Schaffenskrise Lars von Trier leidet an Depressionen

Früher hat er mehrere Projekte gleichzeitig vorantreiben können. Seit Lars von Trier einer Depression verfallen ist, fühle er sich nun aber wie ein weißes Blatt Papier, sagte er in einem Interview der Zeitung "Politiken".


Kopenhagen - Der dänische Filmregisseur Lars von Trier ist nach einer Depression in eine Schaffenskrise gestürzt. Er fühle sich "wie ein weißes Blatt Papier", sagte der mehrfach ausgezeichnete Filmemacher ("Dancer in the Dark", "Breaking the Waves") der Zeitung "Politiken". Das sei ungewöhnlich für ihn, denn er habe sonst immer mindestens drei Projekte zugleich im Kopf gehabt.

Von Trier, der als einer der wichtigsten europäischen Filmschaffenden gilt, war Anfang des Jahres wegen einer Depression in ein Krankenhaus eingewiesen worden. Seitdem habe er keine Freude mehr an seiner Arbeit. "Du kannst nicht einen Film drehen und gleichzeitig depressiv sein", sagte der 51-Jährige. "Sie sagen, dass es einige Jahre dauern kann, um sich von einer Depression zu erholen. Aber warten wir es ab." Er wisse nicht, ob er wie geplant Mitte des Jahres die Arbeit an dem Horrorfilm "Antichrist" beginnen könne.

In dem Interview bezeichnete von Trier "Dogville" mit Nicole Kidman als seinen besten Film. Sein Musical "Dancer in the Dark" wurde 2000 als bester Film in Cannes mit der Goldenen Palme ausgezeichnet.

van/AP



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