Box Office Ahuuuuuu, der Wolf brüllt sich nach oben

Männer, die mal so richtig die Sau raus lassen sind zurzeit überpräsent in den Kinosälen: In den USA schießen sich Kevin Hart und Ice Cube mit "Ride Along" an die Spitze. Und in Deutschland feiern sich die Jungs von "The Wolf of Wall Street" nach oben.

Glückwunsch zur Nummer eins: Jonah Hill und Leonardo DiCaprio in "The Wolf of Wall Street"
Universal

Glückwunsch zur Nummer eins: Jonah Hill und Leonardo DiCaprio in "The Wolf of Wall Street"


USA

1. Gewinner der Woche

Gefährliche Typen, schnelle Autos und jede Menge Krawall: Mit diesen Zutaten hat sich die Komödie "Ride Along" mit Kevin Hart und Ice Cube an die Spitze der US-amerikanischen Kinocharts gesetzt. Der Action-Knaller spielte am Wochenende laut "Blickpunkt:Film" rund 48 Millionen Dollar ein.

Harte Kerle haben es auch auf den zweiten Platz der Kino-Hitliste geschafft. "Lone Survivor", der in der vergangenen Woche noch einsam an der Spitze stand, büßte einen Platz ein. Der Kriegsfilm mit Mark Wahlberg, Ben Foster und Taylor Kitsch spielte von Freitag bis Sonntag 23,2 Millionen Dollar ein: Platz zwei für die Jungs, die in Afghanistan auf gefährlicher Mission unterwegs sind.

Rang drei nimmt ein wuseliges Eichhörnchen für sich ein, das mit seinen Komplizen einen Raubüberfall plant. Auf eine Bank haben es die Tierchen allerdings nicht abgesehen, sondern auf einen Nuss-Geschäft. Der Animationsfilm "The Nut Job" spülte am Wochenende 20,5 Millionen Dollar in die Kassen.

2. Verlierer der Woche

"Saving Mr.Banks" rutschte von Platz acht auf Platz zehn hinab. Das Disney-Biopic über Animationskönig Walt Disney spielte am Wochenende nur 4,1 Millionen Dollar ein.

3. Zahl der Woche

Nun ist es offiziell: "Die Eiskönigin - Völlig unverfroren " ist Disneys erfolgreichster Film. Die animierte Komödie spielte bislang 336,6 Millionen Dollar ein. Damit übertrumpfen die Winterfreunde sogar "Den König der Löwen", mit dem Disney 1994 knapp 313 Millionen Dollar umgesetzt hatte.

Deutschland

1. Gewinner der Woche

Sex, Koks und haufenweise Dollarscheine: Martin Scorseses Finanzsatire "The Wolf of Wall Street" ist in seiner Startwoche an die Spitze der deutschen Kinocharts gestürmt. Die für fünf Oscars nominierte, dreistündige Satire um einen betrügerischen Finanzmakler - gespielt von Leonardo DiCaprio - wollten laut Media Control zwischen Donnerstag und Sonntag rund 485.000 Zuschauer sehen. Rund fünf Millionen Euro spielte der Film ein.

Die Verfilmung von Noah Gordons Bestseller "Der Medicus" hält sich wacker auf Rang zwei. Rund 275.000 Besucher lockte Hauptdarsteller Tom Payne in die Kinos und brachte ein Einspielergebnis von 2,5 Millionen Euro.

Platz drei geht an den Jugendfilm "Fünf Freunde 3". Die Abenteuer von George, Julian, Dick, Anne und Hund Timmy schauten sich 210.000 Besucher an.

2. Verlierer der Woche

Eigentlich hätte man mehr von den deutschen Kinozuschauern erwartet: Nur 66.000 Menschen zog es in das mit Preisen überhäufte Sklavendrama "12 Years a Slave" von Steve McQueen. In seiner ersten Kinowoche landete der Film mit Michael Fassbender, Chiwetel Ejiofor und Lupita Nyongo nur auf Platz neun.

3. Und welcher Film hat eine zweite Chance verdient?

"Du kannst ihm bis ins Gehirn gucken und die Furcht spüren" hat Richard Phillips über Tom Hanks gesagt. Hollywoods Darling verkörpert den US-Seefahrer, der vor fünf Jahren von somalischen Piraten als Geisel entführt worden ist, in Paul Greengrass' "Captain Phillips". Das Drama geht mit den Filmen "American Hustle", "Nebraska", "Philomena", "Dallas Buyers Club", "12 Years a Slave", "Gravity" ,"The Wolf of Wall Street" und "Her" ins Rennen um den Oscar.

kha

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insgesamt 4 Beiträge
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Seite 1
loroner 20.01.2014
1. 12 years a slave
Kein Wunder, dass 12 years a slave so schlecht abschneidet. Scheinbar bringen das nur eine Handvoll Kinos. Hab mich auf den Streifen riesig gefreut. Aber hier in Magdeburg lief der gar nicht an. Das nächstgelegene Kino, welches den Film bringt ist Göttingen. Und soweit fahre ich definitiv nicht
hütti 20.01.2014
2. Eigentlich hätte man mehr von den deutschen Kinozuschauern erwartet
ich habe die gleiche Erfahrung wie loroner gemacht, am Startwochenende war 12 years a slave in keinem Kino in Oldenburg und Umgebung zu sehen, dabei kenne ich allein schon eine Menge Leute, die den unbedingt sehen wollten... Stattdessen haben wir dann zum guten Ergebnis von Wolf oft Wallstreet beigetragen...
tylerdurdenvolland 21.01.2014
3. ?
Zitat von sysopUniversalMänner, die mal so richtig die Sau rauslassen sind zurzeit überpräsent in den Kinosälen: In den USA schießen sich Kevin Hart und Ice Cube mit "Ride Along" an die Spitze. Und in Deutschland feiern sich die Jungs von "The Wolf of Wall Street" nach oben. http://www.spiegel.de/kultur/kino/ride-along-und-the-wolf-of-wall-street-auf-platz-1-im-kino-a-944439.html
Ein guter Artikel, leider wohl eher für Leute die sich nicht so sehr fürs Kino interessieren. Sehr schön die Gegenüberstellung von USA und DE. Im einen Land dumpfe Gewaltfantasien und Superman Träume, im anderen hat eine ebenso wahre wie unangenehme Geschichte den größten Zuwachs. Das freut einen denn doch, wenn man lesen kann, daß im eigenen Land noch nicht ganz Hopfen und Malz verloren gegangen sind, nur dann kommt: 3. Und welcher Film hat eine zweite Chance verdient? Captain Philips? Wirklich? Warum?
szameit2000 22.01.2014
4. optional
... in Magdeburg laufen gute, anspruchsvolle und/oder originelle Filme ganz selten in den großen Kinos (im Gegensatz zu anderen Städten). Und wenn doch, dann nur für kurze Zeit. Das liegt aber meiner Meinung nach am Publikum - Gutes wird nicht nachgefragt. Ich könnte einige Beispiele nennen. Nur gut, dass es ein kleines Programmkino gibt.
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