Box Office Polizistenhumor statt Frankenstein

Die Deutschen gucken weiterhin am liebsten Leonardo DiCaprio als gewissenlosem Finanzhai in der Koksorgie "The Wolf of Wall Street" zu. In den USA hält sich die derbe Polizistenkomödie"Ride Along" an der Spitze, eine moderne Frankenstein-Verfilmung floppte hingegen.

Koks, Sex, Aktienkurse: "Wolf of Wall Street" ist weiterhin auf Erfolgskurs
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Koks, Sex, Aktienkurse: "Wolf of Wall Street" ist weiterhin auf Erfolgskurs


USA

1. Gewinner der Woche

Derbe Scherze, ein bisschen Geballer und der Rapstar Ice Cube in der Hauptrolle - wohl auch, weil es an diesem Wochenende in den USA keine sehnlichst erwarteten Kinostarts gab, konnte sich die Polizisten-Buddy-Komödie "Ride Along" mit 21,2 Millionen Dollar Einnahmen am zweiten Wochenende nach Start an der Spitze der US-Kinocharts halten. Die Komödie verwies den Kriegsfilm "Lone Survivor" und das Animationsspektakel "The Nut Job" auf die Plätze 2 und 3.

Weiterhin auf Erfolgskurs: "Die Eiskönigin - Völlig unverfroren". Schon am vergangenen Wochenende war das Animationswerk zum erfolgreichsten Disney-Film aller Zeiten geworden. An diesem Wochenende schaffte der Film auch die 800-Millionen-Dollar-Marke - und ist jetzt laut "Hollywood Reporter" nach "Findet Nemo" die Nummer zwei der erfolgreichsten Animationsfilme überhaupt.

2. Verlierer der Woche

Da kann auch ein Monsterbudget von 65 Millionen Dollar nichts mehr rausreißen: Aaron Eckhart zog am Startwochenende als moderne Version von Frankensteins Monster in "I, Frankenstein" kaum Zuschauer in die Kinos. Nur 8,3 Millionen Dollar spielte der von Kritikern verrissene Fantasy-Film an seinem ersten Wochenende ein.

3. Zahl der Woche

12,6 Millionen. So viele Dollar spielte Peter Bergs Afghanistan-Kriegsdrama "Lone Survivor" an seinem dritten Wochenende in den Kinos ein, beim Gesamteinspiel steht der Film kurz vor dem Sprung über die 100-Millionen-Dollar Marke. Das ist deshalb ein fulminanter Erfolg, weil Berg 2012 mit dem Science-Fiction-Spektakel "Battleship" einen der größten Filmflops des Jahres fabriziert hatte: Bei einem Produktionsbudget von 209 Millionen Dollar hatte der Film nicht mal ein Drittel seiner Kosten eingespielt.

Deutschland

1. Gewinner der Woche

Die Deutschen lieben Martin Scorseses bitterschwarze Abrechnung mit dem Finanzsystem: Seine Satire "The Wolf of Wall Street" hat seine Position an der Spitze der deutschen Kinocharts auch am zweiten Wochenende verteidigt. Die dreistündige Satire um einen betrügerischen Finanzmakler - gespielt von Leonardo DiCaprio - wollten laut "Blickpunkt:Film" 415.000 Zuschauer sehen. Insgesamt knackte der Film so schon die Besuchermillion und ist auf dem besten Weg, Scorses erfolgreichster Film in Deutschland zu werden - bisher ist das "Shutter Island " mit 1,5 Mio. Besuchern. Auf Platz zwei liegt in Deutschland nach dem vergangenen Wochenende "Der Medicus" mit 187.000 verkauften Tickets, dicht gefolgt von dem Jugendfilm "Fünf Freunde 3" mit 184.000 Besuchern.

2. Verlierer der Woche

Eine Frau wird jahrzehntelang eingekerkert - und keiner guckt hin. Dafür, dass Deutschland traditionell Krimiland ist, läuft die Adler-Olsson-Verfilmung "Erbarmen" mit 45.000 verkauften Tickets und knapp 400.000 Euro Umsatz schwach an.

3. Und welcher Film hat eine zweite Chance verdient?

"Hannas Reise" landete in der ersten Woche mit 13.000 Besuchern und 100.000 Euro Einspiel nur auf Platz 17 der deutschen Kinocharts. Die Geschichte um eine Studentin, die mit einem Praktikum in Israel ihren Lebenslauf aufpolieren will, aber dann doch vieles über jüdisch-deutsche Geschichte lernt, hat mehr Zuschauer verdient.



insgesamt 3 Beiträge
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giorgio2012 27.01.2014
1. Verlierer der Woche
kein Wunder, wenn z. B. in Hamburg in den Kinos nur eine Vorstellung am Tag (20.00 Uhr ) läuft. Da hat so mancher - trotz Interesse - keine Lust mehr ins Kino zu gehen.
Blackzxr 27.01.2014
2. Frankenstein film
ist nichts, haben ihn gestern angeschaut..zwar in 3D aber sonst..naja,ganz kurze Einblendungen über seine Entstehung,das Monster ist aus einem Stück mit unlogischen Narben,da er ja auch laut Film aus verschiedenen Leichenteilen zusammengebaut wurde, seltsam sind auch die Gargols,was haben die mit Frankensteins Monster zu tun, ebenso das große Zenober und keine Menschen in der Stadt ?da stürtz ein riesen gebäude ein und keine sirenen,weder krankenwagen, polizei usw... seltsam seltsam, und zu schnelle Bildfolge das man nicht mitkommt,bzw. stört das man einfach was vernünftig erkennen kann,oder ich bin einfach zu alt..übrigends ist er über 200 jahre alt und lebt in der heutigen zeit..daumen runter,geld zum fenster rausgeschmissen...
JimDoe 28.01.2014
3.
da sollte nochmal jemand die Fakten checken.
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