Schmähpreis "Basic Instinct 2" heißer Anwärter auf "Goldene Himbeere"

Schon die Kritiker nannten ihn die "Lachnummer der Saison". Nun hat der Erotik-Thriller "Basic Instinct 2" mit Sharon Stone beste Chancen, ganz offiziell zum schlechtesten Film des Jahres gekürt zu werden.


Los Angeles - Sharon Stone und ihr Film "Basic Instinct 2" gehen bei der diesjährigen Verleihung der "Goldenen Himbeere" als traurige Favoriten ins Rennen. Der zweite Teil des Thrillers "Basic Instinct", der Stone Anfang der 90er Jahre zur Sex-Ikone machte, wurde heute in Los Angeles gleich in sieben
Kategorien für den Film-Spottpreis nominiert. Der Film sei
"ungenießbar, unerotisch und nicht anzusehen", urteilte die Jury in wie üblich drastischen Worten.

Kandidatin für Schmähpreis "Goldene Himbeere": Hollywood-Star Stone
DPA

Kandidatin für Schmähpreis "Goldene Himbeere": Hollywood-Star Stone

Zu Stones Leistung bemerkten die Juroren, "es gebe aufblasbare Spielzeuge, die lebendiger wirken". In der Rubrik "Schlechteste Schauspielerin" tritt der Hollywood-Star gegen Newcomerinnen wie Lindsay Lohan und Jessica Simpson an.

Die ungeliebten "Himbeeren" oder auch "Razzies" werden am 24. Februar, einen Tag vor den Oscars, in Los Angeles vergeben. Die Trophäe, eine golden besprühte Plastik-Himbeere auf
einer Super-8-Rolle, ist nach Angaben der Organisatoren genau 4,97 Dollar wert. Nur wenige Stars machen jedoch von der Möglichkeit Gebrauch, die zweifelhafte Ehrung persönlich entgegen zu nehmen.

Ebenfalls mit sieben Nominierungen bedachte "Razzie"-Gründer John Wilson die Leinwandkomödie "Little Man" der Brüder Marlon und Shawn Wayans. Die Geschichte über einen Dieb, der sich
als Kleinkind ausgibt, sei "eine Komödie, die ebenso wenig Anlass zum Lachen gebe wie 'Schindlers Liste'", meinte Wilson. Außer "Basic Instinct 2" und "Little Man" könnten der einem
Computerspiel nachempfundene Film "BloodRayne", das Psychodrama "Das Mädchen aus dem Wasser" von M. Night Shyamalan sowie der Thriller "The Wicker Man" von und mit Nicolas Cage im Februar zum schlimmsten Film des Jahres ernannt werden.

Den Brüdern Wayans ("Little Man"), Nicolas Cage ("The Wicker
Man"), Rob Schneider ("Die Bankdrücker") und Dan Whitney ("Larry the Cable Guy: Health Inspector") sowie Tim Allen droht der Schmähpreis für die schlechteste männliche Darstellung. Allen geht gleich mit drei Filmen ins Rennen: "The Santa Clause 3: Eine frostige Bescherung", "The Shaggy Dog - Hör mal, wer da bellt" und "Zoom".

kai/dpa/AFP



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