Nordkorea-Satire "The Interview" startet am 5. Februar in Deutschland

"The Interview" soll in Deutschland wie geplant in die Kinos kommen. In den USA ist die Nordkorea-Satire nur online und in wenigen Kinos verfügbar - hat so aber schon mehr als 30 Millionen US-Dollar eingespielt.

Columbia Pictures

Hamburg/Los Angeles - Der nordkoreanische Diktator Kim Jong Un als rührseliger Katy-Perry-Fan und demagogischer Kriegstreiber: Wegen Darstellungen wie diesen, besonders aber aufgrund der Drohungen gegen den Film hat die US-Filmsatire "The Interview" mit Seth Rogen und James Franco einen Skandal ausgelöst. Deutsche Kinogänger können sich bald ein eigenes Bild davon machen: Ab dem 5. Februar startet der Film hierzulande in den Kinos. Damit hält Sony laut einer Pressemitteilung den anvisierten Termin ein.

In den USA konnte der Film nicht wie geplant starten. "The Interview" sollte dort ab dem ersten Weihnachtsfeiertag in rund 2500 Kinos gezeigt werden. Eine Hackergruppe startete jedoch einen Angriff auf Sony und drohte wegen des Films mit Anschlägen, woraufhin zahlreiche US-Kinos "The Interview" aus dem Programm nehmen wollten. Das wiederum veranlasste Sony zunächst, den Filmstart abzusagen.

Daraufhin hagelte es Kritik aus Kultur und Politik, auch Präsident Barack Obama schaltete sich ein und bezeichnete die Entscheidung als "Fehler". Schließlich veröffentlichte Sony den Film doch in mehreren Hundert Kinos sowie gegen Gebühr auf diversen Internetplattformen. Laut Sony soll er dort bislang mehr als 4,3 Millionen Mal aufgerufen worden sein.

Bereits in den ersten Tagen hatte die Satire so knapp 15 Millionen US-Dollar eingespielt, inzwischen hat sich die Summe mehr als verdoppelt. Allein die Online-Abrufe brachten bislang rund 31 Millionen Dollar ein - das macht "The Interview" zu dem wirtschaftlich erfolgreichsten Hollywoodfilm im Netz. Vor dem Hackerangriff hatte Sony allerdings damit gerechnet, dass der Film diese Summe allein am ersten Start-Wochenende durch Kinobesuche einspielen würde.

vks/AP

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insgesamt 25 Beiträge
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Der Meyer Klaus 07.01.2015
1.
Das riecht mir irgendwie nach zuviel PR. Habe gar keine Lust auf den Film.
postmaterialist2011 07.01.2015
2. Lohnt sich auch nicht !
Zitat von Der Meyer KlausDas riecht mir irgendwie nach zuviel PR. Habe gar keine Lust auf den Film.
Ich habe den Film schon online gesehen und bin dabei zweimal eingeschlafen. Der Film ist weder witzig noch spannend, geschweige denn gut. Lohnt sich definitiv nicht dafür extra ins Kino zu gehen.
der gärtner 07.01.2015
3. So what?
Was? Da spielt Seth Rogen mit? Muss man also nicht sehen... und schon wieder etwas Geld gespart. Mal ganz ehrlich: Bei all der miesen PR für den Film, kann er selbst nur schlecht sein und schon allein das Thema sagt alles...
lynx arc 07.01.2015
4. super lustig,
habe den Film am Sonntag online geguckt. Für mich einfach genial wie James Franco den Moderator/Journalisten spielt. Wie er Eminem interviewt und der sich (im Film) als schwul outet und alles spielt verrückt, köstlich! Und wie Kim dargestellt wird, gar nicht so eindimensional, Drehbuch Top. Wer auf Team America oder Das ist das Ende steht wird diesen Film auch mögen. Ich gehe auf jeden Fall nochmal ins Kino.
hans00wurst 07.01.2015
5.
Zitat von postmaterialist2011Ich habe den Film schon online gesehen und bin dabei zweimal eingeschlafen. Der Film ist weder witzig noch spannend, geschweige denn gut. Lohnt sich definitiv nicht dafür extra ins Kino zu gehen.
Es sei die generelle Frage erlaubt, ab wann es sich lohnt für eine Komödie Geld auszugeben. Es gibt in der langen Kinogeschichte sicher einige Produktionen, die durchaus ihr Eintrittsgeld wert waren und das Genre Komödie adäquat bedienten - mehrheitlich handelt es sich bei den sogenannten Komödien aber vorrangig um Klamauk der niederen Sorte. Ob das Bild von SPON nun aktiv gewählt wurde oder eine Presseausgabe ist, weiß ich natürlich nicht, aber zumindest reicht es, um die Qualität entsprechend einzuordnen.
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