Box Office "Transformers"-Erfolg in China verwandelt Hollywood

Erfolgreichster Start des laufenden Jahres - was der vierte "Transformers"-Film in den USA erreicht hat, ist eindrucksvoll. Doch in China bricht er sogar Rekorde. In Deutschland beherrscht ein Krebsdrama weiter die Kinocharts.

Szene aus "Transformers: Age of Extinction": 100 Millionen Dollar in Amerika, 90 in China
AP/ Paramount Pictures

Szene aus "Transformers: Age of Extinction": 100 Millionen Dollar in Amerika, 90 in China


USA

1. Gewinner der Woche

Die Maschinen, wer sonst? "Transformers: Age of Extinction" startete in die nordamerikanischen Kinos mit einem ordentlichen Knall und kommt auf einen Kassenumsatz von geschätzten 100 Millionen Dollar an seinem ersten Wochenende. Damit ist der vierte Film der "Transformers"-Reihe erfolgreicher angelaufen als der erste und der dritte; "Revenge of the Fallen", der zweíte "Transformers"-Film, kam 2009 sogar auf ein Starteinspiel von 108 Millionen Dollar, berichtet "Box Office Mojo".

Mit dem ersten dreistelligen Millioneneinspiel des Jahres ist "Transformers 4" klar der bisher bestgestartete Film des Jahres - und selbstverständlich auch die neue Nummer eins in den Kinocharts. Mit riesigem Abstand folgt "22 Jump Street" auf Rang zwei (15,4 Millionen Dollar).

2. Verlierer der Woche

Einen schweren Absturz musste die Nummer eins der Vorwoche hinnehmen: Die Komödie "Think Like a Man Too" mit dem Hauptdarsteller Kevin Hart rutschte mit jetzt nur noch 10,4 Millionen Dollar Einspiel auf den vierten Platz der Kinocharts ab. Aber der Beziehungsfilm hat auch nur etwas mehr als ein Zehntel der 210 Millionen Dollar von "Transformers" gekostet.

3. Zahl der Woche

90 Millionen Dollar: So viel spielte "Transformers 4" an seinem Startwochenende an den Kinokassen ein - und zwar an den chinesischen! Damit ist es mit großem Abstand der erfolgreichste westliche Film auf dem zweitgrößten Kinomarkt der Welt - bisher lag "Iron Man 3" mit umgerechnet 64,5 Millionen Dollar in dieser Wertung vorne. Nur die chinesische Produktion "Journey to the West", die den Startwochenrekord hält, brachte in sieben Tagen etwas mehr ein. Für Branchenkenner in Hollywood ist der "Transformers"-Erfolg ein "Wendepunkt": Zunehmend werde China auf Augenhöhe gesehen, bedeutende Teil von "Age of Extinction" wurden in dem asiatischen Land produziert. Und wer dem Erfolg in China bisher noch nicht nachgejagt sei, müsse schleunigst damit anfangen, zitiert das Fachblatt "Variety" einen Branchenkenner.

In weiten Teilen Europas und Südamerikas startet der Film erst nach der Fußball-WM - in Deutschland am 17. Juli unter dem Titel "Transformers - Ära des Untergangs".

Deutschland

1. Gewinner der Woche

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"Das Schicksal ist ein mieser Verräter": Ein neuer Liebesfilmklassiker
Wenn also die Welt-Blockbuster vorerst einen Bogen um Deutschland machen, freuen sich weiterhin dieselben Spitzenreiter wie die letzten beiden Wochenenden über den Löwenanteil der Fußballmuffel. Das Krebsdrama "Das Schicksal ist ein mieser Verräter" ist weiterhin die Nummer eins der von GFK Entertainment ermittelten Kinocharts - mit 125.000 Zuschauern, fast genauso viele wie in der Vorwoche. Auch der Disney-Fantasyfilm "Maleficent - Die dunkle Fee" mit Angelina Jolie in der Hauptrolle (110.000 Zuschauer) und der animierte Märchenfilm "Tinkerbell und die Piratenfee" (104.000 Besucher) kamen wieder auf sechsstellige Ticketverkäufe.

2. Verlierer der Woche

Wahrscheinlich hielt sich der Verleih für besonders clever, den Film "Mädelsabend" während der WM starten zu lassen, wo mutmaßliche viele Kerle vor der Glotze hocken, während sich die Mädels einen schönen Abend im Kino machen. Doch so ganz ging das Kalkül nicht auf: Die Komödie mit Elizabeth Banks war zwar der erfolgreichste Neustart der Woche, kam aber nur auf 52.000 verkaufte Tickets und den fünften Platz in den Kinocharts.

3. Und welcher Film hat eine zweite Chance verdient?

20.000 Zuschauer fand der Film "Beste Chance" und damit Rang zwölf. Das klingt eigentlich nicht so toll für einen Film des Neo-Heimatfilmers Marcus H. Rosenmüller, der mit "Schwere Jungs", "Sommer in Orange" oder "Wer's glaubt, wird selig" schon deutlich größere Erfolge an den Kinokassen hatte.

Doch "Beste Chance" ist der abschließende Teil einer Trilogie, deren erste Teile Rosenmüller schon 2007 ("Beste Zeit") und 2008 ("Beste Gegend") in die Kinos brachte. Es geht in der Filmreihe um das Heranwachsen in dem oberbayerischen Dorf Tandern - vielleicht findet ja der eine oder andere die Zeit, sich mit den auf DVD erhältlichen Filmen vorzubereiten und dann im Kino die Trilogie zu vervollständigen?

feb/dpa

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insgesamt 3 Beiträge
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Cugel 30.06.2014
1. Verleihtitel
"Ära des Untergangs" hört sich aber arg sperrig und gespreizt an. Ich hätte "Zeit des Untergangs" gewählt, weil eingängiger, näher an der umgangsprachlichen Wirklichkeit und gleichzeitig poetischer.
Andr.e 30.06.2014
2.
Zitat von Cugel"Ära des Untergangs" hört sich aber arg sperrig und gespreizt an. Ich hätte "Zeit des Untergangs" gewählt, weil eingängiger, näher an der umgangsprachlichen Wirklichkeit und gleichzeitig poetischer.
Ich hätte den Film "Ära des Untergangs mit anschließender Zeit zum Wiederaufbau und Abdrehen eines weiteren Kassenschlagers" genannt, um Leuten, die den Film nicht sehen keine Lücken im Handlungsablauf fürchten zu lassen...
step75 30.06.2014
3. Rosenmülll
Der Rosenmüller wurde von Anfang an überschätzt. Seine letzten Filme waren alle samt Flops. Vielleicht merken die Zuschauer endlich, dass sie einem Scharlatan aufgesessen sind.
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