudem gab es den "Razzie" in der Sparte "Schlimmste Leinwand-Combo", der Trump und seiner eigenen Belanglosigkeit zuteil wurde, wie die Verleiher der Spottpreise auf ihrer Webseite verkündeten.

Die als schlechteste Nebendarstellerin ebenfalls in "Fahrenheit 11/9" nominierte Trump-Gattin Melania kam glimpflich davon: Die "Goldene Himbeere" ging an Trump-Beraterin Kellyanne Conway. In der bissigen Doku (hier eine Filmkritik) beschäftigt sich Filmemacher Michael Moore mit dem Aufstieg Trumps und den Folgen seines Wahlsiegs für die USA.

Für Trump ist es nicht die erste Goldene Himbeere. Er bekam die Spott-Trophäe bereits 1991 für seine Cameo-Rolle in der Fantasy-Komödie "Ghosts Can't Do It" (deutscher Verleihtitel "Mein Geist will immer nur das Eine...") mit Bo Derek in der Hauptrolle, die an den Kinokassen völlig floppte. Zu dieser Zeit war er Immobilien-Unternehmer und spielte sich in dem Film selbst.

Die "Razzies" wurden 1980 von dem Cineasten John Wilson als Gegenstück zur glanzvollen Oscarverleihung ins Leben gerufen. Nach Angaben der Gruppe stimmten mehr als 1000 Mitglieder aus den USA und zwei Dutzend weiteren Ländern ab.

feb/dpa

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Rassek 23.02.2019
1. immerhin
Ist seine derzeitige Rolle als Potus recht erfolgreich. Eigenen Reichtum mehren, ein wenig Regimechange, Mauerbau, NAto Verbündete scheuchen... etc. Gleichzeitig als Clown noch den Polittrottel geben, damit die Restwelt bei dem Trauerspiel noch einen Lacher hat.
feinbein74 23.02.2019
2.
Haha, das ist ja sensationell lustig! War Jussi Smollet auch nominiert?
AWG 23.02.2019
3. Schlechte Schauspielleistungen?
Sie schreiben: "Nun wurde Donald Trump erneut für schlechte Schauspielleistungen ausgezeichnet" Was soll denn das? Ich glaube es ist nicht die vordringlichste Aufgabe eins US-Präsidenten ein guter Schauspieler zu sein. Ganz im Gegenteil, Sachlichkeit und Realitätssinn sind gefragt, Schauspieleinlagen sind in solchen Positionen nicht gefragt, den Leuten soll ja nichts vorgegaukelt werden. Meiner Ansicht nach gibt es ohnehin schon einige "Schauspieler" und "Darsteller" unter den Politikern.
sven2016 23.02.2019
4. Das wird den selbsternannten künftigen Oscar- und
Nobelpreisträger immerhin ärgern. Ganz so viel Hohn und Spott wie er verteilt, verträgt er leider nicht. Und seine untote Medienfrau hat wenigstens für die dreiste Lügerei endlich auch einen Preis erhalten. Ist doch nett.
senapis 23.02.2019
5. Zu Recht!
Diese "Auszeichnung" bekommt er zu Recht. Er bekommt ja nicht einmal den Staatsmann hin. Zwischen seinen drei Ausdrucksweisen (überheblich, gelangweil, großartig) schaltet er ohne erkennbaren Anlass in Sekundenbruchteilen hin und her. Alles andere wie emotionale Anteilnahme etc. ist ihm offenkundig nicht zugänglich.
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