Tolkien-Verfilmung Peter Jackson macht den "Hobbit"

Wer Zwerge, Elben und Orks mag, darf aufatmen: Der neuseeländische Regisseur Peter Jackson wird nach "Herr der Ringe" jetzt auch Tolkiens "Der kleine Hobbit" ins Kino bringen - und zwar als kreativer Chef des Filmprojekts.


Los Angeles/Hamburg - Die Herren über den "Herr der Ringe" haben ihren Rechtsstreit beigelegt - und gleichzeitig das nächste Großprojekt in Angriff genommen: Die Verfilmung des Tolkien-Klassikers "Der kleine Hobbit". Die New-Line-Cinema-Studios und Oscar-Preisträger Peter Jackson stritten lange um die Profite aus der "Herr der Ringe"-Trilogie, und es sah nicht danach aus, dass Jackson bei dem "Hobbit"-Projekt mitmachen würde. Nun hat man gestern die Streitigkeiten beigelegt. Ergebnis: Jackson und seine Frau Fran Walsh sind bei den zwei geplanten "Hobbit"-Filmen mit an Bord - wenn auch nur als Produzenten.

Regisseur Jackson: Kreativer Chef der "Hobbit"-Verfilmungen
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Regisseur Jackson: Kreativer Chef der "Hobbit"-Verfilmungen

Selbst wenn bislang keine Details über die Einigung bekannt wurden, ist nicht unwahrscheinlich, dass die Studiobosse einlenkten, weil sie um den Erfolg des "Hobbit"-Projektes bangten. In den vergangenen Monaten war es vor allem unter Hardcore-Tolkienianern zu Unmut gekommen. In diversen Internetforen drohten sie an, die "Hobbit"-Verfilmungen zu boykottieren, falls Peter Jackson nicht beteiligt sein sollte.

Wer nun bei den "Hobbit"-Filmen Regie führen wird, ist allerdings noch ungeklärt. Bob Shaye, Ko-Chef von New Line Cinema, sagte, dass Jackson, Walsh und das Studio sich über wesentliche kreative Elemente einig seien und man ab Januar kommenden Jahres gemeinsam nach Drehbuchautoren und Regisseuren suchen wolle. Nach Angaben von Jacksons Manager werde der Regisseur als eine Art Qualitätsmanager über alle kreativen Entscheidungen die Kontrolle behalten.

Das Buch "Der kleine Hobbit" ist der Vorläufer von J.R.R. Tolkiens "Herr der Ringe"-Trilogie, die Peter Jackson verfilmt hatte und die in den Jahren 2001 bis 2003 in den Kinos lief. Die drei Filme spielten damals mehr als drei Milliarden US-Dollar weltweit ein.

tdo/Reuters



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