Sundance Cinema Redford gründet Kette für Kulturkino

Weil Robert Redford das in Amerikas Multiplex-Kinos gezeigte Einheitsprogramm missfällt, gründet der Schauspieler seine eigene Kinokette. Die nach dem von Redford ins Leben gerufenen Sundance Festival benannten Lichtspielhäuser sollen vor allem kleinere, unabhängige Produktionen zeigen.


Robert Redford: Qualität statt Einheitsbrei
DPA

Robert Redford: Qualität statt Einheitsbrei

Salt Lake City - Der Hollywood-Star Robert Redford will seinen Landsleuten mit einer neuen Kinokette mehr Möglichkeiten geben, anspruchsvolle Filme zu sehen. Redford werde mit den Kinos an den Erfolg des von ihm in Salt Lake City gegründeten Sundance-Filmfestivals für unabhängige Produktionen anknüpfen, berichtete am Wochenende die Zeitung "Salt Lake Tribune".

Die Kinokette Sundance Cinemas soll von den beiden mit Redford befreundeten Kino-Managern Paul Richardson und Vert Manzari geführt werden. Der Programmschwerpunkt werde auf unabhängig produzierten Spiel- und Dokumentarfilmen liegen. Zudem soll dem US-Publikum auch eine große Zahl fremdsprachiger Filme geboten werden, teilte Redford mit.

"Alles, was dazu beiträgt, dass neue und interessante Stimmen aus dem Bereich der Kultur mehr Menschen erreichen, ist zugleich auch eine Bereicherung für Künstler, das Publikum und die Gemeinden", sagte der Schauspieler und Regisseur zur Begründung seines Vorhabens. Wie viele Kinos die Sundance-Kette am Ende haben wird, ist bislang unklar. Redfords Beauftragte suchen in allen US-Bundesstaaten nach geeigneten Lichtspielhäusern.



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