Was in Hollywood los ist Patty Jenkins wird bestbezahlte Regisseurin aller Zeiten

Der zweite Teil von "Wonder Woman" hat eine Regisseurin, ein weißer Schauspieler setzt ein Zeichen gegen "Whitewashing", und Christian Bale schindet seinen Körper mal wieder für eine Rolle: Das Neueste aus Hollywood.

Patty Jenkins
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Patty Jenkins


Patty Jenkins ("Monster") wird auch beim zweiten Teil von "Wonder Woman" Regie führen, laut "Variety" hat die amerikanische Filmemacherin den Vertrag für eine Fortsetzung unterschrieben.

Kurz zuvor war bekannt geworden, dass Jenkins bereits an einem Skript für den zweiten Teil des erfolgreichen Superheldinnen-Films arbeite. "Variety" will außerdem erfahren haben, dass der im Vertrag festgelegte Betrag in einem Bereich um die 8 Millionen Dollar liegt, zuzüglich einer Gewinnbeteiligung. Damit würde Jenkins zur bestbezahlten Regisseurin aller Zeiten aufsteigen.

"Wonder Woman" war ein großer Erfolg für Warner-Bros., mit einem weltweiten Einspielergebnis von 813 Millionen Dollar übertraf der Film die vorangegangenen Beiträge zum Filmuniversum der DC-Comics, darunter der Superman-Film "Man of Steele", dessen Nachfolger "Batman v Superman: Dawn of Justice" und "Suicide Squad". Auch bei den Kritikern kam "Wonder Woman" sehr viel besser an als die bisherigen Filme aus dem DC-Universum. Es war zudem der stärkste Kinostart einer Regisseurin in der Geschichte Hollywoods.

Whitewashing

Das geplante "Hellboy"-Reboot hat wohl einen Kandidaten für die vakante Rolle des Ben Daimio gefunden. Angeblich soll Daniel Dae Kim, bekannt aus "Lost" und der CBS-Show "Hawaii Five-0", im Gespräch sein. Die Besetzung hatte unlängst für Aufregung gesorgt, weil der britische Schauspieler Ed Skrein von der Rolle zurücktrat, als er erfuhr, dass die Figur des Daimio ursprünglich japanischer Abstammung ist.

Das Filmstudio "Lionsgate" reagierte prompt auf die Vorwürfe des "Whitewashing" - der immer noch verbreiteten Angewohnheit Hollywoods, weiße Schauspieler für ursprünglich nichtweiße Rollen zu casten - versicherte, nichts Böses im Sinn gehabt zu haben und versprach, sich um einen passenderen Schauspieler zu bemühen. Sollte Kim die Rolle bekommen, würde er unter der Regie von Neil Marshall mit David Harbour ("Stranger Things") Milla Jovovich ("Das Fünfte Elemen") und Ian McShane ("American Gods") zu sehen sein.

Regiedebüt für einen Österreicher

2018 soll mit "Georgetown" das Regiedebüt von Christoph Waltz in die Kinos kommen. Langsam nimmt auch die Besetzung Form an: Neben Waltz, der die Hauptrolle übernehmen wird, und Vanessa Redgrave ("Blow Up"), wird auch Annette Benning ("American Beatuy") in dem Film mitspielen.

"Georgetown" erzählt die Geschichte des Albrecht Muth (Waltz), einem sozialen Aufsteiger, der die ältere und vor allem wohlhabendere Viola Drath (Redgrave) heiratet. Dabei arbeitete er sich lügend und betrügend in die höchsten politischen Zirkel Amerikas empor. Benning wird die Tochter von Viola Drath verkörpern. Die Geschichte basiert auf einem Artikel aus dem"New York Times Magazin" von 2012.

Bale macht mal wieder Methodacting

Christian Bale hat schon viele Verwandlungen durchgemacht für die Rollen, die er spielt. Für "The Machinist" (2004) verlor er bis zu 30 Kilogramm, nur um sich für "Batman Begins" (2005) wieder 40 Kilo draufzutrainieren.

Auf dem Filmfestival in Toronto konnte man jetzt Bales nächste Verwandlung bewundern, mit dicken Backen und gebleichten Augenbrauen saß er da und erzählte, dass er vor allem viele Kuchen essen würde, um an Gewicht zu gewinnen. In welche Rolle Bale diesmal reinzuwachsen versucht? Ganz einfach: Dick Cheney, ehemaliger amerikanischer Vizepräsident unter George W. Bush. In "Backseat" sollen neben Bale auch zu sehen sein: Amy Adams als Lyenne Cheney, Steve Carell als Donald Rumsfeld und Sam Rockwell als George W. Bush.

Spike Jonze und ein tierischer Detektiv

In Toronto erfuhr man noch eine weitere interessante Sache: Regisseur Spike Jonze, bekannt für "Being John Malkovich" und die Sci-fi-Liebesgeschichte "Her", hätte beinahe die Fortsetzung von "Ace Ventura - Ein tierischer Detektiv" gedreht. Und nicht nur das, "Ace Ventura - Jetzt wird's wild" wäre sein Regiedebüt geworden. Warum es anders kam? Jim Carrey. Der Ace-Ventura-Darsteller wollte Jonze damals nicht als Regisseur. "Ich war dumm genug, ihn für Ace Ventura 2 abzulehnen, weil ich keine Ahnung hatte, wer er war", sagte Carrey, der in Toronto war, um eine Dokumentation vorzustellen, die er gemeinsam mit Jonze gemacht hatte. Er fügte hinzu: "Seitdem mache ich mich selber fertig."

gia



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