Rom Regisseur Monicelli stürzt in den Tod

Der italienische Meisterregisseur Mario Monicelli ist tot. In Rom hat sich der 95-Jährige aus dem fünften Stock eines Krankenhauses gestürzt. Zuvor hatte er sich einer Krebsbehandlung unterziehen müssen.

Regisseur Monicelli (2009 in Venedig): Sturz aus dem fünften Stock
AFP

Regisseur Monicelli (2009 in Venedig): Sturz aus dem fünften Stock


Rom - Monicelli war am Montagabend aus dem fünften Stock eines römischen Krankenhauses gefallen, berichtete die italienische Nachrichtenagentur Ansa. Nach Angaben von Beschäftigten des Krankenhauses San Giovanni war er sofort tot. Der Meisterregisseur wurde 95 Jahre alt.

Italienischen Medien zufolge beging Monicelli Selbstmord. Er war in dem Krankenhaus seit Sonntag wegen einer Prostata-Krebserkrankung behandelt worden, gaben Beschäftigte des Krankenhauses San Giovanni an.

Walter Veltroni, ehemaliger Bürgermeister von Rom, sagte: "Dieser Tod tut uns allen sehr weh. Der Verlust wird uns noch lange belasten."

Monicelli galt als einer der wichtigsten Regisseure des italienischen Nachkriegskinos. Als Experte für italienische Filmkomödien stand der gebürtige Toskaner vor allem für Streifen wie "La grande guerra" ("Man nannte es den großen Krieg") mit dem Paar Alberto Sordi und Vittorio Gassman in den Hauptrollen. Mit der Rififi-Parodie "I soliti ignoti" verhalf er 1958 der Schauspielerin Claudia Cardinale zum Durchbruch.

Für seine Filme "Casanova '70" und "I Compagni" ("Die Peitsche im Genick") war er 1965 beziehungsweise 1963 zweimal für den Oscar nominiert. Monicelli hatte auch als Drehbuchautor gearbeitet.

jok/dapd/AFP/dpa



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