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Oscar-Moderation: Rassismusvorwurf gegen Chris Rock

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REUTERS

Chris Rock bei den Oscars

Bei den Oscars kritisierte Chris Rock spitzzüngig Hollywoods Diskriminierung von Schwarzen - und machte sich dann über Asiaten lustig. Nun wird ihm selbst Rassismus vorgeworfen.

Viele Kritiker feierten Oscar-Moderator Chris Rock für sein bissige Kritik an Hollywoods Diskriminierung schwarzer Schauspieler - an einer Showeinlage des Comedians kommt jetzt aber Kritik auf: Als Rock die Buchhalter von der Firma PricewaterhouseCoopers ankündigte, die die Abstimmungsergebnisse der Academy prüft, sagte er: "Sie schickten uns ihre am härtesten arbeitenden Vertreter." Auf der Bühne erschienen zwei Jungs und ein Mädchen mit asiatischen Gesichtszügen. Ausstaffiert mit Aktentaschen erfüllten sie das Klischee vom hart arbeitenden Asiaten, der in Mathematik brilliert.

"Falls sich irgendwer über diesen Witz aufregt - twittert es einfach mit eurem Handy, das auch von diesen Kindern hergestellt wurde", kommentierte Rock den Auftritt in Anspielung auf Kinderarbeit in asiatischen Ländern.

Der schmale Grat zwischen Satire und beleidigender Grenzüberschreitung war ihm somit durchaus bewusst - aber gerade das nehmen Kritiker Rock krumm. So kommentierte das Internetmagazin Slate: "Sogar wenn der zweite Teil versucht, den Witz umzukehren - er erlaubt dem, der ihn erzählt, trotzdem, einen Asiatenwitz zu machen und sich gleich dafür zu entschuldigen."

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Weitere Kritik kam etwa auch von der Schauspielerin Constance Wu auf Twitter: "Kleine Kinder auf die Bühne holen, die nichts sagen dürfen und so bloß als Zielscheibe für einen rassistischen Witz herhalten, ist widerlich." Die Publizistin Mina Kimes schrieb, dass der Witz weniger wehgetan hätte, wenn an diesem Abend mehr Asiaten auf der Bühne gewesen wären.

Nicht nur die Ungleichbehandlung von Weißen und Schwarzen, sondern auch die Diskriminierung von Schauspielern mit asiatischen Wurzeln ist immer wieder Thema in Hollywood: Eine aktuelle Studie der University of Southern California kommt zu dem Ergebnis, dass in mehr als der Hälfte der Filme, TV- und Streamingserien, die in den letzten zwei Jahren veröffentlicht wurden, kein asiatisch-amerikanischer Schauspieler mit Sprechrolle vorkam. In der "New York Times" kommentierte der Komödiant Ken Jeong, der mit der TV-Serie "Community" bekannt wurde, kürzlich dieses Problem: "Es wird ein bisschen besser, aber es ist nicht toll", sagt er.

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eth

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