USA
1. Gewinner der Woche
Sieger sind ganz eindeutig die wagemutigen Produzenten, die sich getraut haben, die Reihe der "Bourne"-Filme fortzusetzen - ohne den Star der ersten drei Thriller. Matt Damon verkörperte den Agenten Jason Bourne bisher, doch er wollte nicht an einer Fortsetzung ohne Regisseur Paul Greengrass teilnehmen. Doch Universal Pictures ließ den Drehbuchschreiber Tony Gilroy auch die Regie übernehmen, die Hauptrolle ging an Jeremy Renner, und Jason Bourne kommt nur indirekt vor im vierten Teil der nach ihm benannten Reihe, "The Bourne Legacy".
40,27 Millionen Dollar trugen die Zuschauer zu den amerikanischen Kinokassen, um zu sehen, ob dieses Experiment aufgeht. Damit bleibt "The Bourne Legacy" zwar weit hinter den beiden Fortsetzungen mit Matt Damon zurück (52,5 Millionen für den zweiten "Bourne"-Film, "The Bourne Supremacy" und 69,3 Millionen für "The Bourne Ultimatum"). Aber für Platz eins in den US-Kinocharts reichte es trotzdem.
Auch stark gestartet ist die neue Nummer zwei: In der Polit-Komödie "The Campaign" streiten Will Ferrell und Zach Galifianakis in einem schmutzigen Wahlkampf um einen Kongresssitz. 27,4 Millionen Dollar spielte der Film ein - ein sehenswertes Ergebnis für eine Polit-Satire.
2. Verlierer der Woche
Der schwarze Ritter hat Platz eins verloren, deshalb ist "The Dark Knight Rises" zwangsläufig ein Verlierer der Woche. Aber nach drei Wochen an der Spitze darf der Batman-Film auch mal wieder Platz machen für etwas Neues. 19,54 Millionen Dollar kamen zu einer Gesamtbilanz von inzwischen 390,2 Millionen Dollar hinzu - was dem Finale von Christopher Nolans Batman-Trilogie Platz 15 in der "ewigen" Umsatz-Tabelle einbringt.
Auch "Hope Springs" sieht nur auf den ersten Blick wie ein Verlierer aus. Zwar war das Drama mit Meryl Streep und Tommy Lee Jones in den Hauptrollen der schwächste der drei großen Neustarts, doch richtet sich der Film um ein älteres Ehepaar, das eine Paartherapie anfängt, an ein älteres Publikum, das oft nicht gleich am ersten Wochenende ins Kino rennt.
3. Zahl der Woche
Minus 68 Prozent - das ist der Umsatzverlust gegenüber dem Vorwochenende für das Remake von "Total Recall". Damit dürfte klar sein: Arnie Schwarzenegger ist nicht so leicht zu ersetzen. Mit nur noch 8,1 Millionen Dollar rutschte "Total Recall" auf den sechsten Platz ab, noch hinter den Kinderfilm "Diary of a Wimpy Kid: Dog Days".
Deutschland
1. Gewinner der Woche
Unflätig, schwer erziehbar - und ein Publikumsliebling. Das ist "Ted", der kuschelige Star der gleichnamigen Komödie, die nach zwei Wochenenden in deutschen Kinos schon fast zwei Millionen Zuschauer gesehen haben. Von Donnerstag bis Sonntag waren es rund 580.000 Menschen; dadurch gelang es "Ted", die Spitzenposition der deutschen Kinocharts zu verteidigen.
2. Verlierer der Woche
Robert DeNiro und Sigourney Weaver in den Hauptrollen als Psychologin und als Hellseher - da müsste doch Betrieb sein an den Kinokassen? Weit gefehlt! Nur 8.000 Zuschauer wollten das Psycho-Duell "Red Lights" sehen; damit kam der Film als zweitbester Neustart nur auf Platz 14.
Und welcher Film hat eine zweite Chance verdient?
Vielleicht ja doch die Nummer zwei der deutschen Kinocharts - auch wenn es "Prometheus - Dunkle Zeichen" mit 308.000 Zuschauern nicht gelang, "Ted" von Platz eins zu verscheuchen. Doch das "Alien"-Prequel von Regisseur Ridley Scott hat immerhin einen der aufregendsten neuen schwarzen Stars Hollywoods zu bieten: Idris Elba spielt darin einen Raumschiffkapitän.
feb/AP/Reuters
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