"Blackhawk" Steven Spielberg nimmt sich eine Comicverfilmung vor

Steven Spielberg hat eine Verfilmung des Comics "Blackhawk" als neues Projekt bekannt gegeben. Zuvor bringt er aber einen alten Bekannten zurück auf die Leinwand.

"Ready Player One"
Warner Bros.

"Ready Player One"


Scheint so, als habe Steven Spielberg nach seinem Erfolg mit dem Sci-Fi-Film"Ready Player One" wieder Appetit auf Blockbuster bekommen. Für das Warner-Studio nimmt er die Verfilmung des Comics "Blackhawk" in Angriff.

Ob Spielberg den Film nur produzieren oder auch selbst inszenieren wird, steht noch nicht endgültig fest. Der "Hollywood Reporter" deutet aber an, dass er sehr wahrscheinlich auch auf dem Regiestuhl Platz nehmen wird. Das Drehbuch schreibt David Koepp, der unter anderem schon für Spielbergs Welterfolg "Jurassic Park" verantwortlich zeichnete.

Steven Spielberg hat wieder Lust auf das ganz große Kinogeschäft. Nicht ganz unschuldig daran dürfte der Erfolg seines letzten Films "Ready Player One" sein.
AFP

Steven Spielberg hat wieder Lust auf das ganz große Kinogeschäft. Nicht ganz unschuldig daran dürfte der Erfolg seines letzten Films "Ready Player One" sein.

"Blackhawk" wäre Spielbergs erste Comicverfilmung. Die Serie erschien von 1941 bis 1984, von 1957 an beim Verlag DC Comics ("Superman", "Batman"). Sie dreht sich um eine Gruppe von Jagdfliegern aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs, die sowohl gegen die Achsenmächte antreten als auch gegen übermenschliche Bösewichter.

In den letzten Jahren hatte es den Anschein, als habe Spielberg ein wenig die Lust am großen Popcorn-Kino verloren, dessen moderne Variante er selbst mit Filmen wie "Der weiße Hai" und der Indiana-Jones-Reihe erfunden hatte. Seit 2010 inszenierte er einen Kriegsfilm ("Gefährten"), ein Historien-Drama ("Lincoln") und ein Agenten-Drama ("Bridge of Spies").

2013 sagten er und sein Kollege und Freund George Lucas sogar die Implosion Hollywoods voraus. Die großen Studios vernachlässigten den Mittelbau und gäben immer größere Summen für immer weniger Blockbuster aus. Später nahm Spielberg die Aussage zurück.

Weltweiter Erfolg, nur in Deutschland nicht

Spätestens mit "Ready Player One" ist er aber zurück im Geschäft mit den ganz großen Publikumsfilmen. Der mit popkulturellen Referenzen an die Achtzigerjahre getränkte Film schoss an die Spitze der Kinocharts in den USA, Frankreich, China und Russland. "Ready Player One" spielte bisher weltweit über 480 Millionen Dollar ein. Nur die Deutschen zeigten dem Film die kalte Schulter, hier reichte es nur für etwas über 385.000 Zuschauer.

Als nächstes nimmt sich Spielberg eine seiner beliebtesten Figuren vor: Kürzlich gab er bekannt, im April 2019 werde er mit den Dreharbeiten für den fünften Teil von "Indiana Jones" beginnen. Ein Jahr später soll der Film starten. Harrison Ford wird zum letzten Mal den Titelhelden verkörpern. Danach, so Spielberg, könne er sich eine Frau in der Rolle vorstellen.

Wann "Blackhawk" in den Dreh gehen soll, ist noch ungewiss, auf jeden Fall aber nach "Indiana Jones 5".

kae



insgesamt 3 Beiträge
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Seite 1
DrStrang3love 18.04.2018
1.
Die Gelegenheit für Indiana Jones 5 ist längst verpasst. Vor 10 Jahren, kurz nach dem verhunzten "Kristallschädel" wäre da vielleicht noch was zu retten gewesen, aber was soll das jetzt mit einem bald 80 Jahre alten Harrison Ford?
PTerGun 19.04.2018
2. Seit 2010?
Seit 2010 hat Spielberg ein paar mehr Filme gemacht. 2010 kam auch der animierte Tim und Struppi-Film, übrigens auch eine Comic-Verfilmung. Ebenso "BFG", eine Kinderbuchverfilmung nach Roald Dahl, und dieses Jahr (bzw. in US letztes Jahr) kam noch "Die Verlegerin" mit Tom Hanks und Meryl Streep.
ms.engelns 19.04.2018
3. Falsche Info
In dem Artikel steht, "Blackhawk" wäre Spielbergs erste Comicverfilmung. Das stimmt so nicht, schließlich hat er 2011 mit "Die Abenteuer von Tim und Struppi – Das Geheimnis der Einhorn" bereits eine Comicadaption als Regisseur und Produzent hervorgebracht.
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